Welttag des Hundes

„Der beste Freund, den man finden kann“ - Über die Beziehung zwischen Mensch und Hund

Hundeexperte Christian Rittinger vom Tierheim Immenstadt mit den beiden Pensionshunden Arga (links) und Hobo (rechts).

Hundeexperte Christian Rittinger vom Tierheim Immenstadt mit den beiden Pensionshunden Arga (links) und Hobo (rechts).

Bild: Annika Wechs

Hundeexperte Christian Rittinger vom Tierheim Immenstadt mit den beiden Pensionshunden Arga (links) und Hobo (rechts).

Bild: Annika Wechs

Zum Welttag des Hundes erzählen zwei Allgäuer, die ihr Leben den Hunden gewidmet haben, was die Tiere besonders macht und warum es charakterlich passen muss.
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Von Annika Wechs
10.10.2021 | Stand: 12:11 Uhr

Aktiv, lebensfroh und wissbegierig – Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen. Doch was macht die Vierbeiner glücklich und wie gelingt das Zusammenleben von Mensch und Tier? Wir haben zum Welttag des Hundes am Sonntag, 10. Oktober, versucht diesen Fragen auf den Grund zu gehen - und Menschen gefragt, die ihr Leben ganz dem vierbeinigen Menschenfreund gewidmet haben.

Damit Hunde glücklich werden, braucht es klare Regeln, an die sich Mensch und Hund halten müssen, erklärt der Hundetrainer Wolfgang Siebel. Wichtig für das Hundewohl sei neben ausreichend Bewegung und Streicheleinheiten auch Kopfarbeit, also die geistige Aktivität des Tieres. Und auch die Ernährung sollte nicht zu kurz kommen. „Futter ist das Gehalt des Hundes“, erklärt Siebel. „Ein ideales Zusammenleben zwischen Mensch und Tier gelingt nur mit gegenseitigem Respekt.“ Der Hund sollte von Herrchen oder Frauchen als Familienmitglied behandelt werden.

Welttag des Hundes: Über die besondere Beziehung zwischen Mensch und Hund

Es gebe nicht eine spezielle Hunderasse, die gut für Anfänger geeignet sei, sagt der Hundecoach. „Der Mensch muss charakterlich zum Hund passen“, erläutert Siebel. „Wie bei guten Freunden kommt es auf gemeinsame Interessen an – ein sportlicher Mensch braucht einen sportlichen Hund.“ Zudem müssten sich Hundehalter vor Augen führen, dass sie sich mit der Anschaffung eines Hundes gleichzeitig ein hohes Maß an Verantwortung aufladen.

Scheitert die Beziehung zwischen Mensch und Hund, ziehen Besitzer oder Behörden die Notbremse. Dann landen die Tiere oft im Tierheim. „Besitzer sind – besonders beim Erziehen jüngerer Hunde – oft überfordert oder haben nicht mehr genügend Zeit für die Tiere“, erzählt Christian Rittinger vom Tierheim Immenstadt. Er kümmert sich um die abgegebenen Hundewaisen. Fünf Hunde sind gerade dauerhaft im Tierheim untergebracht. Ehrenamtliche „Gassigeher“ und Hundepaten nehmen sich der Tiere an. „Man tut damit etwas Gutes“, sagt Rittinger.

"Der Hund ist der beste Freund, den man finden kann"

Auch die beiden Pensionshunde Hobo und Arga bewohnen momentan für sieben Tage das Heim, bis man sie wieder abholt. Mit 12 und 13 Jahren haben sie schon ein hohes Hundealter erreicht. Trotzdem springen sie lebhaft in ihrem Freigehege umher und freuen sich stets über Gesellschaft. Auf Rittingers Gesicht erscheint beim Anblick der Tiere ein Lächeln. „Ein Hund ist der beste Freund, den man finden kann“, sagt er. Aber Hundehalter müssten sich auch der Verantwortung für die Tiere bewusst sein. „Hunde sind Wesen mit Gefühlen und Bedürfnissen, darüber sollte man sich im Klaren sein.“

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