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Im Immenstädter Literaturhaus herrscht der "Ausnahmezustand"

Literaturhaus

„Ausnahmezustand“ lautet das Jahresthema des Immenstädter Literaturhauses. Das Programm beinhaltet „Tage gegen den Antisemitismus“.

Bild: Charly Höpfl

„Ausnahmezustand“ lautet das Jahresthema des Immenstädter Literaturhauses. Das Programm beinhaltet „Tage gegen den Antisemitismus“.

Bild: Charly Höpfl

Der Arbeitskreis Literaturhaus Allgäu stellt sein geplantes Programm für Immenstadt vor. Es steht unter einem Jahresthema, das nicht nur von der Pandemie geprägt wird. Was es alles umfasst.
19.01.2021 | Stand: 18:00 Uhr

„Ausnahmezustand“ lautet das Jahresthema im Immenstädter Literaturhaus Allgäu. Unter dem Vorbehalt der ständig wechselnden Corona-Verordnungen sei für 2021 Einiges geplant, teilt der Arbeitskreis mit, der das Programm zusammenstellt und organisiert.

„Mitunter könnte man das Gefühl bekommen, dass sich die Welt seit Jahren auf einen Ausnahmezustand hinbewegt hat“, erklären Ulrike Bauermeister-Bock und Harald Dreher vom Arbeitskreis Literaturhaus: „Das Klima gerät aus den Fugen, die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert sich und damit schwindet der Zusammenhalt in der Gesellschaft, Despoten haben Oberwasser, Populisten erheben ihre Stimme – die Demokratie beginnt zu wackeln.“ Hinzu komme die Corona-Pandemie. „Sie zeigt uns unsere Verletzlichkeit und rüttelt an allen Selbstverständlichkeiten.“ Zahlreiche Autoren spiegeln die Auswirkungen solchen Ausnahmezustandes. Das Literaturhaus wolle mit seinen Veranstaltungen diesen Schriftstellern ein Forum bieten.

  • Karin Peschka liest am Donnerstag, 25. Februar, um 19.30 Uhr im Literaturhaus aus ihrem Roman „Putzt euch, tanzt, lacht“. Die Oberösterreicherin erzählt darin von skurrilen Freundschaften, dem Umgang mit Verlusten und alternativen Lebensentwürfen.

Die „Tage gegen den Antisemitismus“ finden vom 13. bis 23. April mit folgenden Veranstaltungen statt:

  • Norbert Scheuer liest am Dienstag, 13. April, um 19.30 Uhr im Schloss-Saal aus seinem Roman „Winterbienen“. Der Autor aus Rheinland-Pfalz führt ins Jahr 1944 zurück, in eine Welt, die geprägt ist von Zerstörung und dem Wunsch nach einer friedlichen Zukunft:
  • Esther Lorenz (Gesang) und Peter Kuhz (Gitarre) nehmen die Zuhörer am Sonntag, 18. April, um 17 Uhr in der evangelischen Erlöserkirche mit auf eine musikalische Reise durch das Judentum: „1700 Jahre jüdischen Lebens in Deutschland“ (321 – 2021).
  • Uli und Robert Bock schließen am Sonntag, 23. April („Welttag des Buches“), um 19.30 Uhr die kleine Reihe ab mit einem Literarischen Kanapée: „Jüdische Autoren im deutschsprachigen Raum“.
  • Beim Allgäuer Literaturfestival 2021 ist das Immenstädter Literaturhaus wieder mit dabei: Die in der Longlist des Deutschen Literaturpreises 2020 vertretene Deniz Ohde liest am Montag, 10. Mai, um 19.30 Uhr aus ihrem Roman „Streulicht“.

Auch fürs zweite Halbjahr seien Veranstaltungen fest geplant, teilt der Arbeitskreis Literaturhaus mit:

  • Dirk Brauns liest am Donnerstag, 16. September, aus seinem Roman „Die Unscheinbaren“.
  • Nicola Förg stellt am Donnerstag, 14. Oktober, ihren Alpenkrimi „Flüsternde Wälder“ vor.

Karten müssen über die Marketingabteilung der Stadt Immenstadt bis Freitag, 11 Uhr, vor der geplanten Veranstaltung reserviert werden: entweder unter Telefon 08323/ 9988-501 oder per E-Mail:

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Die Karten können dann an der Abendkasse abgeholt und bezahlt werden.

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