Skispringen

Karl Geigers Super-Saison - Ein Rückblick auf seine größten Triumphe

Schon mit zwölf Jahren (Foto) zeigt Karl Geiger seine Flugfähigkeiten. Seitdem hat der Oberstdorfer schon viel in seiner sportlichen Karriere erreicht.

Schon mit zwölf Jahren (Foto) zeigt Karl Geiger seine Flugfähigkeiten. Seitdem hat der Oberstdorfer schon viel in seiner sportlichen Karriere erreicht.

Bild: Familienalbum Geiger

Schon mit zwölf Jahren (Foto) zeigt Karl Geiger seine Flugfähigkeiten. Seitdem hat der Oberstdorfer schon viel in seiner sportlichen Karriere erreicht.

Bild: Familienalbum Geiger

Karl Geiger erlebt eine Saison der Superlative und wir zeigen seine größten Triumphe. Warum der Oberstdorfer in der Luft lange als talentfrei galt.
31.03.2021 | Stand: 18:30 Uhr

Typisch Karl Geiger. Seine letzten Worte am vergangenen Sonntag nach dem fulminanten Saisonabschluss im slowenischen Planica waren bezeichnend. Ja, er freue sich jetzt auf ein paar ruhige Tage. Ja, er werde über Ostern einfach mal die Beine hochlegen und nicht ans Skispringen denken. So weit, so normal. Aber als würde das kleine Teufelchen in seinem Kopf gleich rebellieren, schiebt Geiger nach: „Wir starten bald in die Sommervorbereitung. Schließlich ist nach der Saison ja vor der Saison.“

Geigers Jugendtrainer Daniel Vogler: "Diese Saison zu toppen, wird verdammt schwer"

Karl Geiger als Raupe Nimmersatt? Immer hungrig nach neuen Erfolgen. Immer heiß auf noch mehr? „Diese Saison zu toppen, wird auch für einen wie Karl Geiger verdammt schwer“, sagt Daniel Vogler, der zusammen mit Ralf Schmid Geigers erster Schülertrainer beim SC Oberstdorf war, als dieser mit fünf Jahren erstmals zum Training erschienen war. „Nach einem Hoch kommt im Skispringen gerne mal ein Tief“, sagt der 53-Jährige, will den Abwärtstrend aber auch nicht herbeireden.

Im Gegenteil: Wenn Geiger weiter so fokussiert bleibe, könne er auch in der nächsten Saison für Glanzpunkte sorgen: „Olympia, der Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee und der Gesamtweltcup – es gibt schon noch Ziele“, so Vogler, der als Honorartrainer beim Deutschen Skiverband den C-Kader betreut. Wenn Vogler über 20 Jahre zurückdenkt, da kommt ihm ein „unscheinbarer, lieber und ruhiger Karle“ in den Sinn. Anders als Johannes Rydzek sei der kleine Geiger nie als übertrieben ehrgeizig aufgefallen. „Aber er hat brav das gemacht, was wir Trainer ihm gesagt haben.“

Förderlich sei gewesen, dass Geigers Eltern immer Wert darauf gelegt hätten, dass Schule und später Studium im Vordergrund stehen. Dennoch habe sich früh das Talent Geigers gezeigt, seine Sprungtechnik beharrlich zu verbessern. „Er hat sich immer leicht getan, unsere Tipps schnell umzusetzen.“ Und er habe nie aufgemuckt. „Heute weiß ich“, erzählt Vogler, „dass er meine Kraftübungen, bei denen die Kids im Kreis standen und ich immer ’Und wir hüpfen, hüpfen, hüpfen...’ gerufen habe, richtig dick gehabt hat.“

Geiger "eher talentfrei" in der Luft

Noch heute würden sie darüber regelmäßig frotzeln. Dass Geiger mal ein derartig guter Flieger werden würde, war nicht absehbar. In der Luft sei der selbst ernannte Kleinschanzen-Karle lange „eher talentfrei“ gewesen, so Vogler. Erst unter den Trainern Roar Ljoekelsoey und Bernhard Metzler habe er sich zum wahren Flugspezialisten entwickelt.

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