Betrug per Internet

Trickbetrüger erbeuten 900 Euro von Immenstädter

Ein 62-Jähriger aus Immenstadt ist vergangene Woche einem Trickbetrug zum Opfer gefallen.

Ein 62-Jähriger aus Immenstadt ist vergangene Woche einem Trickbetrug zum Opfer gefallen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Ein 62-Jähriger aus Immenstadt ist vergangene Woche einem Trickbetrug zum Opfer gefallen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Erneut gelang es Betrügern, einen Mann mit falschen Gewinnversprechen um sein Geld zu bringen. Wie die Täter vorgegangen sind - und wie man Betrug vorbeugt.
22.02.2021 | Stand: 14:11 Uhr

Ein 62-Jähriger aus Immenstadt ist vergangene Woche einem Trickbetrug zum Opfer gefallen. Ihm wurde zuvor mitgeteilt, er habe bei einem Gewinnspiel circa 38.000 Euro gewonnen.

Um diesen Gewinn zu erhalten, müsse er vorab 900 Euro für Notarsgebühren und sonstige Kosten bezahlen. Diese 900 Euro forderten die Betrüger in Form von Google-Play-Karten ein. Der Geschädigte kaufte die Karten und gab die entsprechenden Codes telefonisch an den Täter weiter. Die Täter sprachen daraufhin von einem Gewinn von etwa 83.000 Euro und forderten, nochmals 1.500 Euro. Als der Geschädigte diese in einer Aldi-Filiale kaufen wollte, macht ihn eine Kassiererin auf den eventuellen Betrug aufmerksam.

Callcenterbetrug beschäftigt die Polzei weiterhin

Auch im Jahr 2021 wird das Phänomen der „Callcenterbetrüge“ die Polizei weiter beschäftigen. Die Vorgehensweisen ändern sich, werden angepasst und verfeinert. "Machen Sie sich bewusst, dass sie nicht alle Maschen kennen können. Lassen Sie Ihren gesunden Menschenverstand walten, wenn es darum geht, dass jemand an Ihr Geld möchte", teilt die Polizei Immenstadt mit. "Und wenn Sie eine Vorgehensweise bislang noch nicht kannten, so reden Sie darüber, ob in der Pause beim Arbeiten, am Gartenzaun oder beim Einkaufen. So schützen Sie nicht nur sich, sondern auch Andere."

Getarnt als falsche Polizeibeamte, Bankmitarbeiter, Computerspezialisten oder Glücksfeen, eines haben sie alle gemeinsam: Sie rufen unaufgefordert an. Im Gespräch erzählen sie zum Beispiel etwas von Einbrüchen, Kontoumstellungen, gehackten Zugangsdaten oder versprechen den großen Gewinn. Und noch eine Gemeinsamkeit haben alle: Sie wollen nur an die Ersparnisse des Angerufenen.

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