Familientradition Eiskunstlauf

Oma, Tochter und Enkelin sind begabte Eisläuferinnen aus Kaufbeuren

Trio on Ice (von links): Mikkelina Swenning, Mutter Jennifer Swenning und Großnmutter Monika Schmitz.

Trio on Ice (von links): Mikkelina Swenning, Mutter Jennifer Swenning und Großnmutter Monika Schmitz.

Bild: icemaxxproductions

Trio on Ice (von links): Mikkelina Swenning, Mutter Jennifer Swenning und Großnmutter Monika Schmitz.

Bild: icemaxxproductions

Monika Schmitz, Tochter Jenifer Swenning und Enkelin Mikkelina Swenning aus Kaufbeuren sind und waren erfolgreiche Eiskunstläuferinnen. Das ist ihre Geschichte.
##alternative##
Von Marian Waworka
12.08.2022 | Stand: 13:29 Uhr

Gerade erst laufen gelernt, schon geht es auf’s Eis. Erst üben, dann schlittern, dann tanzen. Das Talent entdeckt, Jugendwettbewerbe, Höchstklasse, Meisterschaften, Nationalteam, Showläufer, Super Star. Die Karrieren der drei Eiskunstläuferinnen Monika Schmitz, Jennifer und Mikkelina Swenning begannen ähnlich und sind doch sehr unterschiedlich. Alle drei Mitglieder der Familie traten in Wettbewerben der höchsten Klasse in Deutschland, den USA und international an.

Monika Schmitz lernte Eislaufen in Oberstdorf

Die 74-jährige Monika Schmitz ging zum ersten Mal mit sechs auf’s Eis. Ihr Vater war ebenfalls ein enthusiastischer Eiskunstläufer, sagt die gebürtige Kaufbeurerin. Und er sei einer der Gründer des Eiskunstlaufs beim ESV Kaufbeuren gewesen. Nach dem Schmitz von ihrem Vater das Schlittschuhlaufen gelernt hatte, lernte sie das Eiskunstlaufen in Oberstdorf. Ihre damalige Trainerin habe ihr Talent entdeckt und ihr vorgeschlagen, für den EC Oberstdorf an Wettbewerben teilzunehmen, erzählt Schmitz: „Damals habe ich dann alles gewonnen.“ Gemeint sind: Bayrische Juniormeisterin, mehrfache deutsche Vizemeisterin, der fünfte Platz in der deutschen Meisterklasse und, ihr größter Erfolg sagt sie, bayrische Vizemeisterin der Meisterklasse.

Später wurde sie dann Trainerin in der Schweiz und schließlich beim ESVK, bei dem ihr Mann auch zehn Jahre lang Sportphysiotherapeut der Ersten Mannschaft gewesen war. Am schönsten war für sie das Reisen, da sie auch international zum Beispiel in England und in Österreich (Wien) zu Wettbewerben angetreten war.

Eisläuferin Jennifer Swenning trifft ihr Vorbild Denise Biellmann

So auch ihre Tochter, Jennifer Swenning aus Kaufbeuren. Von Opa und Mama lernte sie die ersten Runden und hatte später ebenfalls Erfolge wie deutsche Jugendmeisterin, bayrische Vizemeisterin, der achte Platz in der deutschen Meisterklasse – und sie gehörte zum Kader des Nationalteams. „Ich konnte sogar mein großes Vorbild Denise Biellmann beim Showlaufen treffen“, berichtet die 52-Jährige.

Jennifer Swenning bei einer Show auf dem Eis - unverkennbar das Musical Grease.
Jennifer Swenning bei einer Show auf dem Eis - unverkennbar das Musical Grease.

Lesen Sie auch
##alternative##
Eiskunstlauf-Wettbewerb im September

Eiskunstlauf-Elite kommt zur Nebelhorn-Trophy nach Oberstdorf

Sie zog nach ihrer Wettbewerbskarriere in die USA und wandte sich dort dem Showgeschäft zu. Unter anderen spielte sie die Solistin bei Holiday on Ice sowie die Hauptrollen Pearl in „Starlight express“ oder die Sandy in „Grease on Ice“.

Mikkelina Swenning noch aktiv - Familientradition soll weiterleben

Das wäre auch etwas für sie, sagt die Jüngste, Mikkelina Swenning. Für die 17-Jährige gehört das Eislaufen zur Kindheit. Beide ihre Eltern waren mit ihr ständig in den Hallen und obwohl sie erst einmal andere Sportarten ausprobieren wollte, entdeckte sie dann doch das Eiskunstlaufen für sich. „Ich habe das von meinen Eltern und meinen Großeltern. Es hat einfach geklappt“, sagt die Athletin. In den USA gewann sie ebenfalls mehrere Wettbewerbe – wie zum Beispiel die „Florida Open Seniors“ – und kann nun in der Meisterklasse antreten.

Stolz seien sie alle drei, dass Eiskunstlaufen zur Familientradition wurde. Schmitz möchte weiter an Wettbewerben teilnehmen und vielleicht den Fußstapfen ihrer Mutter Folgen und in das Showgeschäft einsteigen. Aber das steht noch in den Sternen, sagt Mikkelina Swenning. Sie fände es aber schön, wenn später ihr Kind irgendwann mal die Tradition fortführen würde und ebenfalls Eiskunstläuferin wird.