Handball

"Ein geniales Erlebnis": Handball-Talent Pius Joppich über den Deutschland-Cup

Seit über zehn Jahren spielt Handball-Talent Pius Joppich für die HSG Dietmannsried/Altusried.

Seit über zehn Jahren spielt Handball-Talent Pius Joppich für die HSG Dietmannsried/Altusried.

Bild: Steffen Eirich

Seit über zehn Jahren spielt Handball-Talent Pius Joppich für die HSG Dietmannsried/Altusried.

Bild: Steffen Eirich

Torhüter Pius Joppich von der HSG Dietmannsried/Altusried berichtet vom Deutschland-Cup in Berlin. Beim 16-Jährigen stehen wichtige Entscheidungen an.
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Von Nicolas Gayer
06.05.2022 | Stand: 15:00 Uhr

Als erster Spieler der HSG Dietmannsried/Altusried nahm Pius Joppich am Wettbewerb um den Deutschland-Cup in Berlin teil. Für den 16-Jährigen war es eine wichtige Woche, da mit Abschluss des Turniers die Förderung des Bayerischen Handball-Verbands (BHV) für die 2005-Jahrgänge endete. In den kommenden Monaten hat Joppich wichtige Entscheidungen, bezüglich seiner Handball-Zukunft zu treffen.

Wie lief der Deutschland-Cup?

Pius Joppich: Sowohl für die bayerische Auswahl als auch für mich war das Turnier ein voller Erfolg. Mit dem sechsten Platz erzielten wir das beste Ergebnis der letzten Jahre. Von unseren drei Torhütern bekam ich dabei am meisten Spielzeit und hatte eine Fangquote von 30 bis 40 Prozent.

In wie vielen Spielen sind Sie zum Einsatz gekommen?

Joppich: Pro Spiel musste immer ein Torhüter pausieren, weil wir nicht genügend Zeit zum Aufwärmen hatten. Dennoch bin ich bei vier unserer sechs Partien zwischen den Pfosten gestanden.

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Wie war die Erfahrung an einem solchen Turnier in Berlin teilzunehmen?

Joppich: Die Busfahrt durch Berlin war schon sehr eindrucksvoll. Die Hallen, beispielsweise der „Fuchsbau“ der Berliner Füchse, waren riesig. Es war ein geniales Erlebnis und die bisher schönste Erfahrung meiner Handball-Laufbahn.

Wie war das spielerische Niveau?

Joppich: Das Niveau war hoch, aber für uns nicht ungewohnt. Dank der BHV-Lehrgänge waren wir hier bestens vorbereitet. Wenn man bedenkt, dass wir im Vergleich zu anderen Mannschaften nur bei den Lehrgängen zusammen trainierten, ist der sechste Platz ein umso größerer Erfolg.

Die BHV-Förderung ist nun zu Ende, wie geht es für Sie jetzt weiter?

Joppich: Aufgrund eines U20-Länderspiels fand beim Deutschland-Cup wohl keine Sichtung vom Deutschen Handballbund statt. Es kann immer noch sein, dass überraschend eine E-Mail mit einer Einladung zu einem DHB-Lehrgang kommt, aber damit rechne ich aktuell nicht. In den nächsten Wochen und Monaten möchte ich mir neue Vereinsanfragen und andere Themen genauer durch den Kopf gehen lassen, um dann die richtige Entscheidung zu treffen.

Was für Anfragen sind das genau?

Joppich: Es sind keine Vereine aus höherklassigen Ligen dabei, dennoch hätte ich fast überall die Möglichkeit Jugend-Bundesliga zu spielen. Auch aufgrund dieser Chance möchte ich mir meinen nächsten Schritt genau überlegen.

Stehen für Sie diese Saison noch Spiele an?

Joppich: Nein, diese Saison ist für mich beendet. Die A-Jugend der HSG wurde wegen Trainermangel aufgelöst. Unser letztes ausstehendes Spiel mit dem VfL Günzburg gegen Großwallstadt wurde abgesagt. Aufgrund eines Ausfalls durfte ich allerdings vor Kurzem das erste Mal bei der Herrenmannschaft des VfL (3. Bundesliga) mittrainieren.

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