Schaden in Millionenhöhe

Großbrand in Kaufbeuren: Flammeninferno zerstört denkmalgeschütztes Gebäude

Großeinsatz in Kaufbeuren: Ein Gebäude auf dem alten Brauereigelände hoch über der Altstadt stand am Donnerstag in Flammen.

Großeinsatz in Kaufbeuren: Ein Gebäude auf dem alten Brauereigelände hoch über der Altstadt stand am Donnerstag in Flammen.

Bild: Alexandra Hartmann

Großeinsatz in Kaufbeuren: Ein Gebäude auf dem alten Brauereigelände hoch über der Altstadt stand am Donnerstag in Flammen.

Bild: Alexandra Hartmann

Auf dem alten Brauereigelände nahe der Altstadt Kaufbeuren und dem Fünfknopfturm ist am Donnerstag ein Gebäude niedergebrannt. Für das Stadtbild war es prägend.
03.06.2022 | Stand: 07:31 Uhr

Flammeninferno auf dem alten Brauereigelände nahe der Altstadt in Kaufbeuren: Dort hat ein Großbrand am Donnerstagnachmittag das historische Hauberrisserhaus weitgehend zerstört. 120 Feuerwehrleute sind derzeit noch mit den Löscharbeiten an dem leerstehenden Gebäude beschäftigt. Die Flammen schlugen am frühen Nachmittag meterhoch aus dem Dach des unbewohnten Hauses. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Erste Informationen von asbesthaltigem Rauch bestätigten sich laut Feuerwehr aber nicht.

Das Dach des Gebäudes stand in Flammen. Von dort aus breitete sich das Feuer auf das Bauwerk aus. Eine riesige schwarze Rauchwolke stand über der Innenstadt. Nach derzeitigen Erkenntnissen befand sich keine Person in dem Haus, das zuletzt leer stand. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden keine Menschen bei dem Feuer und bei den Löscharbeiten verletzt. Die Polizei sperrte den Brandort am Rand der Altstadt weiträumig ab.

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Die Brandfahnder der Kriminalpolizei übernehmen die Ermittlungen zur Brandursache, sobald der Einsatzort sicher betreten werden kann. Derzeit gibt es noch keine Hinweise, warum das Feuer ausgebrochen ist. Auch die Feuerwehrkräfte können das Gebäude noch nicht betreten, da die Brandruine als einsturzgefährdet gilt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf einen siebenstelligen Eurobetrag, also in Millionenhöhe.

Kaufbeuren: OB Bosse erschüttert

Oberbürgermeister Stefan Bosse zeigte sich erschüttert, nachdem er sich ein Bild von den Zerstörungen gemacht hatte. "Ich bin schockiert", sagte er. Wieder sei ein stadtbildprägendes Gebäude ein Raub der Flammen geworden. Anfang vergangenen Jahres brannte der Dachstuhl der denkmalgeschützten Hasenfärbe in der Ganghoferstraße, ebenfalls am Rande der Kaufbeurer Altstadt, ab.

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Das Areal gehörte früher der Aktienbrauerei Kaufbeuren, die letzte große der früher zahlreichen Brauereien in der Stadt. Vor Jahren wurde ein Großteil des brachliegenden Brauereigeländes an einen Investor aus München verkauft, der dort ein neues Wohnquartier plant. Das zerstörte Gebäude trug die Handschrift des berühmten Architekten Georg Joseph von Hauberrisser, der auch auch das neue Münchener Rathaus am Marienplatz und das historische Kaufbeurer Rathaus entworfen hatte. Es handelt sich um ein leerstehendes Gebäude der früheren Rosenbrauerei.

Update 15.50 Uhr:

Der Großbrand auf dem alten Brauereigelände nahe der Kaufbeurer Altstadt ist noch nicht gelöscht, aber unter Kontrolle. Das denkmalgeschützte Hauberrisserhaus ist weitgehend zerstört. Das sechsstöckige Gebäude steht derzeit leer. Dort gab es bis zuletzt Entrümpelungsarbeiten. Menschen kamen nach derzeitigen Erkenntnissen nicht zu Schaden. Das Feuer war gegen 14 Uhr gemeldet worden. Über dem Gelände stand eine weithin sichtbare Rauchwolke. 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind dort nach wie vor im Einsatz. Das historische Gebäude ist einsturzgefährdet.

Update 15.40 Uhr:

Die Löscharbeiten auf dem Afraberg nahe der Kaufbeurer Altstadt gehen unvermindert weiter. Mittlerweile steht fest, dass das leerstehende denkmalgeschützte Hauberriserrhaus durch das Flammeninferno zerstört wurde. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass kurz nach dem ersten Notruf Alarmierungen zu weiteren Bränden im Innenstadtbereich eingingen. Es wurden praktisch gleichzeitig Feuer in der Unteren Bleiche und in der Kaiser-Max-Straße gemeldet. Oberbürgermeister Stefan Bosse geht aber nicht von mutwilligen Fehlalarmen aus, sondern von Missverständnissen angesichts der starken Rauchentwicklung. Dennoch rückten zahlreiche nachalarmierte Feuerwehrleute auch zu diesen mutmaßlichen Einsatzorten aus.

Update 15.30 Uhr:

Das Feuer auf dem alten Brauereigelände nahe der Kaufbeurer Altstadt wütet weiter. Dort brennt das denkmalgeschützte, leerstehende Hauberrisserhaus der ehemaligen Rosenbrauerei. Oberbürgermeister Stefan Bosse ist zum Ort des Infernos geeilt, um sich über die Löscharbeiten und die Gesundheit der Feuerwehrkräfte zu informieren. "Ich bin schockiert", sagte er in einer ersten Stellungnahme. "Es war gleich klar: Das ist eine Katastrophe." Wieder sei ein stadtbildprägendes Gebäude ein Raub der Flammen geworden. Anfang vergangenen Jahres brannte der Dachstuhl der denkmalgeschützten Hasenfärbe in der Ganghoferstraße, ebenfalls am Rande der Kaufbeurer Altstadt, ab. Bosse befand sich gerade in einem Gespräch in seinem Büro im Alten Rathaus, als ihn ein Mitarbeiter auf die massive Rauchwolke aufmerksam machte. Vom Dienstsitz des Oberbürgermeisters ist das historische Gebäude hoch über der Altstadt direkt zu sehen.

Update 15 Uhr:

Im Zentrum von Kaufbeuren brennt ein historisches Gebäude. Zahlreiche Rettungskräfte sind im Einsatz am Afraberg, wo das sogenannte Hauberrisserhaus auf dem alten Brauereigelände in Flammen steht. Anwohnner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen halten. Mittlerweile steht fest, dass das vermutlich völlig zerstörte Gebäude einsturzgefährdet ist. Laut Feuerwehr-Kommandant Helmut Winkler ist es den Einsatzkräften derzeit nicht möglich, von innen zu löschen. Von außen gehen die Löscharbeiten unvermindert weiter. Mehr als 120 Einsatzkräfte aller Feuerwehren in der Stadt und aus Marktoberdorf sowie weitere Kräfte von Rettungsdiensten und Polizei sind am Einsatzort. Auch die Flughafenfeuerwehr mit ihren Löschkanonen rückte vom nahen Fliegerhorst an.

Ursprungsmeldung zu Brand in Kaufbeuren

Über der Innenstadt ist eine große Rauchwolke sichtbar. Noch ist nicht abschließend geklärt, ob sich Menschen in dem Gebäude befinden. Vize-Feuerwehrkommandant Stefan Ostenrieder geht davon aus, dass sich in dem Gebäude keine Personen aufhalten. Über dem Gelände kreist ein Polizeihubschrauber.

Gelblicher Rauch: Nina-Warnapp ausgelöst

Über die Nina-Warnapp, die Notfall-Informations- und Nachrichten- App des Bundes, wurde eine Alarmmeldung an die Bevölkerung ausgegeben, da es eine massive Rauchentwicklung gibt. Die Sofortmeldung sei wegen der gelblichen Farbe und einer möglichen Gesundheitsgefährdung erfolgt, wie die Feuerwehr mitteilt. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen, Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten. Zwischenzeitlich gibt es Entwarnung, zumal der Rauch nicht in angrenzende Wohngebiete zieht.

Zahlreiche Einsatzkräfte mit schwerem Atemschutz bekämpfen die Flammen von außen und innen. Dabei müssen die Feuerwehrleute äußerst vorsichtig vorgehen. Denn noch ist unklar, ob das alte Gebäude einsturzgefährdet ist. Fest steht laut Feuerwehr mittlerweile, dass angrenzende Gebäude nicht betroffen sind. Es sei auch nicht zu befürchten, dass Flammen auf Nachbarhäuser übergreifen.

Kaufbeuren: Brand auf dem alten Brauereigelände ausgebrochen

Laut ersten Informationen ist die alte Rosenbrauerei auf dem alten Brauereigelände in Kaufbeuren betroffen. Aus dem alten Gebäude schlagen offene Flammen.

Denkmalgeschütztes Haus in Flammen

Das Feuer wütet auf dem alten Brauereigelände am Rand der Kaufbeurer Altstadt. Dort wird schon lange kein Bier mehr gebraut. Die Flammen schlagen aus dem dem Dach des denkmalgeschützten Hauberrisserhauses, das im Zentrum des weitläufigen brachliegenden Areals steht. Das weithin sichtbare historische Haus steht laut Feuerwehr leer.

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