Alpseeschwimmen in Immenstadt

Triumphzug beim Alpseeschwimmen: Marcus Joas dominiert Königsdistanz

Gesprächsbedarf nach einem hochklassigen Rennen auf der Königsdisziplin: (von links) Wettkampfleiter Michael Würfel, der Zweitplatzierte Norbert Wild und Langstreckensieger Marcus Joas vom TV Immenstadt.

Gesprächsbedarf nach einem hochklassigen Rennen auf der Königsdisziplin: (von links) Wettkampfleiter Michael Würfel, der Zweitplatzierte Norbert Wild und Langstreckensieger Marcus Joas vom TV Immenstadt.

Bild: Müller

Gesprächsbedarf nach einem hochklassigen Rennen auf der Königsdisziplin: (von links) Wettkampfleiter Michael Würfel, der Zweitplatzierte Norbert Wild und Langstreckensieger Marcus Joas vom TV Immenstadt.

Bild: Müller

Einen Tag vor seinem 23. Geburtstag glänzt Marcus Joas über 7,6 Kilometer beim Alpseeschwimmen. Ein Talent verblüfft auf der Ironman-Distanz.
16.08.2022 | Stand: 18:31 Uhr

Er hat sich das größte Geschenk selbst gemacht. Einen Tag vor seinem 23. Geburtstag hat Ausnahmeschwimmer Marcus Joas vom TV Immenstadt die Langstrecke über 7,6 Kilometer bei der dritten Auflage des Alpseeschwimmens gewonnen. Als klarer Favorit galt der Vorzeigeschwimmer der rührigen Immenstädter Schwimmabteilung bei dem Event mit insgesamt 86 Teilnehmern ohnehin schon im Vorfeld. „Das war meine zweitlängste Strecke neben den 10 Kilometern, die ich schon einmal absolviert habe“, sagte der Lokalmatador, dem die Bedingungen im Heimrevier sehr entgegenkamen. „Der Alpsee ist eher schnell, weil es durch die Nähe zum Ufer weniger Wellenschlag gibt. Das kam mir zugute.“

Marcus Joas siegt ohne Neoprenanzug

So zog der achtfache deutsche Meister unbeirrt seine Runden, ohne Neoprenanzug und in gleichmäßigen Zeiten im 21 Grad warmen Wasser. „Am Schluss habe ich dann trotzdem etwas gefroren“, gestand Joas, der als gelernter Schwimmer im Gegensatz zu den vielen teilnehmenden Triathleten auf einen Neoprenanzug verzichtete. Trotzdem musste er sich in der Klassezeit von 1:44:32 Stunde noch auf der letzten Runde gegen den stark aufkommenden Norbert Wild vom TSV Grönenbach wehren.

Der 59-jährige Wasserwachtler, der erst seit einigen Jahren im Schwimmsport aktiv ist, schwamm letztlich in 1:44:51 nur knapp dahinter ins Ziel an der Seebühne. „Meine längste Distanz waren 26,5 Kilometer am Zürichsee, dafür habe ich 6:15 Stunden gebraucht“, sagte Wild. „Aber ich hatte darauf auch bis zu 60 Kilometer in der Woche trainiert.“ Täglich schwimmt der Routinier 5 Kilometer in den Seen im Unteralgäu. Einen Trainer hat Wild nicht und Hallenbäder meidet er meist. Dritter wurde Robert Brettschneider vom TSV Mindelheim in 1:46:25 Std. Für Joas war es der erste Sieg bei der noch jungen Veranstaltung nach seinem dritten Rang im Vorjahr über die Ironman-Distanz von 3,8 Kilometer.

Buntes Treiben im Alpsee: Bei der dritten Auflage des Alpseeschwimmens waren 86 Teilnehmer auf vier Strecken am Start.
Buntes Treiben im Alpsee: Bei der dritten Auflage des Alpseeschwimmens waren 86 Teilnehmer auf vier Strecken am Start.
Bild: Dominik Berchtold

Auf die Königsdisziplin wagten sich auch fünf Damen in den Alpsee. Lina Beutel vom TV Kempten holte sich den Sieg in 2:04:10 Stunden vor Beate Schulz von den Lindauer Schwimmern (2:05:49) und Jessica Schellenberg aus Pfronten in 2:07:42.

Talent Xaver Käser auf der Ironman-Distanz nicht zu schlagen

Die Ironmandistanz über 3,8 Kilometer dominierte Xaver Käser, ebenfalls vom heimischen TVI in 54:00 Minuten. Auf dem zweiten Rang schwamm hier Triathlet Philipp Mack (Ulm/55:05) ein, knapp dahinter Frank Kramer vom TSV Obergünzburg in 55:18. Noch dominanter waren die Lokalmatadore bei der Damenwertung: Siegerin wurde Vanessa Hoffmann in 57:30 vor Selina Hoffmann (58:01) und Sigrid Leistner in 1:01:27 Stunde.

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Über die halbe Ironmandistanz von 1,9 Kilometer konnte sich der jüngere Bruder des Langstreckensiegers, Simon Joas, behaupten. Mit 24:05 Minuten überzeugte der 20-Jährige, der ebenfalls zu den Aushängeschildern des TVI gehört, mit einer starken Zeit. Knapp dahinter platzierte sich der ehemalige Duathlon-Juniorenweltmeister und erfolgreiche Triathlet Niclas Bock in 24:31 vom Team RSC Kempten vor seinem Vereinskameraden Stefan Wachter in 25:29. Ella Seidl vom TVI siegte in 27:45 Minuten vor Lisanne Hofmann (28:34/ebenfalls TV Immenstadt) und Lisa Lehner vom TSV Mindelheim (34:44).

Die 950 Meter lange Jedermanndistanz absolvierte Christian Kiefer vom RSC Kempten in 13:50 Minute als Schnellster. Die Ränge zwei und drei gingen an Tobias Hernicht, TV Kempten (16:52) und Lukas Altenried vom TSV Untermaiselstein in 18:18. Die Damensiege erreichten Lara Rietzler vom TV Kempten in 14:13 vor Birgit Joas vom TV Immenstadt in 15:34 und Amelie Haggenmiller in 16:00.

Alle Ergebnisse gibt es online unter www.tvimmenstadt-triathlon.de