Spektakel

Immenstadt: Große Wasser- und Laser-Show im Zirkus Charles Knie

Einer der Höhepunkte in der Show des Zirkus Charles Knie auf dem Viehmarktplatz in Immenstadt: die Hochseilartisten „Truppe Robles“ aus Kolumbien.

Einer der Höhepunkte in der Show des Zirkus Charles Knie auf dem Viehmarktplatz in Immenstadt: die Hochseilartisten „Truppe Robles“ aus Kolumbien.

Bild: Dominik Berchtold

Einer der Höhepunkte in der Show des Zirkus Charles Knie auf dem Viehmarktplatz in Immenstadt: die Hochseilartisten „Truppe Robles“ aus Kolumbien.

Bild: Dominik Berchtold

Zirkus im Wandel: Charles Knie bietet in Immenstadt ein außergewöhnliches Spektakel mit der weltweit einzigen transportablen Wasserbühne.
14.10.2022 | Stand: 19:25 Uhr

Noch bis Sonntag, 16. Oktober, macht der Zirkus Charles Knie Station in Immenstadt. Dabei hat sich das Management um Geschäftsführer Sascha Melnjak in den vergangenen zwei Jahren Corona-Zwangspause etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die weltweit einzige transportable Wasserbühne schafft ein außergewöhnliches Ambiente für die Auftritte der Artisten unter der 15 Meter hohen Zirkuskuppel.

Die Vorstellungen der diesjährigen Deutschland-Tournee spiegeln den Wandel in der Zirkuswelt wider. Nicht mehr Großtiere wie Elefanten, Löwen, Tiger oder Kamele stehen im Fokus. Deren – teils widernatürliche – Dressuren und die Käfighaltung stießen bei Tierschützern zunehmend auf vehementen Protest. Den Schwerpunkt bei Charles Knie bilden die Darbietungen der Luftakrobaten, Jongleuren, Magiern, Clowns und Dompteurinnen von Hunden und Papageien.

Doch das reicht nicht mehr, um ein jüngeres Youtube-verwöhntes Publikum anzulocken. Das Drumherum muss auch stimmen, muss bei den Zuschauern ein „Ah“ und „Oh“-Gefühl erzeugen, wie es eben nur das direkte Erleben schaffen kann. Kurz gesagt: Die Show muss stimmen. „Wir haben den Zirkus neu gedacht“, sagt Melnjak.

Ein Becken mit 30.000 Litern Wasser

Diesen Eindruck sollen die Wasserfontänen bewirken, die immer wieder aus dem Becken direkt unter dem Bühnenboden hoch ins Zirkuszelt schießen. Das Wasserbecken mit einem Durchmesser von 15 Metern fasst 30.000 Liter, 300 Pumpen schnellen das Wasser in die Höhe. Dabei fließt das Wasser auf dem Spezialboden sofort ab und bleibt so trocken. Hinzu kommt eine Laserlicht-Show, die die Bühne und das Wasser in wechselnden Farben anstrahlen.

„Wir arbeiten zum ersten Mal mit einer Wasser-Show. Das war natürlich ein Risiko“, sagt Melnjak. „Doch der enorme Aufwand hat sich gelohnt. Das Publikum ist begeistert.“ Jedes Alter will er damit erreichen. In 14 Städten gastierte der Zirkus seit Juni, Immenstadt ist die 15. Station. Danach geht’s noch weiter bis 6. November.

26 Artisten auf höchstem Niveau

Charles Knie beschäftigt 90 Leute, darunter 26 Artisten aus ganz Europa und Südamerika sowie ein Ballett. Die Höhepunkte sind die Hochseilartisten der „Truppe Robles“ aus Kolumbien, die Magic-Show von Jidinis aus Frankreich, die Rollschuh-Akrobatik der Ernestos aus Italien, der Jongleur Jan Navratil aus Tschechien, der italienische Handstand-Artist Devin de Bianchi oder Comedy-Star Cesar Dias, der in Monte Carlo mit dem „Bronze-Clown“ ausgezeichnet wurde. Hinzu kommen weitere Jongleure und Akrobaten sowie die Pudel-Dressur von Alona und die Papageien-Show von Laura Urunova.

Auf dem Viehmarktplatz sind noch Vorstellungen am Samstag, 15. Oktober, um 16 und 19.30 Uhr und Sonntag, 16. Oktober, um 11 und 15 Uhr. Karten gibt es täglich ab 10 Uhr an der Zirkuskasse oder unter: www.zirkus-charles-knie.de

Lesen Sie auch:

Manege frei! Reporter René im "Todesrad