Fußball-Bezirksliga

"Tabelle ohne Aussagekraft": Spitzenreiter FC Oberstdorf stapelt tief

Andreas Maier und der FC Oberstdorf haben derzeit viele Verletzte zu beklagen.

Andreas Maier und der FC Oberstdorf haben derzeit viele Verletzte zu beklagen.

Bild: Dominik Berchtold

Andreas Maier und der FC Oberstdorf haben derzeit viele Verletzte zu beklagen.

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Der stark in die Saison gestartete FC Oberstdorf erwartet Neugablonz zum nächsten Heimspiel. Spielertrainer Maier bremst die Erwartungen beim Aufsteiger.
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Von Redaktion Allgäuer Anzeigeblatt
25.08.2021 | Stand: 12:12 Uhr

Rein nach den Ergebnissen läuft es wie am Schnürchen. Und so will der FC Oberstdorf auch den Platz an der Sonne verteidigen. Am Mittwoch trifft der Bezirksliga-Spitzenreiter ab 18.15 Uhr auf die BSK Olympia Neugablonz. Die bisher letzten Duelle trugen die beiden Mannschaften in der Saison 1973/1974 gegeneinander aus.

Die Neugablonzer um Trainer Dragan Lasic waren am ersten Spieltag spielfrei und ließen dann zwei Siege (4:0 gegen den FC Heimertingen und 3:2 in Bad Grönenbach) folgen. Nach dem Erfolg in Grönenbach sprach Kapitän Mathias Franke, der bisher auch den im Urlaub weilenden Cheftrainer Lasic an der Linie vertrat, von „einer Ansage an die Liga“ – prompt setzte es am vergangenen Wochenende zu Hause gegen Türkgücü Königsbrunn mit 0:3 eine saftige, wenn auch die erste Saisonniederlage. Dementsprechend wird die hochtalentierte Mannschaft schnellstmöglich auf Wiedergutmachung aus sein.

Oberstdorf vor Gäste-Stürmer Jelic gewarnt

Hauptaugenmerk sollte der FCO auf den 39-jährigen Torjäger Drazen Jelic werfen, der in bisher drei Saisonspielen der BSK schon dreimal ins Schwarze getroffen hat. Beim FC Oberstdorf ist Spielertrainer Maier mit der Punktausbeute nach vier Spielen und mit der Tabellenführung zufrieden: „Wir haben zehn Punkte auf der Habenseite. Das ist erfreulich und war in der Form sicher nicht zu erwarten. Die Tabellenführung ist eine tolle Momentaufnahme, zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison aber ohne Aussagekraft“, sagt der 37-jährige Spielmacher. „Wir haben ein Saisonziel, das heißt: 40 Punkte sammeln. Dazu fehlen noch 30 Zähler, die wir so schnell wie möglich holen wollen. Nicht mehr und nicht weniger ist bisher passiert.“

Mit dem Auftritt beim 2:0-Auswärtssieg am vergangenen Sonntag in Ottobeuren war der Chefanweiser zufrieden. „Endlich stand hinten die Null“, sagt Maier, auch wenn den heimischen Ottobeurern trotzdem zu viele Chancen ermöglicht worden seien. Mit Einsatzwillen und Torhüter Kay Kähni, der sich derzeit in glänzender Verfassung präsentiert, wurden diese aber vereitelt.

Beeindruckende Serie: Seit Mai 2018 ungeschlagen

Am Mittwoch will der FC Oberstdorf zudem seine imposante Heimserie auch gegen Neugablonz ausbauen. Die letzte Niederlage vor heimischem Publikum datiert vom 19. Mai 2018, also von vor über drei Jahren. Kapitän Hornberger hierzu: „Das ist schon beachtlich und hört sich erst einmal unreal an. Wir werden alles versuchen, um diese Serie so lange wie möglich aufrechtzuerhalten und die Punkte unterm Nebelhorn zu behalten. Auch diesmal gegen sicher starke Neugablonzer.“

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Den Oberstdorfern fehlen dabei allerdings weiterhin sieben Spieler verletzungs- oder urlaubsbedingt. Hinzu kommt die berufliche Unabkömmlichkeit des ein oder anderen Akteurs an einem Wochenspieltag. Spielertrainer Maier: „Das ist nun mal so. Ich kann es auch nicht ändern, den anderen Mannschaften geht es genauso. Jammern hilft nichts, Augen zu und durch. Bisher haben wir es mit dem Rumpfteam gut gelöst. Die Situation entspannt sich hoffentlich in den kommenden Wochen“.