Kulturring Kaufbeuren

„Das Kaufbeurer Publikum hat es verdient“

Konzerte, Theaterstücke und so einiges mehr bietet die kommende Saison des Kulturring Kaufbeuren. Unter anderen wurden das Spitzen-Blechbläserensemble German Brass verpflichtet.

Konzerte, Theaterstücke und so einiges mehr bietet die kommende Saison des Kulturring Kaufbeuren. Unter anderen wurden das Spitzen-Blechbläserensemble German Brass verpflichtet.

Bild: Mathias Wild (Archiv)

Konzerte, Theaterstücke und so einiges mehr bietet die kommende Saison des Kulturring Kaufbeuren. Unter anderen wurden das Spitzen-Blechbläserensemble German Brass verpflichtet.

Bild: Mathias Wild (Archiv)

Trotz aller Widrigkeiten plant der Kulturring opulente Saison. Warum der Verein wieder „in die Vollen“ gehen will und welche Corona-Einschränkungen bleiben.
19.08.2021 | Stand: 07:18 Uhr

Es war eine Entscheidung, über die „lange diskutiert“ wurde. Aber jetzt scheint das Führungsteam des Kulturring Kaufbeuren zufrieden zu sein mit seinem Beschluss, in der Saison 2020/21 wieder „in die Vollen zu gehen“. Nach vielen Kulturring-Veranstaltungen, die coronabedingt ausfallen mussten, plant der Verein bis Juni nächsten Jahres insgesamt 24 Veranstaltungen. Die Vielfalt mit Konzerten, Theateraufführungen und so einigem mehr ist groß, das Niveau mit etlichen bekannten Namen überdurchschnittlich. „Das Kaufbeurer Publikum hat es verdient“, sind sich die Erste Vorsitzende Brigitte Mitlehner-Werber sowie die Zweite Vorsitzende und Schatzmeisterin Birgit Pfeifer einig.

Motiviert von Optimismus und ganz praktsischen Gründen

Neben dem Optimismus der Macher hat die Opulenz der kommenden Saison allerdings auch ganz praktische Gründe. Zum einen sollte möglichst vielen Künstlern, deren Gastspiele abgesagt werden mussten, die Möglichkeit gegeben werden, doch noch in der Wertachstadt aufzutreten. So tauchen im aktuellen Programmheft etliche Gruppen und Namen auf, die dort schon in den vergangenen Spielzeiten zu finden waren. Nach wie vor brauchten die Kulturschaffenden Unterstützung und jedes Engagement sei wichtig, betonten die Vorsitzenden. Zum anderen sei die Vereinskasse nach dem Notbetrieb der vergangenen Spielzeiten einigermaßen gut gefüllt, und der Kulturring erhält zusätzliche Unterstützung im Zuge der Initiative „Neustart Kultur“ der Bundesregierung. Auch hätten viele Kulturring-Kunden und -Mitgliedern Kaufpreis ihrer vergebens erworbenen Karten nicht zurückgefordert, sondern dem Verein als Spende überlassen. Deshalb seien nun auch Engagements möglich, die angesichts der wohl nach wie vor beschränkten Zuschauerzahlen an den Spielorten wohl kaum ohne Defizit über die Bühne gehen werden. Das gelte etwa für das Eröffnungskonzert mit dem Spitzen-Blechbläserensemble German Brass. „Wir wollten einfach kein 1b-Programm machen und hoffen jetzt das Beste“, sagt Mitlehner-Werber.

Keine Abonnements, aber Stempelkarten

Denn ganz verschwunden sind Corona und die damit verbundenen Einschränkungen freilich nicht. Der Kulturring reagiert auf die Unsicherheiten unter anderem damit, dass es wiederum keinen klassischen Vorverkauf geben wird. Jeweils rund drei Wochen vor den einzelnen Gastspielen, für die ersten Veranstaltungen also ab Anfang September, können Tickets im Internet oder über die Kulturring-Geschäftsstelle erworben werden. Dann sei hoffentlich absehbar, wie viele Zuschauer bei der jeweiligen Veranstaltung eingelassen werden können. „Wenn wir dürfen, dann machen wir auch – selbst wenn nur 45 Leute im Stadttheater sitzen“, sagt Pfeifer. Coronabedingt wird es für die kommende Spielzeit auch keine Abonnements geben. Um treue Anhänger des Kulturrings trotzdem zu belohnen, haben sich die Macher etwas Besonderes einfallen lassen: „Six4Five“. So heißt eine Stempelkarte, die in der Geschäftsstelle und bei Veranstaltungen an der Abendkasse erhältlich ist sowie von der Internetseite des Vereins heruntergeladen werden kann. Bei jedem Besuch eines Kulturring-Events gibt es einen Stempel. Wer fünf davon hat, kann sich eine Freikarte für einen weiteren Termin seiner Wahl aussuchen. Also sechs Kulturerlebnisse zum Preis von fünf.

Karten im Vorverkauf sind ab Anfang September bei der Kulturring-Geschäftsstelle im Stadtmuseum (Telefon: 08341/96683966, Mail: kulturring@ kaufbeuren de) und im Internet erhältlich. Nähere Informationen zur Saison gibt es im Programmheft, das in vielen Geschäften und Institutionen in Kaufbeuren ausliegt, sowie im Internet.