Geschichte

Sakrale Kunstwerke kehren nach Kaufbeuren zurück

Mehrere historische Abendmahlkelche, Kannen, ein Taufgeschirr, eine Patene und eine Hostiendose sind nach der Restaurierung wieder zurück in der Dreifaltigkeitskirche bei Pfarrer Alexander Röhm.

Mehrere historische Abendmahlkelche, Kannen, ein Taufgeschirr, eine Patene und eine Hostiendose sind nach der Restaurierung wieder zurück in der Dreifaltigkeitskirche bei Pfarrer Alexander Röhm.

Bild: Mathias Wild

Mehrere historische Abendmahlkelche, Kannen, ein Taufgeschirr, eine Patene und eine Hostiendose sind nach der Restaurierung wieder zurück in der Dreifaltigkeitskirche bei Pfarrer Alexander Röhm.

Bild: Mathias Wild

Die Dreifaltigkeitskirche hat jahrhundertealt Abendmahlsgeräte in Würzburg restaurieren lassen. Bald werden die kostbaren Schätze wieder in Gebrauch genommen.
16.11.2021 | Stand: 14:23 Uhr

Das Ensemble ist wieder vollständig. Die zum Teil mehrere Jahrhunderte alten goldenen Abendmahlsgeräte sind nach ihrer Restaurierung in die Dreifaltigkeitskirche zurückgekehrt.

Darunter befinden sich unter anderem zwei Abendmahlskannen und die dazugehörigen Zwillingskelche, eine Hostiendose und eine Patene, alle ursprünglich aus einer Augsburger Werkstatt. In Kaufbeuren gefertigt wurde hingegen das Taufgeschirr. Der älteste Kelch stammt aus dem Jahr 1573.

Traditionsreiche Gegenstände aus Kaufbeuren und Augsburg

„Wir haben alles noch in Gebrauch“, erklärt Pfarrer Alexander Röhm. Die Restaurierungskosten in Höhe von 46.000 Euro teilen sich die Landeskirche, der Förderverein und die Kirchengemeinde. Jetzt seien die traditionsreichen Kunstwerke wieder für Generationen gesichert, freut sich Röhm.

Die Gegenstände waren in zwei Tranchen nach Würzburg in die Gold- und Silberschmiede Markus Engert geschickt worden, wo sie in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt wurden. Die ersten Objekte kehrten bereits im Sommer zurück.

Vor der Restaurierung waren sie teilweise beschädigt oder falsch gelötet. Zudem habe sich das Gold durch den Gebrauch im Laufe der Jahrhunderte abgerieben. Die Kelche wurden nun neu vergoldet.

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„Wenn wir das nicht gemacht hätten, dann hätten wir sie als Museumsstücke nehmen, aber nicht im Gottesdienst gebrauchen können“, erklärt Röhm.

So können Bürger die kostbaren Schätze sehen

Die kostbaren Schätze werden im Tresor aufbewahrt und kommen nur zu Hochfesten heraus. „Wir bieten aber künftig Führungen nach dem Gottesdienst an, bei denen man sie besichtigen kann“, kündigt Röhm an.

Der Pfarrer möchte die Kunstgegenstände für ein kleines Büchlein fotografieren lassen. Zudem soll es einen Beitrag in der Fachzeitschrift „Kunst und Kirche“ geben. „Am ersten Advent, wenn auch die neuen Glocken geweiht werden, werden sie zum ersten Mal in Gebrauch genommen.“