Eishockey ESV Kaufbeuren

Ein großer Schritt - für ESVK-Keeper Dieter Geidl

Dieter Geidl

Es soll aufwärts gehen: Noch ist Dieter Geidl beim ESV Kaufbeuren die Nummer 3 im Tor und kommt derzeit zumeist in der DNL zum Einsatz. Doch Geidl sieht beim ESVK große Möglichkeiten.

Bild: Manuel Weis

Es soll aufwärts gehen: Noch ist Dieter Geidl beim ESV Kaufbeuren die Nummer 3 im Tor und kommt derzeit zumeist in der DNL zum Einsatz. Doch Geidl sieht beim ESVK große Möglichkeiten.

Bild: Manuel Weis

Dieter Geidl aus dem tschechischen Brünn komplettiert das Torhüter-Trio des ESV Kaufbeuren. Einst wäre der 18-Jährige fast beim Baseball gelandet.
30.09.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Eishockey oder Baseball? Diese Frage musste sich Dieter Geidl einst im jungen Teenager-Alter stellen. Seine Wahl fiel auf den Eishockeysport. Wäre das nicht passiert, wäre er logischerweise nun nicht fester Teil der U20 des ESV Kaufbeuren und obendrein als Ersatztorwart der ersten Mannschaft der Joker eingeplant.

Der inzwischen 18-Jährige entstammt dem Nachwuchs seiner tschechischen Heimatstadt Brünn. Bis 2019 spielte er dort beim HCM Warrior, ehe er zum VSK Technika wechselte. 2020 folgte der Wechsel nach Deutschland. Dieter, den alle Didi nennen, kehrte seiner Heimat den Rücken. Vermissen würde er sie durchaus, seine Familie lebt nach wie vor da. Er selbst ist kaum noch in Brünn, vielleicht zwei Mal binnen der zurückliegenden sechs Monate, sagt der Teenager, der nach wie vor Schüler ist, dabei aber eine auf Sportler ausgerichtete Fernschule besucht.

Biologie als Lieblingsfach

Englisch und Biologie, das seien seine beiden Lieblingsfächer, berichtet er – und ja, deutsch lerne er auch. Schon seit der sechsten Klasse, aber das praktische Lernen sei besser und effektiver und die deutsche Sprache darüber hinaus sehr schwer. Etwa die Hälfte des Gesagten würde er verstehen, weshalb er weiterhin Englisch bevorzugt. In der Sprache wird sich auch in der neuen Eishockey-WG unterhalten, die Geidl gemeinsam mit dem ESVK-Nachwuchscrack Leon van der Linde gegründet hat. Neben U20-Trainer Daniel Jun dürfte der Verteidiger somit auch die engste Bezugsperson des neuen Torwarts sein, der ohne Familie ins Allgäu gekommen ist. Nach einer – coronabedingt sehr kurzen Station – in Ingolstadt, die trotz der Kürze „recht fein“ war, ist Kaufbeuren nun der zweite Klub, für den Geidl abseits der tschechischen Heimat aufläuft.

Große Möglichkeiten beim ESVK

„Mein Agent hat mir im Sommer meine Optionen dargelegt,“ berichtet der 18-Jährige. Die Wahl sei auf den ESVK gefallen, wegen der großen Möglichkeiten, die Geidl dort sah. Große Möglichkeiten habe etwa die in der Division I spielende U20-Mannschaft: Nicht weniger als die Meisterschaft sei das Ziel von Geidl, wohl wissend, dass der älteste Kaufbeurer Nachwuchs in der DNL noch nie den Titel geholt hat. Zudem würde er jede Minute genießen, die er bei der ersten Mannschaft verbringen kann.

Von Stefan Vajs lernen

Geidl bildet gemeinsam mit Stefan Vajs und Maximilian Meier das Torhüter-Trio. „Den Namen von Stefan Vajs hatte ich vorher noch nie gehört“, gibt Geidl zu. „Ich kann aber viel von ihm lernen“, meint er nach ersten gemeinsamen Einheiten auf dem Eis. Gleiches gelte für Joker-Trainer Rob Pallin. Auch Geidl bestätigt, dass dieser viel Zeit in junge Spieler investiere. „Er hilft mir sehr“, sagt der 18-Jährige.

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Droht Vajs ein längerer Ausfall?

Nicht mehr ganz so viel Zeit hat Geidl für seine Baseball-Leidenschaft, die er inzwischen nur noch am Bildschirm verfolge – manchmal zumindest, wie er berichtet. Sein direktes Umfeld habe er für den Sport noch nicht begeistern können. „Sie sind nicht so interessiert“, berichtet der Torhüter mit einem Lächeln.

Zur Person:

  • Position: Torwart.
  • Rückennummer: 31.
  • Größe: 185.
  • Gewicht: 77 Kilo.
  • Alter: 18.
  • Geburtsort/Nationalität: Brünn, Tschechisch/Deutsch.
  • Bisherige Vereine: Brünn (Jugend), Ingolstadt.

Die Neuzugänge des ESVK:

Jan Pavlu, Yannik Burghart, Markus Lillich.