Ringen TSV Westendorf

Hochkarätiger Ersatzwettbewerb für Ringer aus dem Ostallgäu

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Niklas Stechele (vorne) beim World-Cup in Belgrad. Der Westendorfer ringt in der Bundesliga für Kleinostheim.

Bild: Gerhard Remus

Niklas Stechele (vorne) beim World-Cup in Belgrad. Der Westendorfer ringt in der Bundesliga für Kleinostheim.

Bild: Gerhard Remus

Die nationalen Titelkämpfe im Ringen fallen aus. Doch Chris Kraemer und Niklas Stechele aus Westendorf treten bei „Interner Meisterschaft“ an.
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Von Allgäuer Zeitung
16.07.2021 | Stand: 05:00 Uhr

Der Deutsche Ringer-Bund hat bereits vor Wochen signalisiert, heuer für Männer und Frauen erneut keine nationalen Titelkämpfe auszurichten. Die letzten Meisterschaften fanden deshalb 2019 in Kaufbeuren und Riegelsberg (Saarland) statt. Denn schon im vergangenen Jahr wurden coronabedingt keine Medaillen vergeben. Nun soll eine „Interne Meisterschaft“ den Bundestrainern wenigstens einen Überblick über die Leistungsdichte in Form eines Kaderturniers geben. Christopher Kraemer und Niklas Stechele vom TSV Westendorf sind ebenfalls mit dabei.

Chris Kraemer schreit seine Freude nach einem Sieg hinaus:.
Chris Kraemer schreit seine Freude nach einem Sieg hinaus:.
Bild: Mathias Wild

Kraemer geht im Limit bis 63 Kilo auf die Matte im unterfränkischen Hösbach. Der 25-jährige Kaderathlet des Deutschen Ringer-Bundes startet im griechisch-römischen Stil. Zum jetzigen Stand haben insgesamt nur sechs Ringer für diese Gewichtsklasse gemeldet. Der Ostallgäuer hat mit Andrej Ginc (Frankfurt/Oder) einen direkten Konkurrenten zum Gegner. Erschwerend kommt hinzu, dass der Trainingspartner des dreifachen Weltmeisters Frank Stäbler, Abdolmohammad Papi (KSV Musberg), ebenfalls an den Start gehen wird. Vom SC Oberölsbach gibt es noch einen weiteren bayerischen Starter.

Kaum Trainingsmöglichkeiten für Kraemer

„Für mich ist das Kaderturnier die nächste Hürde auf dem Weg zur Nominierung für die Weltmeisterschaft in Oslo“, sagt deshalb Christopher Kraemer. Er hofft, dass er sich gut präsentieren kann. Zahlreiche Turniere mussten heuer wegen der Pandemie abgesagt werden. Nur in Polen stand der DRB-Athlet im Juni auf der Matte, wo er die Bronzemedaille erkämpfte. Von daher nimmt Kraemer jede Möglichkeit mit, sich national und international zu beweisen. Mitte September geht es für ihn zu den Thor Masters nach Dänemark. Selbst die Bundesligakämpfe, die er für den SC Siegfried Kleinostheim bestreitet, dienen ihm als Vorbereitung.

Niklas Stechele steigt auf

Auch sein Westendorfer Vereinskollege Niklas Stechele wird in Hösbach auf die Matte gehen. Statt im Limit bis 57 Kilo schreitet der 21-jährige Freistilspezialist eine Gewichtsklasse höher (61 kg) über die Waage. Neben den bayerischen Athleten Robert Molnar (SC Anger) und Daniel Walter (Johannis Nürnberg) komplettieren noch Ramzan Awtaev (TV Essen-Dellwig), Julien Zinser (VfK Schifferstadt), Viktor Lyzen (KSV Köllerbach), Nico Megerle (ASV Urloffen), Ashot Shahbazyan (ASV Mainz) und Moritz Langer (KFC Leipzig) das neunköpfige Teilnehmerfeld. Für Stechele zählen besonders Viktor Lyzen und Nico Megerle zu den Favoriten. „Ich mache mir da wenig Druck, kämpfe einfach“, so die Marschroute des Westendorfers. Er macht sich trotzdem mit einer guten Platzierung in der fremden Gewichtsklasse Hoffnungen auf eine Nominierung für die U23-WM in Belgrad oder die Männer-WM in Oslo.