Corona-Pandemie

Zahl der Corona-Toten im Ostallgäu steigt auf fast 150

5253 Mal wurde bisher bei Menschen in Kaufbeuren und im Ostallgäu der Corona-Virus nachgewiesen. 147 von ihnen starben. Am stärksten betroffen war die Altersgruppe über 80 Jahren.

5253 Mal wurde bisher bei Menschen in Kaufbeuren und im Ostallgäu der Corona-Virus nachgewiesen. 147 von ihnen starben. Am stärksten betroffen war die Altersgruppe über 80 Jahren.

Bild: Felix Kästle/dpa

5253 Mal wurde bisher bei Menschen in Kaufbeuren und im Ostallgäu der Corona-Virus nachgewiesen. 147 von ihnen starben. Am stärksten betroffen war die Altersgruppe über 80 Jahren.

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In der Region Kaufbeuren-Ostallgäu starben bisher 147 Menschen an oder mit Corona. 5350 Menschen sind aktuell geimpft - und tausende auf der Warteliste.
17.02.2021 | Stand: 07:29 Uhr

Über 65 000 Menschen sind in Deutschland inzwischen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben. Auch im Ostallgäu sind mittlerweile 101 Tote im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 zu beklagen. Weitere 46 Menschen starben in Kaufbeuren. Bei bislang 5253 nachgewiesenen Infektionen im Ostallgäu und Kaufbeuren (Zahlen des Landesgesundheitsamts von Dienstag).

In der Region bestätigt sich, dass besonders ältere Menschen der Pandemie zum Opfer fallen. 98 Prozent der Toten in Kaufbeuren und 90 Prozent der Toten im Ostallgäu waren älter als 70 Jahre, die meisten hatten bereits das 80. Lebensjahr vollendet (71 Prozent im Ostallgäu, 80 Prozent in Kaufbeuren), berichtet das Landratsamt. Eine eindeutige Aussage, ob Männer oder Frauen stärker betroffen sind, ist für die Region kaum möglich: Im Landkreis waren 48 Prozent der im Zusammenhang mit Corona gestorbenen Frauen, in Kaufbeuren 60 Prozent.

Viele Todesfälle in Pflegeheimen in Kaufbeuren und dem Ostallgäu

Besonders häufig verläuft eine Infektion bei Menschen tödlich, die in Senioren- und Pflegeheimen leben: Im Landkreis wohnten 56 Prozent der Betroffenen in Heimen, in Kaufbeuren 65 Prozent. Schwere Ausbrüche gab es unter anderem im Frühjahr im kreiseigenen Pflegeheim Waal. Im Herbst erfasste Corona das Espachstift in Kaufbeuren. (Eine Übersicht über die Corona-Ausbrüche in Allgäuer Senioren- und Pflegeheimen finden Sie hier.)

Deutlich stärker als die Infektionswelle im Frühjahr schlug sich die zweite Corona-Welle im Winter in den Todeszahlen nieder. Im Landkreis entfielen rund 60 Prozent der Todesfälle auf den Herbst und Winter, in Kaufbeuren gab es sogar 98 Prozent der tödlichen Infektionsverläufe in der zweiten Welle.

Zwölf Fälle der britischen Corona-Variante

Für Verunsicherung sorgen aktuell Virusmutationen, die als stärker ansteckend gelten. In der Region wurden nach Auskunft des Landratsamtes inzwischen zwölf Fälle nachgewiesen, in denen sich Menschen mit der englischen Variante angesteckt hatten. Zudem wurde – wie berichtete – im Krankenhaus Buchloe ein Patient aus dem Nachbarlandkreis Landsberg behandelt, der sich mit der südafrikanischen Variante angesteckt hatte.

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Viel Hoffnung setzen Bürger, Mediziner und Behörden daher auf eine schnelle Impfung. Doch hier geht es mangels Nachschub eher schleppend voran: Seit Januar erfolgten 8316 Impfungen im Landkreis und in Kaufbeuren durch die mobilen Teams sowie in den Impfzentren. 5350 Personen haben dabei eine erste Dosis des Vakzins erhalten, bei 2966 Menschen aus Kaufbeuren und dem Ostallgäu wurde bereits die zweite Spritze verabreicht. Vorrang hatten Senioreneinrichtungen: In allen 13 Pflegeheime im Landkreis wurden schon zwei Impfungen durchgeführt. In der Gruppe der Über-80-Jährigen haben 23 Prozent die erste und 14 Prozent die zweite Impfung erhalten.

Impf-Nachschub noch offen

Aktuell haben 1311 Personen einen Termin für eine Impfung in Kaufbeuren oder im Ostallgäu. Gleichzeitig sind aus der Region 18 549 Menschen im Online-Portal des Freistaats für eine Terminvergabe registriert. „Wie viele Impfdosen in der nächsten Woche geliefert werden ist noch nicht bekannt“, heißt es aus dem Landratsamt.

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