Kommentar zum Hygienekonzept für das Freibad Sonthofen-Altstädten

Strenges Hygienekonzept für das Freibad Altstädten: "Kein wirkliches Vergnügen"

Das Freibad in der Freizeitanlage Altstädten.

Das Freibad in der Freizeitanlage Altstädten.

Bild: Benjamin Liss

Das Freibad in der Freizeitanlage Altstädten.

Bild: Benjamin Liss

Für das Freibad in Altstädten liegt ein strenges Hygienekonzept vor. Ein wirkliches Badevergnügen ist dadurch schwer möglich, findet unser Autor.
02.05.2021 | Stand: 18:11 Uhr

Zugang zur Gastronomie für Badegäste nur mit Chip, Armbänder fürs Schwimmbecken zum Abzählen, feste Besuchszeiten, keine Spielgeräte – wer das Hygienekonzept für die Freizeitanlage Altstädten liest, merkt: Es sind keine normalen Zeiten. Ob bei diesem Badebetrieb unter strengen Auflagen wirklich eine vergnügliche Stimmung aufkommt, ist fraglich.

Die Stadtverwaltung Sonthofen hatte keine Wahl

Aber die Verwaltung hatte freilich keine Wahl: Entweder, es gibt ein strenges Hygienekonzept, oder das Freibad, das neben Sonthofern auch Familien aus der Umgebung gerne nutzen, bleibt komplett geschlossen. Um den Besuchern in diesen trüben Zeiten einen kleinen Lichtblick zu geben, war die Entscheidung richtig, einen solch ausgeklügelten Plan aufzustellen. Besucher werden akzeptieren müssen, dass sich nicht jeder so frei bewegen kann, wie er gerne möchte. In Pandemie-Zeiten muss jeder Rücksicht nehmen. (Lesen Sie auch: Bayerns Freibäder sind im Standby-Modus)

Bei den Kosten für das Frischwasser sollte aus Sicherheitsgründen nicht gespart werden

Allerdings zeichnet sich ab, dass der Haushaltsansatz womöglich deutlich überschritten wird, um genügend Frischwasser zuzuführen und das Infektionsrisiko zu minimieren. Hier sollte allein aus Sicherheitsgründen nicht gespart werden – und die Verwaltung dafür im Haushaltsplan gegebenenfalls prüfen, ob andere Vorhaben geschoben oder für weniger Kosten umgesetzt werden können.

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