Sportanlage im Oberallgäu geplant

So könnte der geplante Pumptrack an der Hornbahn in Bad Hindelang aussehen

Pumptrack an der Hornbahn Bad Hindelang

So könnte der Pumptrack an der Talstation der Hornbahn aussehen. Neben die Halfpipe (unten) sollen Sitzgelegenheiten gebaut werden.

Bild: 3D-Animation: Schneestern

So könnte der Pumptrack an der Talstation der Hornbahn aussehen. Neben die Halfpipe (unten) sollen Sitzgelegenheiten gebaut werden.

Bild: 3D-Animation: Schneestern

An der Talstation der Hornbahn in Bad Hindelang soll ein Pumptrack für Biker, Skater und Rollerfahrer entstehen. Dafür muss aber der Eisplatz verlegt werden.
23.01.2022 | Stand: 05:00 Uhr

Die Freude stand den Jugendlichen ins Gesicht geschrieben: Der Marktgemeinderat Bad Hindelang genehmigte in seiner Sitzung den Bau eines Pumptracks an der Talstation der Hornbahn. Viel Arbeit steckte im Projekt der Jugendlichen, die Präsentation überzeugte jeden der 19 anwesenden Gemeinderatsmitglieder sowie Bürgermeisterin Sabine Rödel. „Es war ein toller Prozess mit einem super Ergebnis“, lobte die Rathauschefin die Jugendlichen. (Lesen Sie auch: Familiensportpark mit Pumptrack in Oberstdorf geplant)

Zwei Brücken über den Bach

Eine Miniramp (kleine Halfpipe), ein Jumptrack (Schanze zum Springen), ein Wallride (Kurve zum Wenden) sowie zwei Brücken über den Bach soll der neue Pumptrack umfassen, sodass die Jugendlichen sich dort richtig austoben können.

Dazu soll es ein Areal mit Sitzgelegenheiten geben, damit auch ältere Menschen etwas von der neuen Freizeitanlage haben. Allein der Eisplatz kann in seiner aktuellen Form nicht bleiben. Dieser müsse „ein Stück“ verlegt werden, um die Weichen für den Bau zu stellen. Der neue Pumptrack könne dann sowohl mit dem Fahrrad als auch mit Scootern und Skateboards befahren werden.

Projekt für mehrere Generationen

Unterstützt wurden die Jugendlichen bei ihrer Planung von der Firma Schneestern aus Durach. Diese ist spezialisiert auf die Planung und den Bau von Pumptracks, Snow-, Skate- und Rollsportparks. Das ausgewählte Gelände an der Ostrach sei laut Gutachten der Firma auch bestens geeignet für einen Pumptrack.

Dort soll eventuell schon heuer mit dem Bau begonnen werden, sagte die Bürgermeisterin. Bedingung dafür sei allerdings, dass der Förderantrag schnell bewilligt werde. Doch davon sei auszugehen, meint Rödel, da das Projekt lokal und innovativ werde und für mehrere Generationen nutzbar – was zugleich die Kriterien für eine Förderung sind.

535.000 Euro für Pumptrack

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Innerhalb von zwei Jahren sollen der Eisplatz verlegt und der Pumptrack mit weiteren Freizeitmöglichkeiten errichtet werden. Dabei spiele auch die Landschaftsplanung und Nachhaltigkeit eine große Rolle. Insgesamt würden sich die Kosten auf etwa 535.000 Euro belaufen. Wird der Förderantrag genehmigt, bleiben für die Gemeinde noch etwa 300.000 Euro übrig.

Um die Planung werde sich die Firma Schneestern kümmern, unterstützt vom Landschaftsarchitekten Thomas Geiger aus Kempten, der größtenteils die Landschaftsplanung angehen wird. Welche weiteren Aktivitäten zur Freizeitanlage hinzukommen, werden der Gemeinderat und die Jugendlichen noch gemeinsam erörtern – ebenso, ob der Pumptrack beleuchtet werden soll, damit die Jugendlichen auch abends dort fahren können.

Wer sich nach dem Bau dann um die Pflege sowie Verwaltung des Pumptracks kümmert und wer dafür haftet, sind weitere Fragen, die im Laufe des Jahres geklärt werden müssen. „Da diskutieren wir noch mit den Betreibern der Hornbahn“, sagte Rödel.

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