Klettersteig saniert

Sanierung des Hindelanger Klettersteigs ist abgeschlossen

Klettersteig

Mit dem Bohrer am Felsen, um für mehr Sicherheit zu sorgen: Eine Spezialfirma aus Bolsterlang hat die Sicherungen am Hindelanger Klettersteig saniert.

Bild: Lacher

Mit dem Bohrer am Felsen, um für mehr Sicherheit zu sorgen: Eine Spezialfirma aus Bolsterlang hat die Sicherungen am Hindelanger Klettersteig saniert.

Bild: Lacher

Die DAV-Sektion Allgäu-Immenstadt investiert 100 .000 Euro in eine der bekanntesten Routen in der Region.
28.08.2021 | Stand: 08:39 Uhr

Die Sanierung des Hindelanger Klettersteigs ist abgeschlossen. 100 000 Euro investierte die DAV Sektion Allgäu-Immenstadt. Unter anderem sind neue Sicherungen am Fels eingebaut worden am Steig vom Nebelhorn zum Großen Daumen.

Der Klettersteig wurde in den 1970er Jahren angelegt

Der Hindelanger Klettersteig ist einer der bekanntesten Steige in der Region. Nordseits der Blick ins Retterschwanger Tal, südseitig der Blick auf über 100 Alpengipfel. Wer mit der Nebelhornbahn bis zum Gipfel fährt, steht direkt am Einstieg. Diese Klettersteigroute verlangt aber einiges an alpinen Vorkenntnissen und mancher hat auch einen Bergführer dabei. Der Klettersteig wurde in den 1970er-Jahren angelegt und war auch nach seiner letzten Sanierung im Jahr 2003 noch einer der Steige mit klassischer, durchaus herausfordernder Linienführung.

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Die höchste Baustelle des Allgäus: Arbeiter sanieren den Hindelanger Klettersteig

Sektions-Geschäftsführer: "Wir wollten nach wie vor einen anspruchsvollen alpinen Gratsteig anbieten"

Die Sicherungseinrichtungen waren allerdings in den vergangenen beiden Jahrzehnten auf über 2000 Metern Seehöhe in die Jahre gekommen, und so entschloss sich die DAV-Sektion Allgäu-Immenstadt als „Wegehalter“, der für den Unterhalt des Steigs zuständig zeichnet, zu einer Sanierung. Das Ziel war schnell umrissen: „Wir wollten nach wie vor einen anspruchsvollen alpinen Gratsteig anbieten und dem Hindelanger Klettersteig auf keinen Fall seinen eigenen Charakter nehmen“, sagt Sektions-Geschäftsführer Michael Fracaro.

Allerdings sei die Verbesserung der Sicherheit der Bergsteiger an einigen Schlüsselpassagen unumgänglich gewesen. So wurde gemeinsam mit der finanziellen Unterstützung einiger Partner aus der Region eine Generalsanierung gestartet. Den Bau führte die Firma Lacher Alpin aus. (Lesen Sie auch: Drahtseil-Akt in 2000 Metern Höhe: So saniert Luggi Lacher den Hindelanger Klettersteig)

Sieben Bergführer verarbeiteten am 1876 Meter hohen Iseler 1,5 Tonnen Stahl

Erst im August war wie berichtet die Generalsanierung am Edelrid-Klettersteig in Bad Hindelang abgeschlossen worden. Die frühere Salewa-Kletterroute ist seitdem wieder begehbar. Sieben Bergführer verarbeiteten am 1876 Meter hohen Iseler 1,5 Tonnen Stahl, spannten Stahlseile in einer Länge von insgesamt 1100 Metern und verbauten 700 Stahlklemmen und 390 Stahlanker für besonders schwere Lasten in Beton.

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