Wieder mehr Wintersportler unterwegs

So kümmern sich drei Rangerinnen in den Allgäuer Alpen um den Schutz von Natur und Tieren

Rangerinnen Alpinium

Sie sind über die Feiertage rund um Weihnachten und den Jahreswechsel verstärkt in den Allgäuer Hochalpen anzutreffen: die Alpinium-Rangerinnen (von links) Carina Bühler, Daniela Tritscher und Britta Löw.

Bild: Ethelbert Babl

Sie sind über die Feiertage rund um Weihnachten und den Jahreswechsel verstärkt in den Allgäuer Hochalpen anzutreffen: die Alpinium-Rangerinnen (von links) Carina Bühler, Daniela Tritscher und Britta Löw.

Bild: Ethelbert Babl

In den nächsten Wochen sind wieder viele Skitouren- und Schneeschuhgeher unterwegs. Wie Fachleute darauf achten, dass Schutzzonen eingehalten werden.
20.12.2021 | Stand: 05:58 Uhr

Zahlreiche Wintersportler werden demnächst wieder in den Allgäuer Alpen unterwegs sein. Im Gegensatz zur vergangenen Saison ohne Winterbetrieb an den Bergbahnen gehen die Fachleute des Alpiniums dieses Jahr davon aus, dass viele mit Skitouren und Schneeschuhen unterwegs sind. Das Alpinium hat sich laut einer Pressemitteilung auf die Situation vorbereitet und Einsätze für drei Rangerinnen geplant.

Dabei fließen auch die Ergebnisse der Zählgeräte ein, die an 25 Standorten im südlichen Oberallgäu das Besucheraufkommen erfassen. Alpinium-Leiter Ethelbert Babl ist überzeugt, dass man mit diesen Daten nun eine gute Grundlage für den Einsatz der Ranger hat.

Fehlverhalten Einzelner kann massive Störungen zur Folge haben

Das Fehlverhalten einzelner Personen könne massive Störungen von besonders empfindlichen Tierarten wie zum Beispiel der Birkhühner zur Folge haben, betont Babl: „Die Tiere halten sich während kalter Bedingungen in Schneehöhlen auf und sollten hier nicht gestört oder gar überfahren werden“. Die Alpinium-Rangerinnen achten in den nächsten Wochen intensiv darauf. Auch die Ranger des Naturparks Nagelfluhkette sowie die Gebietsbetreuer des Landesbunds für Vogelschutz seien im Gelände anzutreffen.

Laut Alpinium-Biologe Henning Werth zeigten die Erfahrungen des vergangenen Winters, dass die meisten Menschen offen für Informationen zu naturverträglichem Verhalten seien. Und manchmal könnten die sensiblen Tiere auch durch die Fernrohre der Rangerinnen beobachtet werden. Das Alpinium wird in den besonders beliebten Wintersport-Gebieten der Allgäuer Hochalpen je nach Schnee- und Lawinenlage vom Wertacher Horn über das obere Ostrachtal, die Sonnenköpfe, Nebel- und Fellhorn bis zum Ifengebiet unterwegs sein.

Schutz- und Schongebiete in den Bergen sollten eingehalten werden

Vor Ort bekommen Skifahrer, Winterwanderer, Skitouren- oder Schneeschuhgänger laut Mitteilung fundierte Informationen über Wildtiere und ihre jeweiligen Lebensräume. Dabei wird dafür geworben, die Schutz- und Schongebiete vor Ort einzuhalten, und es werden praktische Tipps vermittelt.

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Babl ist sich sicher, dass Mensch und Natur in den Bergen ihr Auskommen haben können. Die direkte Ansprache vor Ort sieht er als die effektivste Form der Besucherlenkung an.

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