Im Archäologischen Park Cambodunum (APC) lernen Besucherinnen und Besucher mehr über die Geschichte der Römer in Kempten.
Bild: Ralf Lienert (Archivbild)
Im Archäologischen Park Cambodunum (APC) lernen Besucherinnen und Besucher mehr über die Geschichte der Römer in Kempten.
Bild: Ralf Lienert (Archivbild)
Im Römermuseum Archäologischer Park Cambodunum (APC) in Kempten wird die Geschichte der einstigen römischen Provinzhauptstadt Cambodunum und der Römer in Kempten erlebbar. Der Tempelbezirk, die Kleinen Thermen und das Forum mit Basilika geben Einblicke in das Leben der Menschen vor zwei Jahrtausenden. Im Freilichtmuseum werden die Verehrung heidnischer Gottheiten, die antike Baukunst oder die Badekultur im römischen Reich thematisiert.
Sie planen einen Museumsbesuch im Archäologischen Park Cambodunum in Kempten? Hier finden Sie die wichtigsten Infos zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten auf einen Blick:
Im Gallorömischen Tempelbezirk des Römermuseums in Kempten waren Kultbauten aus Stein von einer U-förmigen Doppelhalle umgeben und wurden im Maßstab eins zu eins als Modelle rekonstruiert. Im Mittelpunkt stehen Gottheiten und deren Verehrung. Außerdem gibt es Infos zur Ausgrabung und der Rekonstruktion des Tempelbezirks.
Die originalen Grundmauern, Böden, Heizkeller und Kanäle der Kleinen Thermen im APC Kempten bieten in einem Ausstellungsbau einen ersten Eindruck vom Leben der Römer in Kempten. Archäologische Fundstücke, Bild und Texttafeln erwecken die Römerzeit zum Leben. In den Kleinen Thermen traf man sich beispielsweise nicht nur, um sich körperlich zu betätigen, oder sich zu reinigen, sondern auch um den neuesten Klatsch auszutauschen.
Im zweiten Abschnitt, dem Außengelände des APC, befand sich das Forum. Dieses bildete das Zentrum des städtischen und öffentlichen Lebens. Dort befand sich außerdem die Basilika, der größte und nobelste Versammlungsraum der Stadt. Das Forumsgelände von Cambodunum ist jederzeit frei zugänglich. Auf dem APC-Gelände gibt es für Kinder einen frei zugänglichen Themenspielplatz, wo kleine Römer zum Beispiel in einer Galeere im Sand spielen können.
Die Stadt Kempten gehört neben Köln und Trier zu den ältesten Städten Deutschlands. Mit Trier liefert sich Kempten seit Jahrzehnten einen Streit um den Titel älteste Stadt Deutschlands. Die Römer gründeten Trier im Jahr 16 vor Christus als "Augusta Treverorum". Um 15 vor Christus eroberten die Römer das Voralpenland. Wie auf der Website der Stadt nachzulesen ist, wurde die Siedlung Cambodunum, wo das heutige Römermuseum liegt, um die Zeitenwende während der Regierungszeit des ersten römischen Kaisers Augustus gegründet. Eine genaue Jahreszahl ist nicht bekannt.
Immerhin kann die Stadt Kempten aber von sich behaupten, die älteste schriftlich erwähnte Stadt Deutschlands zu sein und trägt diesen Titel seit einigen Jahren mit Stolz. Die erste schriftliche Erwähnung der römischen Stadt Cambodunum stammt aus dem Jahr 18 nach Christus.
Die Stadt Köln wurde übrigens als "Colonia Claudia Ara Agrippinensium" unter Kaiser Claudius um 50 nach Christus gegründet.
Alle Angaben ohne Gewähr.