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Gerichtsprozess

Nächtlicher Polizeieinsatz im Oberallgäu läuft aus dem Ruder

Ein nächtlicher Polizeieinsatz aus dem April 2020 hatte jetzt ein Nachspiel vor Gericht.

Ein nächtlicher Polizeieinsatz aus dem April 2020 hatte jetzt ein Nachspiel vor Gericht.

Bild: Martina Diemand

Ein nächtlicher Polizeieinsatz aus dem April 2020 hatte jetzt ein Nachspiel vor Gericht.

Bild: Martina Diemand

Weil sie Beamte beleidigt und getreten haben sollen, werden eine Mutter und ihre drei erwachsenen Kinder angeklagt. Doch die Verfahren werden eingestellt, weil die Richterin bezweifelt, dass die Polizisten im Recht waren
30.01.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Weil eine gewalttätige Auseinandersetzung gemeldet wurde, löste die Polizei im April 2020 das Treffen einer unter behördlicher Quarantäne stehenden Familie auf und nahm eine Mutter sowie ihre drei erwachsenen Kinder in Gewahrsam. Die Immenstädter wehrten sich mit Fußtritten und beleidigten die Beamten. In dem Gerangel verrutschte bei vier Polizisten die Schutzausrüstung, die daraufhin wegen der Gefahr einer Corona-Infektion vorsorglich nach Hause geschickt werden mussten. So meldete es damals die Polizei. Jetzt standen Mutter, Sohn und zwei Töchter vor Gericht. In der Hauptverhandlung zeichneten die Angeklagten und ihre Verteidiger ein gänzlich anderes Bild der Geschehnisse jener Nacht. Weil auch Richterin und Staatsanwalt Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Polizeieinsatzes hegten, wurde das Verfahren gegen die Familienmitglieder eingestellt.

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