Fremder spricht Schülerin an

Kind ins Auto gelockt? Elternbrief sorgt für Alarm in Kaufbeuren

Vor dem neuen Rathaus in Kaufbeuren (gegenüber dem Forettle-Center) soll ein Fremder versucht haben, eine Schülerin ins Auto zu locken. So geht es aus einem Elternbrief hervor, der vielfach in den sozialen Medien geteilt wird.

Vor dem neuen Rathaus in Kaufbeuren (gegenüber dem Forettle-Center) soll ein Fremder versucht haben, eine Schülerin ins Auto zu locken. So geht es aus einem Elternbrief hervor, der vielfach in den sozialen Medien geteilt wird.

Bild: Mathias Wild (Archiv)

Vor dem neuen Rathaus in Kaufbeuren (gegenüber dem Forettle-Center) soll ein Fremder versucht haben, eine Schülerin ins Auto zu locken. So geht es aus einem Elternbrief hervor, der vielfach in den sozialen Medien geteilt wird.

Bild: Mathias Wild (Archiv)

Ein Brief besorgt Eltern in Kaufbeuren. Eine Schülerin soll von einem Fremden angesprochen worden sein. Es sei nicht der einzige Fall in letzter Zeit gewesen.
14.10.2021 | Stand: 16:44 Uhr

"Liebe Eltern, am Anfang dieser Woche wurde eine Schülerin unserer Schule auf dem Schulweg von einem jungen Mann aufgefordert, in sein Auto zu steigen..."

So beginnt ein Elternbrief der Josef-Landes-Schule in Kaufbeuren, der aktuell vielfach auf Instagram und Facebook geteilt wird. Um Fake-News handelt es sich dabei nicht, bestätigt Schulleiterin Sabine Thoma auf Anfrage unserer Redaktion. Ihr Name steht unter dem Elternbrief - den Vorfall hatte eine ihrer Schülerinnen gemeldet.

"Gott sei Dank", so weiter im Brief, sei nichts passiert. Die Schülerin konnte "weglaufen." Und das sei nicht der einzige Vorfall in Kaufbeuren in der letzten Zeit. Die Veröffentlichung der Elternpost sei mit der Polizei in Kaufbeuren abgestimmt gewesen, so Thoma.

Kinder in Kaufbeuren belästigt? Das sagt die Polizei

Wie die Kaufbeurer Polizei inzwischen ermitteln konnte, handelt es sich in diesem Fall um ein "mehr oder minder großes Missverständnis". Zwar wurde, so Polizeisprecher Dominic Geißler, eine 15-jährige Schülerin mehrfach von einem 21-jährigen Mann angesprochen - auf Nachfrage der Polizei stellte sich jedoch heraus: "Das waren Flirtversuche. Von einem 'ins Auto locken, kann keine Rede sein", so Geißler. Und das sei per se nicht strafbar. (Lesen Sie auch: Prostituierte bietet unerlaubt Dienste übers Internet an - Polizei erwischt 20-Jährige)

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Dennoch seien Beamte auf den inzwischen identifizierten 21-Jährigen zugegangen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sei der aktuelle Fall bei der Polizei noch nicht bekannt gewesen. "Hier gab es offenbar ein Missverständnis zwischen Schulleitung und der Kaufbeurer Dienststelle."

Mehrere Kinder in der letzten Zeit in Kaufbeuren angesprochen?

In den vergangenen Wochen gab es laut Geißler einen weiteren Fall in Kaufbeuren, bei dem ein 25-jähriger Mann einen 14-Jährigen nach dessen Namen und Schule gefragt hatte. Sonst seien keine Anzeigen bei der Polizei eingegangen. (Lesen Sie auch: Darum will Kaufbeuren Feuerwerk in der Altstadt verbieten)

Die Schule will nun erneut auf Eltern und Schüler zugehen, sagt Geißler, und nach Rücksprache mit der Polizei die Situation in einem weiteren Elternbrief aufklären.

Eltern, die sich nun um ihre Kinder sorgen, kann Geißler beruhigen: "Dass Kinder in Autos gelockt und entführt werden", sei extrem selten, sagt er.

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