Eishockey ESV Kaufbeuren

„Ich will den nächsten Schritt machen“ - Markus Lillich ist zurück

ESVK Markus Lillich Spielervorstellung

Angekommen: Nach zwei Jahren in Bayreuth und Nürnberg ist Markus Lillich wieder zurück in Kaufbeuren – und scort schon fleißig für den ESVK.

Bild: Mathias Wild

Angekommen: Nach zwei Jahren in Bayreuth und Nürnberg ist Markus Lillich wieder zurück in Kaufbeuren – und scort schon fleißig für den ESVK.

Bild: Mathias Wild

Markus Lillich kehrt nach zwei Jahren zum ESV Kaufbeuren zurück. In der Vorbereitung zur DEL2-Saison zeigt der 22-Jährige Torgefahr und Augenmaß.
24.09.2021 | Stand: 17:03 Uhr

Schon als Schüler ist Markus Lillich für den ESV Kaufbeuren aufgelaufen. Doch die vergangenen zwei Jahre spielte der 22-Jährige in Bayreuth und Nürnberg. Aber nun ist Lillich wieder zurück - als einer von fünf Neuzugängen beim ESVK. „Eingewöhnungsschwierigkeiten habe ich keine. Ich kenne ja noch einen Teil der Mannschaft und habe im Sommer auch in Kaufbeuren Fitness trainiert“, berichtet er. In den ersten Testspielen bildete Lillich mit John Lammers und Kapitän Tyler Spurgeon eine Reihe – und zeigte mit Toren gegen Füssen und Ravensburg sowie drei Assists gegen Heilbronn, dass er wohl schon angekommen ist: „Bis jetzt läuft es relativ gut.“

Wenn der ESVK bei Markus Lillich zweimal klingelt

Zwei Jahre war Lillich nicht mehr beim ESV Kaufbeuren. Dabei spielte er für die Bayreuth Tigers in der DEL2 und erzielte 43 Scorerpunkte. Zudem machte er mit einer Förderlizenz zwölf Spiele für die Nürnberg Ice Tigers in der Ersten Liga: „Das war eine super Erfahrung, in die DEL reinzuschnuppern“, berichtet er. Aber die Entscheidung, wieder in Kaufbeuren auf das Eis zu gehen, fiel ihm relativ leicht. „Trainer Rob Pallin und Geschäftsführer Michael Kreitl haben mich angerufen und mich überzeugt, dass ich wieder zurückkomme“, erzählt der Stürmer. (Lesen Sie auch: Dauerkartenverkauf beim ESV Kaufbeuren läuft auf Hochtouren)

Zuletzt wurde die Leidenschaft etwas gebremst

Der gebürtige Memminger hatte früh sein Faible für Bewegungen entdeckt. „Ich bin durch meinen Vater zum Eishockey gekommen und nicht mehr davon weggekommen. Dazu habe ich Leidenschaft und Liebe zum Sport.“ Denn neben Eishockey war und ist Lillich auch gerne beim Badminton, Fahrradfahren und Wandern – Letzteres in den Bergen bei Füssen und Oberstdorf. Der Hobbysport dient ihm dabei zum Ausgleich und verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen, da er sich damit zusätzlich fit hält. „Aber zuletzt war ich nicht so viel unterwegs wegen Corona“, meint er bedauernd. Die Einschränkungen im (Eishockey-) Sport durch die Pandemie seien für ihn schon schlimm gewesen.

ESVK-Kapitän Tyler Spurgeon über Rückkehrer Lillich: „Markus mag den Wettbewerb und kann punkten."
ESVK-Kapitän Tyler Spurgeon über Rückkehrer Lillich: „Markus mag den Wettbewerb und kann punkten."
Bild: Mathias Wild (Archivbild)

Lillich durchlief die Kaufbeurer Jugendmannschaften bis in die DNL, hatte zwei Intermezzi in Memmingen und spielte 2018 schon für die Joker in der DEL2. Der Halbfinaleinzug in der Saison sei sein bislang größter Erfolg, meint Lillich. Schließlich wechselte er 2019 nach Oberfranken, ehe ihn Kreitl und Pallin wieder ins Allgäu lockten. „Jetzt will ich den nächsten Schritt machen“, erklärt die neue Nummer 28. (Lesen Sie auch: ESV Kaufbeuren - EV Füssen: 6:0-Heimsieg im vierten Vorbereitungsspiel)

Markus Lillich: Die Ziele sind gesteckt

Zum einen mit der Mannschaft: „Ich will eine gute Saison spielen, um dem Team so viel wie möglich weiter zu helfen, damit wir es in die Play-offs schaffen“. Und er hat natürlich auch persönliche Ziele: „Viele Tore und Assists – ich hoffe, das kommt im Laufe der Saison.“ Wobei er derzeit mit insgesamt sieben Scorerpunkten in vier Spielen auf einem guten Weg ist. Mit den beiden kanadischen Leistungsträgern Lammers und Spurgeon hat er auch sehr gute Mitspieler in seiner Reihe. Umgekehrt lobt Kapitän Spurgeon: „Markus mag den Wettbewerb und kann punkten“. Und Lillich ist zuversichtlich, dass die Kaufbeurer Mannschaft weit kommt, denn die Play-offs sind „auf jeden Fall“ das Ziel. „Wir haben gute ausländische Spieler und eine ebenso gute Mischung aus Jung und Alt. Damit können wir gutes und modernes schnelles Eishockey spielen“, meint Lillich.

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Natürlich will er sich auch für die Mannschaft weiterentwickeln, aber dahinter steht auch die Hoffnung, es „noch in die DEL zu schaffen“. Zur NHL als weiteres Ziel lacht er nur. Dabei hat er auch einen Spieler in der stärksten Liga der Welt, der ihn inspiriert: „Sidney Crosby war schon als kleines Kind mein Vorbild, da er immer 100 Prozent gibt und einer der besten Spieler in der NHL ist.“ Zumindest der Einsatzwille ist bei Lillich momentan genauso da, denn der 22-Jährige zeigte in den bisherigen Spielen Drang zum Tor, einen Blick für die Nebenspieler und brachte frischen Wind. (Lesen Sie auch: Olympia 2022: Deutsches Eishockey-Team startet gegen Rekordsieger Kanada)

Zur Person:

  • Position: Stürmer.
  • Nummer: 28.
  • Größe: 178 Zentimeter.
  • Gewicht: 83 Kilo.
  • Alter: 22 Jahre.
  • Schießt: Links.
  • Bisherige Vereine: ESV Kaufbeuren, ECDC Memmingen (Junioren), ESV Kaufbeuren, ECDC Memmingen, Bayreuth Tigers, Nürnberg Ice Tigers.

Die Neuzugänge des ESVK: Jan Pavlu, Yannik Burghart.