Krippe im Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu

Detailgetreue Stadtlandschaft von Kaufbeuren in Miniatur

Das Feuerwehrmuseum zeigt in der Weihnachtszeit die Wiedemann-Krippe mit Kaufbeurer Bauwerken im Miniaturformat. Toni Heider (links) und Stefan Geyrhalter bauen die einzelnen Häuser auf und dekorieren das Ensemble.

Das Feuerwehrmuseum zeigt in der Weihnachtszeit die Wiedemann-Krippe mit Kaufbeurer Bauwerken im Miniaturformat. Toni Heider (links) und Stefan Geyrhalter bauen die einzelnen Häuser auf und dekorieren das Ensemble.

Bild: Mathias Wild

Das Feuerwehrmuseum zeigt in der Weihnachtszeit die Wiedemann-Krippe mit Kaufbeurer Bauwerken im Miniaturformat. Toni Heider (links) und Stefan Geyrhalter bauen die einzelnen Häuser auf und dekorieren das Ensemble.

Bild: Mathias Wild

Das Feuerwehrmuseum präsentiert die Wiedemann-Krippe in der Weihnachtszeit erstmals der Öffentlichkeit. Wie das trotz der strengen Corona-Auflagen klappen soll.
24.11.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Das Kaufbeurer Feuerwehrmuseum stellt in der Weihnachtszeit erstmals die Krippe von Ernst Wiedemann aus. Wiedemann (1924-2013) hat in Jahrzehnte langer Arbeit eine ganz besondere Kaufbeurer Krippe geschaffen. Der ehemalige Braumeister der Aktienbrauerei hat mit viel Akribie eine Stadtlandschaft rund um die Szene im Stall entworfen.

Bekannte Gebäude Kaufbeurens

Typische Gebäude der Wertachstadt wie der Fünfkopfturm und die Blasiuskirche mit der Stadtmauer stechen sofort ins Auge. Viele historische und teils längst vergessene Gebäude wie die Lammbrauerei, die Lammschmiede oder die Spittelmühle lassen zurückblicken in frühere Kaufbeurer Zeiten und in die Familiengeschichte der Wiedemanns. Aber auch der ehemalige Eingang zur Stadt von Süden, das Rennweger Tor, oder das mittelalterliche Rathaus seien detailgetreu nachgebaut, erklärt Toni Heider.

Exakte Nachbildungen

„Er hat die Gebäude mit unwahrscheinlicher Liebe und maßstabsgerecht gemacht“, sagt Heider über den Erbauer. Jedes Fenster der Blasiuskirche habe ein anderes Maßwerk. „Das hat er genau nachgebildet.“ Die südländische Krippe steht als Gasthaus Lamm im Zentrum des von innen beleuchteten Ensembles.

Der Feuerwehr verbunden

Wiedemann war aktiver Feuerwehrmann und blieb auch später als passives Mitglied seiner Truppe eng verbunden. Deshalb hat die Familie Wiedemann seine Krippe nach dem Tod dem Feuerwehrmuseum überlassen. Sie wird nun zum ersten Mal öffentlich präsentiert. Die acht Kaufbeurer Gebäude werden im Erdgeschoss des Museums hinter einem der großen Rolltore aufgebaut, das geöffnet werden kann. Somit findet die Veranstaltung im Freien statt und die Besucher müssen das Museum nicht betreten. Stefan Geyrhalter hofft, auf diese Weise den strengen Coronaregeln zu genügen.

Glühweinausschank noch unsicher

Ob es zu den Öffnungszeiten auf dem Hof vor dem Museum auch einen Glühweinstand gibt, steht laut Geyrhalter noch nicht fest. Er müsse mit der Stadt erst klären, ob das zulässig sei, sagt er. Detailansichten der Krippe hatte das Feurwehrmuseum bereits im Vorjahr in seinem virtuellen Adventskalender auf der Homepage und auf Facebook gezeigt. Die Krippe hat an allen Adventswochenenden samstags und sonntags sowie am zweiten Weihnachtsfeiertag und am zweiten Januar jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, Spenden kommen der Entwicklung des Museums zugute. Das Museum selbst muss geschlossen bleiben.

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