Telefonbetrug

Polizei warnt: Vermehrt falsche Polizeibeamte im Oberallgäu - so Verhalten Sie sich richtig

Die Meldungen über "falsche Polizeibeamte" im südlichen Oberallgäu häufen sich seit Mittwochnachmittag.

Die Meldungen über "falsche Polizeibeamte" im südlichen Oberallgäu häufen sich seit Mittwochnachmittag.

Bild: Rolf Vennenbernd, dpa (Symboldbild)

Die Meldungen über "falsche Polizeibeamte" im südlichen Oberallgäu häufen sich seit Mittwochnachmittag.

Bild: Rolf Vennenbernd, dpa (Symboldbild)

Im Oberallgäu häufen sich die Fälle von Telefonbetrug. Die Betrüger geben sich häufig als Mitarbeiter von Unternehmen oder Polizisten aus. Was die Polizei rät.
27.01.2021 | Stand: 15:01 Uhr

Wie die Polizei mitteilt, gingen seit Mittwochmittag vermehrt Meldungen über Telefonbetrüger ein. Betroffen von den Betrugsanrufen sei aktuell das südliche Oberallgäu.

Die meisten Menschen, die sich bei der Polizei meldeten, erzählten, dass bei ihnen ein vermeintlicher Kriminalpolizist angerufen hätte. Er sagte ihnen, dass ein Einbrecher festgenommen worden sei. Weiter erzählen die Betrüger wohl, dass sie eine Liste mit geplanten Einbrüchen gefunden hätten und die Adresse der angerufenen Person auf der Liste stünde. Um ihre Wertgegenstände vor Diebstahl zu schützen, sollten sie diese einem vermeintlichen Polizisten zu übergeben.

Die Menschen, die die Vorfälle bisher bei der Polizei gemeldet haben, seien nicht auf die Gespräche eingegangen und hatten diese sofort beendet.

Wie Sie sich bei einem "falschen Polizisten" verhalten

Wer von einem Betrüger angerufen wird, dem rät die Polizei:

  • Geben Sie am Telefon nie Auskunft über Vermögensverhältnisse; Behörden fordern Sie nicht zur Herausgabe von Bargeld auf.
  • Setzen sie Familienangehörige und Nachbarn über diese Vorgehensweisen in Kenntnis.
  • Sie herhalten keine Anrufe von der Notrufnummer 110.
  • Legen Sie auf und rufen Sie bei dem geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung.

Vorgehen der Telefonbetrüger

Laut Polizei sei die Masche der "falschen Polizeibeamten" nicht neu. Die Betrüger seien oft sehr sprachgewandt und wirkten professionell. Oftmals telefonieren sie stundenlang mit ihren Opfern und rufen sie andauernd an, um deren Vertrauen zu gewinnen. Um zu beweisen, dass sie wirklich von der Polizei sind, fordern sie ihre Opfer auf, bei der örtlichen Polizeidienststelle anzurufen. Durch das Einspielen eines Freizeichens täuschen die Betrüger dann vor, dass der Anruf beendet wurde. Doch das Opfer bleibt in der Leitung. Wenn das Opfer dann die 110 oder die Nummer der örtlichen Polizei wählt, wird keine neue Telefonverbindung aufgebaut.

Stattdessen täuscht derselbe Betrüger oder ein Komplize vor, den Anruf als "richtige Polizei" entgegenzunehmen. Die Polizei rät, das Telefon selbst aufzulegen und sich nicht verbinden zu lassen.

Die Betrüger können die angezeigte Nummer auf dem Telefondisplay manipulieren. Meist wird die Nummer der örtlichen Polizeidienststelle oder die örtliche Vorwahl in Kombination mit der 110 angezeigt. Die angezeigte Rufnummer sei daher laut Polizei kein Grund, dem Anrufer zu vertrauen.