Filmemacher aus Riezlern

Walser Regisseur präsentiert Schlagerstar Nik P. ganz nah

Anekdoten aus dem Leben: Schlagerstar Nik P. im Gespräch auf der Bühne des Großen Festspielhauses in Salzburg. Ausschnitt aus Tommy Schmidles Film "25 Jahre Nik P.".

Anekdoten aus dem Leben: Schlagerstar Nik P. im Gespräch auf der Bühne des Großen Festspielhauses in Salzburg. Ausschnitt aus Tommy Schmidles Film "25 Jahre Nik P.".

Bild: ORF/Degnfilm

Anekdoten aus dem Leben: Schlagerstar Nik P. im Gespräch auf der Bühne des Großen Festspielhauses in Salzburg. Ausschnitt aus Tommy Schmidles Film "25 Jahre Nik P.".

Bild: ORF/Degnfilm

Der aus dem Kleinwalsertal stammende Regisseur Tommy Schmidle stellt Nik P. im Gespräch und bei sinfonischen Konzerten im Großen Salzburger Festspielhaus vor.
07.05.2022 | Stand: 11:30 Uhr

Den Schlager können viele Mitsingen: „Ein Stern, der deinen Namen trägt.“ Viele verbinden ihn mit DJ Ötzi. Doch das Lied stammt von Nikolaus Presnik, besser bekannt als Nik P. und ist Jahre zuvor entstanden, bevor es 2007 in der gemeinsamen Einspielung beider Schlagersänger zum Hitparaden-Stürmer wurde.

Jetzt würdigt eine Fernsehsendung des aus dem Kleinwalsertal stammenden Regisseurs Tommy Schmidle den Kärntner Schlagersänger und Komponisten, der seine Fans nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und der Schweiz hat. Der 60-Minuten-Film wird am Samstag, 7. Mai, im Abendprogramm auf ORF 2 und MDR ausgestrahlt.

Ein erstes Album vor 25 Jahren

Anlässe gibt es dafür gleich drei: Nik P. feierte im April seinen 60. Geburtstag, begann vor 40 Jahren damit, Musik zu machen, und veröffentliche vor 25 Jahren sein erstes Album „Gebrochenes Herz“. Gleich die erste Single daraus wurde zum Erfolg. Das zweite Album, das ein Jahr später herauskam, enthielt dann bereits den späteren Erfolgsschlager „Ein Stern“. Für ihn erhielt Nik P. später unter anderem den Musikpreis Echo. Dabei war solche Karriere nicht vorprogrammiert, berichtet Tommy Schmidle: Nikolaus Presnik habe zunächst als Kellner gearbeitet, später, als er in einer Fabrik am Fließband arbeitete, sei sein musikalisches Talent von seinem Chef entdeckt worden, der selbst eine Band hatte.

Ein Selfmademan

Was Tommy Schmidle an Nik P. bewundert, ist, dass der Sänger ein Selfmademan sei, der seine Lieder selber schreibe. Und nicht nur das: Nik P. habe zum Beispiel auch im vergangenen Oktober jene zwei Auftritte selbst organisiert, die an einem ungewöhnlichen Ort für Pop-Konzerte stattfanden und der nun die Kulisse für Tommy Schmidles Film bietet: das große Festspielhaus in Salzburg, jenen ehrwürdigen Musentempel, dessen Bühne während der diversen Festspiele den großen Meisterwerken der Musikgeschichte vorbehalten bleibt.

Festspielhauswürdige Aufbereitung

Freilich hat Nik P. für diese Salzburger Auftritte auch seine Schlager festspielhauswürdig aufbereitet: Er engagierte ein Sinfonieorchester samt Chor und ließ seine Lieder dementsprechend von Josef Düregger arrangieren. Sie erklingen unter der Leitung von Dirigent Edward Mauritius Münch in großem sinfonischen Klanggewand.

Das Festspielhaus erbebt

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Geplant sei eigentlich nur ein Konzert gewesen, erzählt Tommy Schmidle aus Riezlern, doch die Nachfrage sei so groß gewesen, dass noch ein zweites angesetzt wurde. Am Ende waren beide ausverkauft und das Festspielhaus erbebte: Die Menschen sprangen auf, hüpften und tanzten sogar, erinnert sich Tommy Schmidle.

Blick in die Fernseharchive

Zwischen den Konzerten hat Tommy Schmidle Nik P. auf der Bühne des Großen Festspielhauses ohne Publikum getroffen, um mit dem Schlagersänger und Komponisten über seine Karriere, seine Musik und sein Leben zu reden und um einen Blick in die Fernseharchive zu werfen. So können die Zuschauer nicht nur die Hits von Nik P. erleben, sondern auch ihn ganz persönlich.

Ein sehr emotionaler Mensch

Er sei ein sehr emotionaler, netter Mensch, skizziert Tommy Schmidle seinen Star: Nik P. habe eine schwere Kindheit gehabt. Seine Mutter sei früh gestorben. Er sei bei Zieheltern aufgewachsen, denen er sehr viel zu verdanken habe. Das spiegele nicht nur das Gespräch wider, sondern auch das Programm der Salzburger Konzerte. Es enthalte auch ganz berührende Lieder wie „Manche sterben jung“ oder „Berlin“, das von versäumten Träumen erzählt.

Fernsehsendung: „25 Jahre Nik P. Ein Traum wird wahr!“, Symphonisches Konzert und Gespräch aus dem Salzburger Festspielhaus, Samstag, 7. Mai, im MDR um 22.35 Uhr und in ORF 2 um 23 Uhr. Anschließend findet sich die Sendung in der Mediathek der Sender.

Der Schlagersänger und Komponist Nik P.

Nik P.: "Manche sterben jung", Song im sinfonischen Arrangement.

Nik P.: "Berlin", Video zum Lied.

Der Regisseur, Autor, Moderator und Entwickler von Fernsehformaten Tommy Schmidle.

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