Fußball SpVgg Kaufbeuren

Die SVK spielt wieder mit - und spielt der ESVK auch mit?

Gruppenbild mit Reporter (von links): Oberbürgermeister Stefan Bosse, Referent Bernd Schmelzer, Rudi Schnippe (Beirat und Förderverein) und SVK-Vorstandssprecher Gerhard Bucher jun.

Gruppenbild mit Reporter (von links): Oberbürgermeister Stefan Bosse, Referent Bernd Schmelzer, Rudi Schnippe (Beirat und Förderverein) und SVK-Vorstandssprecher Gerhard Bucher jun.

Bild: Harald Langer

Gruppenbild mit Reporter (von links): Oberbürgermeister Stefan Bosse, Referent Bernd Schmelzer, Rudi Schnippe (Beirat und Förderverein) und SVK-Vorstandssprecher Gerhard Bucher jun.

Bild: Harald Langer

Förderverein und Vorstand der SpVgg Kaufbeuren präsentieren Aktionen und Ideen. Dabei geht es auch um die Pläne zum Trainigsgelände und die Zaungäste im Parkstadion.
02.06.2022 | Stand: 15:01 Uhr

Endlich wieder gemeinsam: Der Förderverein der SpVgg Kaufbeuren und der Vorstand luden zur Frühjahrstagung – in Präsenz. Dazu hatte Beiratssprecher Rudi Schnippe noch Sport-Kommentator Bernd Schmelzer als Schmankerl eingeladen, der sein Tagebuch von den Olympischen Spielen in Peking in einer erweiterten Version vorstellte. Doch danach stand im Gasthaus Goldener Hirsch ein Lagebericht der SVK an.

Bangen um Fußballkollegen

Der Abend begann aber ernst mit einem Gedenken der Opfer des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Schnippe verwies darauf, dass er als unter anderem als FIFA-Funktionär mit den Menschen aus den ukrainischen Vereinen Dynamo Kiew und Schachtar Donezk zu tun gehabt hatte: „Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das nun vorbei sein soll“, sagte der Beiratssprecher.

Neuer Beirat erfreut die Jugend

Immerhin hatte Schnippe auch Positives zu vermelden: Denn seit Neuestem gehört Ümit Uludag, Geschäftsführer der Heinle Elektronik, dem Beirat an. Weshalb der SVK-Nachwuchs nun endlich komplett in einheitlichen Trikots auflaufen kann, erläuterte Vorstandssprecher Gerhard Bucher jun. Passend dazu seien im sportlichen Bereich die U23 und die U18 Tabellenführer, zudem spielt die von Dominik Deli trainierte C-Jugend in der Bayernliga. Und die Erste Mannschaft, die nach dem Abstieg neu und jung aufgestellt wurde, habe sogar noch Chancen auf den Relegationsplatz in der Bezirksliga, berichtete Bucher weiter. Aber es gebe auch Probleme: Zum einen werde versucht, die Talente der SVK abzuwerben, zum anderen sei es schwer „gute Nachwuchstrainer zu finden – vor allem bezahlbare“, sagte Bucher. Sorgen mache auch die Frauenabteilung mit dem Landesligateam. Das habe zwar mit Christian Eder einen neuen Trainer, aber zwei weitere Coaches und ein Abteilungsleiter fehlen.

Keine Rosen in der Bezirksliga

Da sei die finanzielle Lage weniger aufregend, denn die Erste in der Bezirksliga sei günstiger als zuvor in der Landesliga. „Aber wir sind nicht auf Rosen gebettet“, mahnte Bucher. Der Vorstandssprecher schlug deshalb eine Initiative in und mit der Stadt gleichsam für Schnuppermitgliedschaften vor: Mit jedem Mitglied – und sei dessen regelmäßiger Beitrag noch so klein – erhöhe sich die Planungssicherheit der Vereine.

Plan für das Trainingsgelände

Zumal die SVK nun einen Plan für ihr Trainingsgelände im Haken hat: Dort soll ein Neubau mit Nassräumen, Kabine und Kiosk für 800.000 Euro entstehen und der Altbau, in dem die „Zustände katastrophal“ seien, „mit viel Eigenleistung“ saniert werden, erläuterte Bucher. Doch wann das Vorhaben gestartet werden kann, ist unklar. Oberbürgermeister Stefan Bosse erklärte, dass das „Projekt mit allen anderen Hochbauprojekten der Stadt konkurriere“. Und die Lage auf dem Baumarkt – Firmen, Material, Preise – sei alles andere als gut.

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Die Neuen werden getestet

Dafür sollen die Gespräche mit dem ESV Kaufbeuren weitergehen. Dabei geht es darum, dass bei Heimspielen der SVK im Parkstadion, viele Zuschauer umsonst vom Vorbau des Eisstadions zuschauen. Bucher kündigte an, das weitere Erörterungen mit ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl anstehen. Vorschläge, das Problem zu lösen, gebe es einige: Den Vorplatz bei Heimspielen quasi als bezahlbare Hochtribüne absperren (Karl-Heinz Kielhorn), gemeinsame Aktionen beim Ticketing, der Werbung oder Veranstaltungen (Claus Tenambergen) oder gar ein Fußballspiel SVK gegen ESVK in Turnschuhen auf Eis – das habe Kreitl augenzwinkernd vorgeschlagen, erzählte Bucher.

Aber der Vorstandssprecher kündigte für den Fall die Reaktivierung eine Geheimwaffe an: Denn Alt-Vorsitzender Gerhard Bucher sen. habe noch seine Fußballschuhe im Schrank.