Fußball SV Eggenthal

Trainer Fred Jentzsch zu den turbulenten Ostertagen beim SV Eggenthal

Fred Jentzsch

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Bild: SV Eggenthal

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Rote Karte nach Tätlichkeit gegen einen Zuschauer, Ärzte und Sanka auf dem Platz und zwei Niederlagen. Für den SVE verlief das Wochenende unbefriedigend.
19.04.2022 | Stand: 13:13 Uhr

Beim Spiel des SV Eggenthal in Schlingen kam es zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen einem SVE-Spieler und einem Schlingener Zuschauer. SVE-Trainer Fred Jentzsch (57) sprach mit uns darüber und über die beiden Niederlagen am Osterwochenende in der A-Klasse 5.

Im Spiel gegen Schlingen bekam Ihr Spieler Stefan Hörger in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit eine Rote Karte wegen einer Tätlichkeit gegen einen Zuschauer. Welche Argumente finden Sie für Ihren Spieler?

  • Fred Jentzsch: Es war eine hektische Schlussphase. Es stand 2:3, wir wollten unbedingt noch den Ausgleich schießen. Der Ball ist ins Aus gerollt und der Zuschauer hat unseren Kapitän beim Ballholen zunächst blockiert, gerempelt und schließlich sogar bis aus Feld verfolgt. Die Provokation ging also vonseiten des Schlingener Zuschauers aus. Die Tätlichkeit war eine Abwehrreaktion meines Spielers. Trotzdem: So etwas darf nicht passieren. Stefan hat sich das ganze Wochenende über sehr geärgert. Er ist eigentlich ein ganz lieber, junger Mann, dem in diesem Moment die Sicherungen durchgebrannt sind. Ich hoffe, dass er nicht so lang gesperrt wird, aber mit drei Spielen müssen wir schon rechnen.

Nichtsdestotrotz. Streitigkeiten sollten anders gelöst werden. Beim Spiel in Schlingen gab es zudem einen medizinischen Notfall auf dem Platz, das Match war mehr als 30 Minuten unterbrochen, Ärzte und Sanitäter auf dem Rasen. Hat das beide Mannschaften beeinflusst?

  • Jentzsch: Es hatte sich ein Schlingener Spieler an der Schulter verletzt. Wir haben ein sehr junges Team und es macht schon etwas mit jungen Leuten, wenn dann der Sanka auf das Feld fährt. Aber das soll keine Ausrede für unsere Leistung sein.

Nach zwei Siegen nach der Winterpause hat Eggenthal nun an Ostern doppelt verloren. Woran lag es?

  • Jentzsch: Wir haben in Schlingen eigentlich gut begonnen, sind dann nach einer längeren Verletzungsunterbrechung aber aus dem Tritt gekommen. Da haben wir verdient verloren. Am Montag gegen Waal haben mir viele Spieler gefehlt. Da lagen wir 1:0 vorn, haben aber das 2:0 und 3:0 nicht gemacht. Stattdessen kam dann Waal zu Toren, weil uns einfache Fehler passiert sind. So ging das Spiel 4:1 für Waal aus.

Am kommenden Wochenende spielen Sie gegen Tabellenschlusslicht Germaringen III. Drei Punkte sind Pflicht?

  • Jentzsch: Auf jeden Fall, allerdings werden wir Germaringen III als Gegner respektieren. Ich möchte nun eine Trotzreaktion sehen, mehr Einsatzwillen. Das hat am Wochenende gefehlt.

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