Schwierigkeiten beim Großeinsatz, eine Person schwer verletzt

Großbrand in Leinau: Schweißarbeiten könnten Feuer ausgelöst haben

Feuer in Leinau: Großeinsatz für die Feuerwehr in der Nacht zum Mittwoch, ein landwirtschafliches Anwesen stand in Flammen. Am Tag danach ist das Ausmaß deutlich zu sehen.

Feuer in Leinau: Großeinsatz für die Feuerwehr in der Nacht zum Mittwoch, ein landwirtschafliches Anwesen stand in Flammen. Am Tag danach ist das Ausmaß deutlich zu sehen.

Bild: Mathias Wild

Feuer in Leinau: Großeinsatz für die Feuerwehr in der Nacht zum Mittwoch, ein landwirtschafliches Anwesen stand in Flammen. Am Tag danach ist das Ausmaß deutlich zu sehen.

Bild: Mathias Wild

Bei dem Großbrand in Leinau nahe Kaufbeuren ist eine Halle komplett niedergebrannt. Der Kreisbrandinspektor berichtet von den Schwierigkeiten beim Großeinsatz.
25.08.2021 | Stand: 18:11 Uhr

Update 12.15 Uhr: Kreisbrandinspektor berichtet von Großeinsatz - Bürgermeister: "Leinau hält zusammen"

Lesen Sie auch unseren Artikel: Großbrand in Leinau: Ein Dorf unter Schock

Bei dem Großbrand in Leinau ist in der Nacht die Arbeitshalle komplett zerstört worden. Laut Polizei hatten der mutmaßliche Verursacher des Brandes und Anwohner die Feuerwehr am späten Dienstagabend selbst verständigt. Er zog sich bei Löschversuchen schwere Verbrennungen an den Händen und eine Rauchvergiftung zu.

„Die Halle stand im Vollbrand, als wir eintrafen“, berichtete Kreisbrandinspektor Georg Trautwein heute. Die Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot an. Gegen Mitternacht brachten die gut 100 Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Das Feuer zerstörte die Arbeitshalle und einen angrenzenden Stadel. Das Wohnhaus nahe der Halle wurde gerettet, aber schwer beschädigt.

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Keine Hinweise auf Verletzte

Großbrand in Supermarkt in Allershausen: Feuerwehr hat die Flammen unter Kontrolle

Zu schaffen machte den Feuerwehrleuten auch der Nordostwind, da Flammen und Rauch weitere Wohngebäude und die nahe Kirche St. Nikolaus bedrohten. Durch den massiven Löschwassereinsatz sei es jedoch zu keinen weiteren schweren Schäden gekommen, sagte Trautwein.

Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes betreuten mehrere betroffene Anwohner in einer nahen Gaststätte. Einige verbrachten den Rest der Nacht bei Bekannten. „Das Dorf hält zusammen“, sagte Bürgermeister Herbert Hofer am Mittwoch. „Sollten Ausweichquartiere nötig sein, helfen wir natürlich.“

Update, 10.30 Uhr: Fotos - der Tag danach

Am Morgen nach dem Großbrand ist das ganze Ausmaß deutlich sichtbar.

Bilderstrecke

Großbrand in Leinau am Tag danach

Update, 7.30 Uhr: Schweißarbeiten sollen in Zusammenhang mit Feuer stehen

Es gibt neue Details zu einer möglichen Brandursache: Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen Schweißarbeiten am Abend in der landwirtschaftlichen Halle und dem verheerenden Feuer gibt.

In der Nacht waren die Feuerwehren Pforzen, Irsee, Ingenried, Obergermaringen und Kaufbeuren, sowie Mitglieder der Kreisbrandinspektion waren mit etwa 70 Einsatzkräften und der Rettungsdienst mit 15 Helfern im Einsatz. Die Polizei war mit zehn Beamten vor Ort.

Update, 5 Uhr: Feuer unter Kontrolle, Schaden von einer Million Euro

Wie die Polizei mitteilt, wurde beim Brand einer landwirtschaftlichen Halle in Leinau bei Kaufbeuren ein Mann schwer verletzt. Nach Polizeiangaben musste er in der Nacht zum Mittwoch mit Brandverletzungen an den Händen und einer Rauchgasvergiftung in eine Klinik gebracht werden. Eine weitere Person wurde leicht verletzt.

Nach Einschätzung der Polizei entstand ein Schaden von einer Million Euro. Die Feuerwehr habe das Feuer im Lauf der Nacht unter Kontrolle gebracht. Am Abend war die Rauchwolke, die über der Gemeinde hing, über viele Kilometer weit zu sehen.

Update 0.45 Uhr: Mehrere Personen schwer verletzt, einer schwer

Eine ehemalige landwirtschaftliche Halle in Leinau bei Kaufbeuren ist in der Nacht zum Mittwoch komplett niedergebrannt. Mehrere Menschen wurden verletzt, ein Mann offenbar schwer. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Nach einem massiven Löscheinsatz brachten die 100 eingesetzten Feuerwehrleute den Brand gegen Mitternacht unter Kontrolle. Die Halle, bei der es sich um eine Werkstatt handeln soll, wurde zerstört. Ein angrenzendes Wohnhaus konnten die Einsatzkräfte retten. Das Feuer fraß sich dort bis zur Brandmauer vor. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Feuers aufgenommen, über die zurzeit noch nichts bekannt ist. Die Nachlöscharbeiten sollen die ganze Nacht dauern.

Update 0.10 Uhr: Mehrere Verletzte - sie wollten das Feuer noch löschen

Bei dem Großbrand in Pforzen-Leinau in der Nacht zum Mittwoch sind mehrere Menschen verletzt worden. Ein Anwohner sei schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Murnauer Unfallkrankenhaus geflogen worden, ein weiterer werde im Kaufbeurer Klinkum behandelt, so die ersten Angaben der Feuerwehr am Einsatzort. Über die Art der Verletzungen ist noch nichts bekannt. Die Betroffenen zogen sich die Blessuren offenbar bei ersten Löschversuchen zu. Sechs bis acht Leichtverletzte werden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen und Schocks vor Ort versorgt. Auch das Kriseninterventionsteam ist im Einsatz.

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Großbrand in Leinau (Ostallgäu)

22.15 Uhr - Erstmeldung: Großeinsatz in Leinau - landwirtschaftliches Anwesen steht in Flammen

Zahlreiche Rettungskräfte sind in der Nacht zum Mittwoch bei einem Großbrand in Leinau im Einsatz (Ortsteil von Pforzen). Dort brennt seit dem späten Dienstagabend ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen. Eine Halle ist bereits komplett niedergebrannt. Mehrere Fahrzeuge, die dort untergestellt sind, wurden zerstört. Das Feuer und die Rauchsäule sind weithin zu sehen.

Die Flammen greifen zudem auf ein Wohnhaus über. Die Feuerwehr versucht mit massivem Löschmitteleinsatz, diesen Trakt zu retten. Immer wieder brechen Teile der brennenden Scheune in sich zusammen.

Von Verletzten ist derzeit nichts bekannt. Ob sich Tiere in dem niedergebrannten Gebäude befanden, ist ebenfalls unklar. Über die Ursache des Großbrandes können derzeit weder die Feuerwehr noch die Polizei Angaben machen. Die Löscharbeiten sollen die ganze Nacht über dauern.

Derweil verlegen die Einsatzkräfte Löschwasserleitungen über mehrere Hundert Meter zur Wertach. Traktoren rollen durchs Dorf, deren Fahrer Löschwasser und Hilfsmaterial transportieren.

Mehrere Großbrände im Allgäu

Im Allgäu gab es im Frühjahr schon mehrere Großbrände auf landwirtshaftlichen Anwesen - die Polizei sprach im März von einer "ungewöhnlichen Häufung".

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Große Brände im Allgäu 2021

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