Es gibt aber immer noch ein Lärm-Problem

Nebelhornbahn jetzt offiziell eingeweiht -  Söder bekennt sich zur Seilbahnförderung

Die sanierte Nebelhornbahn wurde am Donnerstag offiziell eingeweiht und gesegnet. Mit dabei war unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Die sanierte Nebelhornbahn wurde am Donnerstag offiziell eingeweiht und gesegnet. Mit dabei war unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Bild: Benjamin Liss

Die sanierte Nebelhornbahn wurde am Donnerstag offiziell eingeweiht und gesegnet. Mit dabei war unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Bild: Benjamin Liss

Die Nebelhornbahn in Oberstdorf fährt nach einer Rundum-Sanierung seit Ende Mai. Jetzt wurde sie offiziell eingeweiht, obwohl noch nicht alles rund läuft.
17.09.2021 | Stand: 08:05 Uhr

Aktualisiert am Donnerstag, 19.30 Uhr - Fast vier Monate nach dem Saisonstart wurde die neue Nebelhornbahn in Oberstdorf am Donnerstagvormittag eingeweiht. Mit der Segnung durch die Bischöfe Bertram Meier und Axel Piper ist die neue Nebelhornbahn nun auch offiziell eröffnet worden. Lesen Sie auch: Einweihung Nebelhornbahn in Oberstdorf wird zum Politikum: Warum Hubert Aiwanger nicht eingeladen war

Zu dem Festakt war auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach Oberstdorf gekommen. Der Freistaat Bayern hat das 55-Millionen-Euro-Projekt mit 11 Millionen Euro unterstützt. „Wir fördern Seilbahnen, weil sie ein ganz wichtiger Bestandteil der bayerischen Tourismus-Infrastruktur sind.“ Den Herausforderungen des Naturschutzes und der Bekämpfung des Klimawandels müsse man mit intelligenten Konzepten begegnen, betonte Söder. „Es wäre falsch, die Natur mit einem Betretungsverbot zu belegen.“

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Offizielle Einweihung: Segen für neue Nebelhornbahn

Neue Nebelhornbahn ist barrierefrei

Die neue Nebelhornbahn sei barrierefrei und eine „grüne Bahn“ betonte Söder. Die neue Anlage hat einen deutlich geringeren Energiebedarf als die Vorgängerbahn und beim Bau der Stationsgebäude wurden natürliche Rohstoffe verwendet, erklärten die Bergbahnvorstände Henrik Volpert und Johannes Krieg. Errstmals eröffnet wurde die Bahn übrigens schon 1930 (Lesen Sie auch: Diese Allgäuer Bergbahnen sollten Sie kennen).

Wenig Widerstand gegen Bau der neuen Bahn

Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller nannte die neue Bahn „ein Juwel für den Qualitätstourismus“. Dank der Kommunikation sei es gelungen, dass es nur wenig Widerstand gegen den Bau der neuen Bahn gab, erklärte Baier-Müller. Auch bei den Diskussionen über die „Geräuschkulisse“ der neuen Anlage hätten die Verantwortlichen der Nebelhornbahn gezeigt, dass sie die Sorgen der Bürger ernst nehmen und zu Kompromissen fähig seien.

Die Bergstation der Nebelhornbahn.
Die Bergstation der Nebelhornbahn.
Bild: Benjamin Liss

Nebelhornbahn: Lärmquellen-Suche dauert an

Wie mehrfach berichtet, suchen Hersteller und Betreiber weiter nach Gründen, weshalb die Bahn bei vollem Tempo zu laut ist. „Das ist nach wie vor ein laufender Prozess“, sagte der Sprecher der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen, Jörn Homburg. „Wir sind noch nicht ganz am Ziel.“

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55 Millionen in Nebelhornbahn investiert - Suche nach Lärmquelle "nicht ganz am Ziel"

Seit dem Saisonstart der Nebelhornbahn an Pfingsten fährt die Bahn daher nicht so schnell, wie sie es eigentlich könnte: Statt mit gut 25 geht es nur mit knapp 20 Kilometern pro Stunde in Richtung Bergstation. „Schleichfahrt“ nannte das Ministerpräsident Söder, der selbst in die neuen Zehner-Kabinen stieg und auf den Berg fuhr.

Neubau der Nebelhornbahn: Das wurde verändert

Als „Tor zum Berg“ lobte Oberstdorfs Bürgermeister Klaus King die Architektur. „Die neue Talstation ist ein Versprechen auf ein Gipfelerlebnis. Gebaut wurde eine Zwei-Seil-Umlaufbahn mit Zehner-Kabinen. Früher mussten die Fahrgäste eng zusammengedrängt in den Großkabinen stehen und Ausflügler unten oft lange warten, bis es endlich hinauf ging. Zudem ist die Fahrt im Sitzen in den kleineren Kabinen wesentlich komfortabler. Auch das Umsteigen an der Mittelstation, der Seealpe, entfällt künftig. Dort können die Fahrgäste dann wählen: Aussteigen oder eben weiterfahren bis zur Station Höfatsblick auf 1932 Metern Höhe.

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