Hohen Überschuss erzielt

Steuereinnahmen sprudeln: Ofterschwang kauft Grundstück für 1,9 Millionen Euro

Den früheren Gasthof Elisabeth hat die Gemeinde Ofterschwang mit Grund erworben, um auf der Fläche Wohnungen zu bauen.

Den früheren Gasthof Elisabeth hat die Gemeinde Ofterschwang mit Grund erworben, um auf der Fläche Wohnungen zu bauen.

Bild: Ried

Den früheren Gasthof Elisabeth hat die Gemeinde Ofterschwang mit Grund erworben, um auf der Fläche Wohnungen zu bauen.

Bild: Ried

Weil die Einnahmen aus Gewerbesteuer und Fremdenverkehrsbeitrag deutlich höher als geplant ausfallen, kauft Gemeinde einen früheren Gasthof für ein Wohnprojekt.
30.11.2022 | Stand: 05:30 Uhr

Von einem „sensationell positiven Verlauf“ des Haushaltsjahres 2022 konnte Kämmerin Silvia Vogel im Gemeinderat Ofterschwang berichten. Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer (579.000 Euro), Grunderwerbssteuer (99.800 Euro), Grundsteuer B (20.600 Euro) und Fremdenverkehrsbeitrag (821.500 Euro) verbessern den Handlungsspielraum der Kommune. Hinzu kommt ein nicht eingeplanter Zuschuss des Freistaates Bayern für die Ausfälle von Kur- und Fremdenverkehrsbeiträgen im Jahr 2021 wegen der Corona-Lockdowns (33.000 Euro).

Auch bei den Ausgaben habe durch sparsames und wirtschaftliches Handeln der Gemeinde im Vergleich zu den Haushaltsansätzen einiges eingespart werden können, erklärt Ofterschwangs Bürgermeister Alois Ried.

1,3 Millionen Euro mehr als geplant

Somit erzielt die Gemeinde Ofterschwang nach aktuellem Stand einen Überschuss im Verwaltungshaushalt (Zuführung an den Vermögenshaushalt) in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro, was rund 1,3 Millionen Euro mehr als geplant sind.

Dadurch konnte sich die Gemeinde den außerplanmäßigen Kauf eines bebauten Grundstücks in Westerhofen leisten und die Kosten von rund 1,9 Millionen Euro komplett aus den laufenden Mitteln im Haushalt bezahlen. „Ohne Fremdfinanzierung oder die allgemeine Rücklage der Gemeinde aufzubrauchen“, erklärt Rathauschef Ried. Auf der Fläche des früheren Gasthof Elisabeth ist ein kommunales Wohnbau-Projekt geplant.

Geld für Hochbehälter und Löschfahrzeug

Neben dem Kauf des Grundstücks konnte die Gemeinde durch die Mehreinnahmen außerplanmäßig in den Hochbehälter Sigiswang (76.000 Euro) und ein Sonderlöschgruppenfahrzeug für die Feuerwehr in Sigishofen investieren. Eine Reihe von Investitionen wurden ins kommende Jahr verschoben. So konnte die Gemeinde etwa 300.000 Euro einsparen.

Voraussichtlich erst 2023 umgesetzt werden die Kapitalerhöhung für den Skilift, die Umrüstung der Sirenen, das Projekt Straßenverlegung Kapelle Sigiswang, der Abschluss eines Ringtauschs und das Gewerbegebiet Sigishofen. Die Parkscheinautomaten am Bergbahn-Parkplatz waren günstiger als erwartet und die geplante E-Ladesäule und die Belüftungsanlage für die Schule werden vorerst nicht umgesetzt.

Schulden von 2,8 Millionen Euro

Der Rücklagenstand Ende 2021 beträgt rund 1,7 Millionen Euro, nach aktuellem Stand müsste die Gemeinde rund 900.000 Euro entnehmen (Plan lag bei rund 750.000 Euro), sodass Ende des Jahres 2022 die Rücklage noch ein Stand von rund 800.000 Euro hätte.

Der Schuldenstand wird sich gegenüber dem Haushaltsplan nicht ändern, im Jahr 2022 beträgt dieser rund 2,8 Millionen Euro.

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