Erschließung der Flächen im Karweidach

Pumpwerk soll Gewerbegebiet in Oberstdorf entwässern

Im Norden von Oberstdorf entsteht derzeit ein Gewerbegebiet. Auf dem Areal sollen sich heimische Firmen ansiedeln.

Im Norden von Oberstdorf entsteht derzeit ein Gewerbegebiet. Auf dem Areal sollen sich heimische Firmen ansiedeln.

Bild: Dominik Berchtold

Im Norden von Oberstdorf entsteht derzeit ein Gewerbegebiet. Auf dem Areal sollen sich heimische Firmen ansiedeln.

Bild: Dominik Berchtold

Oberstdorfer Bauausschuss vergibt Auftrag für Schmutzwasser-Anlage auf dem Areal. Die Erschließung des Karweidachs kostet die Gemeinde 1,4 Millionen Euro.
19.10.2022 | Stand: 11:30 Uhr

1,4 Millionen Euro kostet die Erschließung des Gewerbegebiets Karweidach in Oberstdorf. Dazu gehört auch der Bau eines Schachts für das Schmutzwasserpumpwerk, das jetzt im Bauausschuss vorgestellt wurde. In dem Gebiet entstehen 3,6 Hektar bebaubare Flächen für Handwerker und Gewerbetreibende.

Die Entwässerungsanlage im Gewerbegebiet Karweidach ist als Trennsystem ausgelegt. Das Oberflächenwasser aus der öffentlichen Straßenfläche wird einer zentralen Versickerungsanlage am nördlichen Rand des Gewerbegebietes zugeführt. Das anfallende Oberflächenwasser aus den Gewerbegrundstücken muss auf den jeweiligen Grundstücken versickert werden. An die neue Entwässerungsanlage Karweidach wird auch das Gebäude der Tennishalle angeschlossen. Somit ist auch die Entwässerung der südlichen – derzeit mit der Tennishalle bebauten – Gewerbeflächen an die zentrale Entwässerungsanlage Karweidach technisch einwandfrei gelöst. Das bisherige alte Einzelpumpwerk der Tennishalle kann somit entfallen.

Steuerung über Web-Portal

Die Ausschreibung der Schmutzwasserpumpanlage umfasste das im Norden der Gewerbefläche gelegene Schachtbauwerk, die Schmutzwasserpumpen sowie die Steuer- und Regeltechnik. Die Anlage soll zur Überwachung, Steuerung und Visualisierung von Prozess- und Maschinendaten zunächst in ein bereits vorhandenes Webportal eingebunden werden.

15 kommunale Pumpstationen

In einem weiteren Schritt sollen 2023 die übrigen 15 kommunalen Pumpstationen sowie eine Nachspülstation in das Prozessleittechniksystem eingebunden werden. Der Mitglieder des Bauausschusses beschlossen einstimmig, den Auftrag für die technische Ausstattung des Schmutzwasserpumpwerkes für 81.500 Euro zu vergeben. Das Angebot liegt rund 11.000 Euro unter den kalkulierten Kosten, teilt die Gemeinde mit. Die Erschließung des Gewerbegebiets soll Ende Oktober abgeschlossen werden.

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