Triathlon-Weltrekord im Allgäu

Das Allgäu klatscht Frodeno Beifall

Ein Mann begeistert eine ganze Region: Jan Frodeno hat beim „Tri-Battle Royale“ trotz bescheidenem Wetter eine sagenhafte Weltbestzeit erzielt. Etliche Oberallgäuer feuerten den Triathlon-Star während der 7:27:53 Stunden an. Der Regen machte weder dem Athleten noch den Zuschauern etwas aus.

Ein Mann begeistert eine ganze Region: Jan Frodeno hat beim „Tri-Battle Royale“ trotz bescheidenem Wetter eine sagenhafte Weltbestzeit erzielt. Etliche Oberallgäuer feuerten den Triathlon-Star während der 7:27:53 Stunden an. Der Regen machte weder dem Athleten noch den Zuschauern etwas aus.

Bild: Dominik Berchtold

Ein Mann begeistert eine ganze Region: Jan Frodeno hat beim „Tri-Battle Royale“ trotz bescheidenem Wetter eine sagenhafte Weltbestzeit erzielt. Etliche Oberallgäuer feuerten den Triathlon-Star während der 7:27:53 Stunden an. Der Regen machte weder dem Athleten noch den Zuschauern etwas aus.

Bild: Dominik Berchtold

Hunderte Fans bejubeln Jan Frodeno auf dem Weg zum Weltrekord - trotz Dauerregen. Wie das Resümee der Veranstalter ausfällt.
19.07.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Es war eines der großen Triathlon-Highlights des Jahres - und das mitten im Allgäu. Das „Tri-Battle Royale“ hat neue Maßstäbe im Langdistanz Triathlon gesetzt. Superstar Jan Frodeno unterbot als erster Athlet jemals die Marke von 7:30 Stunden und begeisterte zusammen mit seinem kanadischen Kontrahenten Lionel Sanders die Oberallgäuer Fans sowie die Zuschauer des weltweit kostenlosen Livestreams.

Der Aufwand, um das mediale Großereignis erfolgreich umzusetzen war enorm, wie Hannes Blaschke, Geschäftsführer der Allgäu Triathlon GmbH, erklärt: „Wir haben für die beiden mehr Aufwand betrieben als für die 3000 Triathleten beim Allgäu-Triathlon. Und sein Geschäftsführer-Kollege Christoph Fürleger fügt hinzu: „Die größte Herausforderung war die kurzfristige Organisation einer einzigartigen Veranstaltung. Unser Team hat da hervorragende Arbeit geleistet.“

400 Helfer machen "Tri- Battle Royal" möglich

Am Renntag gab es für das Organisationsteam kaum eine ruhige Minute. Zum einen lag das an der Liveübertragung, die es beim Triathlon in diesem Umfang sonst nur beim Ironman auf Hawaii gibt. Und auch die kurzfristige Sperrung der Straßen im Voraus sowie die schnelle Öffnung im Nachgang sei nur durch die vielen helfenden Hände möglich gewesen, so Fürleger. Über 400 Helfer waren beim Eins gegen Eins Duell der zwei besten Triathleten der Welt im teils strömenden Regen im Einsatz. Außerdem halfen Polizei und Feuerwehr, um den reibungslosen Ablauf auf und neben den Straßen zu gewährleisten.

Andreas Sander staunt über Jan Frodeno

Etwa 400 Personen waren im extra für das Event errichteten Stadion in Burgberg zugelassen. Unter den Zuschauern waren auch einige bekannte Persönlichkeiten aus dem Allgäu. Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller verfolgte Frodenos neuen Weltrekord ebenso wie der alpine Abfahrt Vize-Weltmeister Andreas Sander. Der 32-jährige Burgberger zeigt sich besonders begeistert von der sportlichen Höchstleistung des alten und neuen Weltrekordlers : „Ich konnte nicht glauben, wie schnell Frodeno als Führender, ohne Anhaltspunkt vor ihm, unterwegs war.“

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Weltrekord-Versuch im Allgäu: Frodeno gegen Sanders

Tausende Zuschauer verfolgen Livestream

Aber nicht nur am Vitalpark in Burgberg wurde applaudiert. Den Youtube-Livestream verfolgten in der Spitze bis zu 14 000 Personen und etliche Zuschauer beobachteten das Radfahren entlang der B19 live. Auf den zahlreichen Brücken zwischen Sonthofen und Herzmanns trotzten hunderte Schaulustige dem Dauerregen und versuchten einen Blick auf Frodeno und seinen Herausforderer Sanders zu erhaschen. Auch an der Marathonstrecke bei Burgberg bot sich ein ähnliches Bild, obwohl der Veranstalter im Vorfeld darum gebeten hatte, aufgrund der Pandemie nicht an die Strecke zu kommen. Deshalb kontrollierte das Ordnungsamt auch, ob die nötigen Abstände eingehalten wurden. Zwischenfälle habe es laut Fürleger nicht gegeben.

Lob und Anerkennung für Veranstalter

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Dafür gab es aber Kritik an der Veranstaltung. In den sozialen Netzwerken sorgte vor allem die einseitige Sperrung der B19 für Unmut. Doch die Anerkennung in der Region überwiegt. Von vielen Seiten gab es Lob für das völlig neue Format. „Das Event hat eine riesen Strahlkraft und zeigt, was das Allgäu über den Wintersport hinaus, noch zu bieten hat“, sagt Simone Zehnpfennig von der Allgäu GmbH. Und auch Mitorganisator Marlon Wörndl ist äußerst zufrieden: „Wir haben tolles Feedback bekommen und der Region die Faszination des Triathlons nähergebracht.“

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