Reitsport

Romina Nieberle ist auch mit ihrem neuen Pferd erfolgreich

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Romina Nieberle und Wallach Free Willy holten sich den Doppelsieg beim Turnier in Pfaffenhofen.

Bild: Fotoagentur Herrmann

Romina Nieberle und Wallach Free Willy holten sich den Doppelsieg beim Turnier in Pfaffenhofen.

Bild: Fotoagentur Herrmann

Mit ihrem Wallach Free Willy glänzt die Ostallgäuerin beim Turnier in Pfaffenhofen. Hinter dem Erfolg steckt aber auch eine traurige Geschichte.
02.06.2021 | Stand: 17:21 Uhr

Einen Doppelsieg holte Reiterin Romina Nieberle bei ihrem Auftritt kürzlich beim Turnier in Pfaffenhofen. Die 20-Jährige vom Ländlichen Reit- und Fahrverein Gennachtal entschied an beiden Tagen die Dressurprüfungen der Klasse S* für sich, am zweiten Turniertag war Nieberle auch in der Kür erfolgreich.

Schmerzhafte Erinnerungen an Halina

Bei der Siegerehrung gab es aber nicht nur Freudentränen bei Romina Nieberle. Zu frisch waren noch die Erinnerungen an ihr bisheriges Erfolgspferd Halina. Von der äußerst erfolgreichen Stute, mit der die Ostallgäuerin in den letzten Jahren einen kometenhaften Aufstieg von der A-Dressur bis zu mehreren Siegen in der Schweren Klasse (S-Dressur) erreichte, musste sich Familie Nieberle vor sieben Wochen nach schwerer Krankheit verabschieden.

Zufällig wurde der Familie bereits vor einem Jahr ein Nachwuchspferd für Romina angeboten. Die Entscheidung fiel schnell und Free Willy, ein riesiger Fuchswallach mit einem Stockmaß von 1,85 Meter, zog in den Stall der 20-Jährigen ein. Irgendwann, so der Plan von Romina Nieberle, sollte Free Willy in die Fußstapfen von Halina steigen.

Der Einstand gelingt der Ostallgäuer Reiterin gut

Dieser Zeitpunkt war nun gekommen und zuvor waren bereits die ersten Starts im letzten September in Dressurprüfungen der Klasse M* (Babenhausen) und M** (Kreuth) verheißungsvoll verlaufen. Alle drei Prüfungen gewann die Reiterin aus Gennachhausen gewinnen, zwei davon sogar mit Noten von über 70 Prozent.

Beim jüngsten Wettbewerb in Pfaffenhofen an der Ilm ging Nieberle als achte Starterin ging Nieberle mit ihrem Fuchswallach in das Viereck. Für das junge Paar war es erst die dritte gemeinsame Dressurprüfung in der schweren Klasse. Mit einer starken Runde beeindruckten die beiden die Wertungsrichter, gingen mit 69,520 Prozentpunkten in Führung und verteidigten diese bis zum Schluss.

Gute Noten von den Wertungsrichtern für Romina Nieberle

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Neun Paare aus dieser Prüfung qualifizierten sich für die St. Georg-Kür, Nieberle knüpfte dabei nahtlos an ihre Leistungen vom Vortag an. Zu imposanter Musik ritt sie mit Free Willy zu einem Gesamtergebnis von 75,583 Prozentpunkten, was vorerst die Führung bedeutete. Zwei Wertungsrichter gaben ihr in der B-Note für die künstlerische Gestaltung sogar eine Note von über 8. Bei den beiden letzten Reitern musste Nieberle nochmals kurz gezittert werden, aber es reichte schließlich auch in dieser Kür zum Sieg.