Motorradsport

Pleuelstange im Getriebe - Max Banholzer im Pech

Max Banholzer

Schöne Seite: Motocroos macht Spaß, wenn die Technik heil bleibt. Doch neben coronabedingten Rennausfällen hatte Max Banholzer heuer auch mit dem Material seine Probleme.

Bild: Team Banholzer

Schöne Seite: Motocroos macht Spaß, wenn die Technik heil bleibt. Doch neben coronabedingten Rennausfällen hatte Max Banholzer heuer auch mit dem Material seine Probleme.

Bild: Team Banholzer

Der Blonhofener Max Banholzer beendet seine erste Saison im Motocross mit zwei bemerkenswerten Pannen. Das aber entfacht bei dem Supermoto-Vizeweltmeister Ehrgeiz.
01.10.2021 | Stand: 11:30 Uhr

„Ich habe mich entschlossen, die Saison abzuhaken“, meint ein enttäuschter Max Banholzer. Der 22-Jährige stieg erst dieses Jahr auf Motocross (MX) um, nachdem er zigfacher Juniorenmeister, zweifacher Vizeweltmeister mit der Mannschaft und zuletzt Sechster in der Internationalen Meisterschaft im Supermoto gewesen war. Doch die erste Saison im MX bescherte dem Blonhofener Pleiten, Pech und Pannen. Im letzten Rennen setzte ihn ein kapitaler Motorschaden außer Gefecht.

Ausrufezeichen mit dem AMC Kempten gesetzt

Für Banholzer sollte es heuer erst einmal darum gehen, wo er sich beim MX einordnet – schließlich wollte er heuer unter ernsthaften Wettbewerbsbedingungen starten. Doch auch 2021 sorgte die Corona-Pandemie dafür, dass reihenweise Rennen ausfielen. Eine geregelte Teilnahme an einer Serie war deshalb für den Blonhofener nicht möglich. Immerhin setzte er dennoch zwei Ausrufezeichen: Beim Motocross of Clubs für die deutschen MX-Vereine erreichte er mit dem AMC Kempten den zehnten Platz. Und bei der „100 the Challenge“, einem Supercross-Wettbewerb, an dem er teilnahm, um überhaupt irgendwo zu fahren, erreichte er das Achtelfinale.

Max Banholzer
Max Banholzer
Bild: Max Banholzer

Um dennoch MX zu fahren, ging Banholzer nun in Kaltenholzhausen in der MSR Meisterschaft als Gaststarter auf die Piste. Die Strecke mit vielen Auf- und Abfahrten hatte es ihm angetan: „Mein erster Eindruck war: einfach nur geil.“ Im Training hatte er auch Spaß und sicherte sich eine gute Startposition. Im ersten Lauf schaffte er fast ein Holeshot. Nach drei Runden war Banholzer auf Platz vier und behielt diesen bis zum Ende. Im Fahrerlager kam aber die böse Überraschung: „Ich sah, dass mein Kühler geplatzt war.“ Der 22-Jährige flickte die Anlage notdürftig mit Kaltmetall. Doch die Zeit bis zum Rennen war zu knapp: „Der Kühler war am Start sofort undicht“, erzählt Banholzer, der den zweiten Lauf deshalb verpasste. Dennoch reparierte er das Teil, um am nächsten Tag noch in der Masters-Klasse zu starten. Doch im Zeittraining geschah dann das nächste Malheur.

35 Meter in der Luft, dann blockiert das Hinterrad

„Nach einem 35 Meter-Sprung bergab holte ich Anlauf und drückte den nächsten Sprung weg für eine schnelle Runde. Ausgerechnet beim Gasgeben in der Landung machte es einen lauten Schlag und mein Hinterrad blockierte, sodass ich fast über den Lenker abgestiegen wäre“, berichtete der Blonhofener. Im Fahrerlager langte ihm ein Blick, um zu sehen, was die Ursache war: „Mir ist das Pleuel abgerissen und hat nach vorne und hinten ins Getriebe geschlagen.“ Enttäuscht fuhr er nach Hause: „Ein Rennwochenende, das ich ganz schnell vergessen und abhaken muss.“

Anspruchsvolles Programm inklusive der Masters

Weitere Starts bei den ADAC MX Masters waren dadurch hinfällig und da die Südbayernserie komplett abgesagt wurde, legt Banholzer nun für heuer eine Rennpause ein. „Diese Saison hatte mehr Tiefen als Höhen“, bilanziert Banholzer. Nächstes Jahr will er die komplette deutsche Meisterschaft fahren und bei den MX Masters Gaststarts machen. Dazu plant er weitere Starts etwa in der Südbayernserie. „Aufgeben ist ja auch keine Option“, meint er zu seinem anspruchsvollen Programm.

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