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Blasiuskonzerte

900 Jahre alte "Liebeslieder" in der Kaufbeurer Martinskirche

Mittelalterlichen Minnegesang brachten Baptiste Romain und Sabine Lutzenberger beim jüngsten Blasiuskonzert in St. Martin zu Gehör.

Mittelalterlichen Minnegesang brachten Baptiste Romain und Sabine Lutzenberger beim jüngsten Blasiuskonzert in St. Martin zu Gehör.

Bild: Mathias Wild

Mittelalterlichen Minnegesang brachten Baptiste Romain und Sabine Lutzenberger beim jüngsten Blasiuskonzert in St. Martin zu Gehör.

Bild: Mathias Wild

Warum die "Minne" von Hildegard von Bingen und Walther von der Vogelweide auch heute noch anrührt. Duo Per-Sonat benutzt in Kaufbeuren archaische Instrumente.
18.08.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Bei den Kaufbeurer Blasiuskonzerte steht seit jeher die Alte Musik im Mittelpunkt. Doch so „alt“ wie bei der jüngsten Veranstaltung hat sich das Programm bisher selten präsentiert. In der Stadtpfarrkirche St. Martin führte das Duo Per-Sonat eine leider eher überschaubare Zuhörerschaft fast 900 zurück in der (Musik-)Geschichte. Zu hören waren „Liebeslieder“ von Hildegard von Bingen und Walther von der Vogelweide Das Konzert stand unter dem Motto „Minne“. Ein Begriff der im frühen und hohen Mittelalter ganz allgemein eine positive Hinwendung bezeichnete – sei es nun im Verhältnis der Menschen zu Gott oder zwischen den Menschen. „Minne“ konnte eine soziale oder karitative Beziehung ebenso meinen wie eine freundschaftliche oder auch erotische. Die ganze Bandbreite dieser Bedeutungen leuchteten die Mezzosopranistin und Alte-Musik-Spezialistin Sabine Lutzenberger sowie Baptiste Romain, Professor für frühe Streichinstrumente an der Schola Cantorum Basiliensis, aus.

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