Eishockey ESV Kaufbeuren

Ein Abend für die Ewigkeit - Fans feiern Legenden

Alte Bekannte: Gute Laune bei Patrick Reimer (Mitte, in Weiß) und Michael Wolf, die sich noch aus der DEL kennen – beobachtet vom neuen ESVK-Coach Daniel Jun beim Spiel vor fast 1600 Zuschauern in der Erdgas Schwaben Arena.

Alte Bekannte: Gute Laune bei Patrick Reimer (Mitte, in Weiß) und Michael Wolf, die sich noch aus der DEL kennen – beobachtet vom neuen ESVK-Coach Daniel Jun beim Spiel vor fast 1600 Zuschauern in der Erdgas Schwaben Arena.

Bild: Manuel Weis

Alte Bekannte: Gute Laune bei Patrick Reimer (Mitte, in Weiß) und Michael Wolf, die sich noch aus der DEL kennen – beobachtet vom neuen ESVK-Coach Daniel Jun beim Spiel vor fast 1600 Zuschauern in der Erdgas Schwaben Arena.

Bild: Manuel Weis

Spaß, Spannung und viele Tore: ESV Kaufbeuren siegt vor knapp 1600 Zuschauern im Legendenspiel mit 9:8 gegen Füssen.
02.05.2022 | Stand: 15:00 Uhr

Noch Minuten nach dem Ende des Legendenspiels zwischen dem ESV Kaufbeuren und dem EV Füssen – Endstand: 9:8 für den ESVK – ließen sich die alten Recken auf dem Eis feiern. Die Begeisterung war so gut wie jedem Einzelnen anzumerken. 1599 Menschen waren ins Eisstadion gekommen, um ihre Helden der Vergangenheit noch einmal auf dem Eis zu sehen.

Der eine lehrt Schüler, der andere Joker

Einer davon ist Heiner Römer, in Kaufbeuren noch heute eine Eishockey-Ikone. „Es war ein super Gefühl. 1600 Zuschauer sind ein Traum“, sagte der ehemalige Stürmer, der heute als Lehrer arbeitet. Und jene Kulisse sah ein unterhaltsames Spiel mit einem noch immer wieselflinken Michael Wolf auf Füssener Seite, dem sich treffsicher zeigenden Daniel Jun auf Seiten des ESVK und zahlreichen weiteren Akteuren wie Wolfgang Koziol, Eric Nadeau, Björn Friedl, Uli Hiemer, Thomas Zettlmeier, Dieter Medicus, Christian Baader, Jürgen Simon oder Andreas Kleinheinz, die eines einte: Eine schier unbändige Freude, dieses Match absolvieren zu können. „Dafür trainiert man – ohne Zuschauer – alle zwei Wochen mal, und jetzt durften wir wirklich auch gegen große Namen antreten“, sagte Römer nach dem Match.

Der ehemalige deutsche Kapitän ist noch fit

Einer dieser großen Namen war freilich Michael Wolf, dem einstigen DEL-Spieler des Jahres (2008), mehrfachen deutschen Meister und ehemaligen Kapitän des Nationalteams. Er war nach Spielende einer der gefragtesten Männer, schrieb sogar noch das ein oder andere Autogramm. „Für alle Beteiligten war das ein schönes Spiel“, sagte Wolf, der auf dem Eis den Eindruck erweckte, vermutlich auch in dem ein oder anderen Profi-Match noch gut mithalten zu können. „Ein bisschen was tut man immer noch“, meinte er grinsend auf seine gute Form angesprochen. „Ich habe nicht lange überlegen müssen, zuzusagen“, sagte Wolf, der seit 2019 kein Profispieler mehr ist.

Tiger-Kapitän und Oppi dabei

Bereut haben dürften es auch Max Schmidle und Daniel Oppolzer auf Kaufbeurer Seite nicht. Beide waren erst wenige Tage vor dem Spiel zum ESVK-Legendenkader dazugestoßen. „Oppi“ wurde nach Spielende mit Extra-Spruchbändern aus der Kaufbeurer Kurve geehrt und drehte eine Extra-Runde auf dem Eis. Gekommen war, nach einer für ihn 45 Spiele langen Saison als Kapitän der Nürnberg Ice Tigers in der DEL, auch Patrick Reimer. „Es war ja für eine gute Sache“, sagte der dem ESVK-Nachwuchs entstammende Stürmer zu seinem etwas aufgeschobenen Sommerurlaub. „Es hat mich gefreut, hier nochmals auflaufen zu können. Und es ist ja auch nicht so, dass man an die körperlichen Grenzen gehen musste“, meinte der 39-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Tarieren statt Taktieren

Bei allem Spaß wurde aber auch auf das Ergebnis geschaut. „Das ist ja im Sport dabei, dass man – sobald es auf’s Eis geht – auch auf’s Gewinnen schaut“, sagte Heiner Römer. Die Führung wechselte munter hin und her, beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe. „Wir mussten es taktisch so hinbringen, dass wir mithalten“, sagte Römer mit Blick auf ein mitunter inzwischen sichtbares Gefälle in Sachen Leistungsfähigkeit bei einigen Akteuren.

Dramatik am Ende und "lecker Bierchen" danach

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„Am Ende war es dramatisch, aber das ist klar, das war schließlich schon immer so zwischen Kaufbeuren und Füssen“, erklärte Römer. Mit der Schlusssirene war der launige Eishockeyabend freilich noch lange nicht vorbei. „Noch ein bisschen Quatschen“ stünde auf dem Programm, nannte es Michael Wolf und Heiner Römer sagte: „Wir werden das Spiel nun in der Kabine bei einem lecker Bierchen analysieren und dann hochgehen zu den Fans.“

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