Motorradsport: Peter Banholzer

Schlitterpartie auf das Podest - Peter Banholzer holt auf

Alles im Griff: Peter Banholzer scheint in der IDM im Supermoto immer besser in Schwung zu kommen.

Alles im Griff: Peter Banholzer scheint in der IDM im Supermoto immer besser in Schwung zu kommen.

Bild: Banholzer

Alles im Griff: Peter Banholzer scheint in der IDM im Supermoto immer besser in Schwung zu kommen.

Bild: Banholzer

Peter Banholzer rückt nach einer Aufholjagd und der schnellsten Rundenzeit in St. Wendel beim Rennen zur Internationalen Deutschen Meisterschaft im Supermoto vor.
03.07.2022 | Stand: 13:30 Uhr

Blonhofen Eine fulminante Aufholjagd und die schnellste Rundenzeit sicherten Peter Banholzer in den beiden Läufen in St. Wendel viele Punkte und einen Platz auf dem Podium. Der Supermoto-Fahrer aus Blonhofen rückte damit in der Gesamtwertung in der Internationalen Deutschen Meisterschaft S1 (450ccm) wieder deutlich an die Führenden heran.

Bei 30 Grad den Fahrtwind gesucht

Zum Saisonauftakt in Schaafheim hatte der Vizemeister 2020 mit den Plätzen fünf und sechs auf der engen Strecke gehadert. In St. Wendel war alles anders, denn die Bahn gehört zu den Lieblingsstrecken des 25-Jährigen vom AMC Kempten. Offenbar geht es aber auch anderen Fahrern so, denn es waren 30 Teilnehmer am Start. Dennoch holte sich Banholzer im Zeittraining eine Position in der ersten Startreihe. Bei über 30 Grad ging der Lauf für den Fahrer vom MH Motorsport auf Platz zwei gut los – doch nach einem Unfall musste er neu gestartet werden.

Rutschpartie in die Strohballen

Und dieses Mal erwischte es Banholzer: Ihm rutschte das Hinterrad weg. „Das ging so schnell, ich konnte nicht reagieren“, meinte der Husqvarna-Pilot. Und er selbst rutschte ebenfalls auf dem Asphalt, und zwar so lange, bis er in die Strohballen einschlug. Doch ihm war bei der Schlitterpartie nichts passiert. Stattdessen rappelte Banholzer sich auf, holte sein Motorrad von der anderen Streckenseite und jagte dem Feld hinterher. Und der Blonhofener schaffte es noch, vom 17. auf dem sechsten Rang vorzufahren.

Der Verfolger kommt, Banholzer geht ab

Zwar hatte ihn der Lauf und die große Hitze viel Kraft gekostet, aber auch Adrenalin freigesetzt: Denn im zweiten Lauf setzte er sich früh auf der zweiten Position fest und gab diese nicht mehr ab: Als ihm kurz vor Schluss sein Verfolger näher rückte, antwortete Banholzer postwendend mit seiner schnellsten Rennrunde.

Großer Sprung in der Gesamtwertung

Die Gesamtwertung wurde durch das Rennen dureinandergewirbelt: Der Doppelsieger vom Schaafheim, Markus Class, war nicht am Start, der Doppelsieger von St. Wendel, Marc-Reiner Schmidt, war wiederum dort heuer erstmals in der S1 am Start. Doch in der Gesamtwertung führt nun Nico Joannidis mit 76 Punkten, Banholzer hat sich mit 69 Zählern auf Platz vier vorgearbeitet. Das war auch seine Endplatzierung im vorigen Jahr, doch dem Vizemeister von 2020 und dreifachen Junioren-Mannschaftsvizeweltmeister steht heuer der Sinn nach mehr.

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