Freizeit in Kempten

Auf dem Lindenberg soll ein neuer Sportbereich entstehen

MM Calisthenics

Eine Calisthenics-Anlage wünschen sich viele Bürger im Kemptener Osten auf dem Lindenberg. Dabei geht es um Übungen an Geräten mit dem eigenen Körpergewicht.

Bild: Thomas Weigert

Eine Calisthenics-Anlage wünschen sich viele Bürger im Kemptener Osten auf dem Lindenberg. Dabei geht es um Übungen an Geräten mit dem eigenen Körpergewicht.

Bild: Thomas Weigert

Bürger können beim Workshop Anregungen für den Trimm-dich-Bereich einbringen. Planungsstart ist am Dienstag. Kritisiert wird die Idee, Parkplätze zu überbauen.
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Von Monika Rohlmann
19.06.2022 | Stand: 05:30 Uhr

Der Startschuss für die Calisthenics-Anlage auf dem Lindenberg steht bevor: Am Dienstag, 21. Juni, beginnt um 19 Uhr die Planung mit einem Bürgerworkshop im Stadtteilbüro Kempten-Ost. Quartiersmanager Max Erhardt (Diakonie) erläuterte dazu während der jüngsten Stadtteilbeiratssitzung: „Dort sollen Bewegungsangebote für Jung und Alt geschaffen werden.“ Da das Gelände in der Nähe des APC-Parks liege, müsse man natürlich bei der Platzierung der Geräte genau hinschauen.

Bei der Studie zum Quartier Kempten-Ost war aufgefallen, dass es an Begegnungs- und Freizeitangeboten fehlt. Die Calisthenics-Anlage würde das Wohnumfeld aufwerten, sagte Erhardt. „Da können coole Gemeinschaftsangebote entstehen, eventuell mit einem Outdoor-Jugendtreff oder auch mit einer Asphaltbahn bei der Kita.“

Auf Barrierefreiheit wird geachtet

Waldemar Ruf, Vorsitzender des Behindertenbeirates der Stadt, unterstützte dazu noch die Barrierefreiheit. „Das Tiefbauamt wurde dazu geschult“, informierte er. Im Haushalt sind 90.000 Euro für diese Anlage bereits vorgesehen.

Das Quartiersbüro Kempten-Ost hofft nun, dass die Calisthenics-Anlage mit der Bürgerbeteiligung genauso schnell auf den Weg gebracht werden kann wie der Pumptrack im Engelhaldepark.

Viel positives Echo auf das Stadtteilfest

Mit dem Fest „OstHoch3“ im Engelhaldepark war man allgemein sehr zufrieden. „Geschätzt waren zwischen 1500 und 2500 Besucherinnen und Besucher dabei“, sagte Erhardt. Man habe viele positive Rückmeldungen bekommen. Ob man im kommenden Jahr das Stadtteilfest wieder im Engelhaldepark veranstaltet, ist noch nicht klar. Offen zeigte man sich auch dafür, andere Standorte – beispielsweise auf dem Bühl – in Erwägung zu ziehen.

Die Reaktionen auf die Idee, auf auf dem Bühl City-Decks aufzustellen, seien hingegen weniger gut ausgefallen. City-Decks sind Module, mit denen Parkplätze überbaut und Aufenthaltsorte geschaffen werden können. Parkplätze würden dafür wegfallen, so die Kritik.

Bürgerinnen und Bürger sollen sich weiter einbringen

Der Quartiersmanager kündigte an, mit Umfragen auszuloten, was sich die Bürgerinnen und Bürger zur Aufwertung des öffentlichen Raumes überhaupt wünschen. Dazu sollen in den kommenden Monaten Treffen stattfinden, um mit den Menschen im Kemptener Osten ins Gespräch zu kommen.

Das Stadtteilmagazin, das Anfang Dezember zum vierten Mal erscheinen wird (nächste Redaktionssitzung am 13. Juli), der Tauschschrank am Arkadencafé und das Café selbst kämen indes gut an, hieß es während der Beiratssitzung. Die einzelnen Fächer des Tauschschrankes seien über Codes gesichert, um Diebstahl und Vandalismus vorzubeugen.

Darüber hinaus hat Beiratssprecher Wolf-Christian Vetter einen Stellvertreter bekommen: Einstimmig wählte der Stadtteilbeirat Alexander Schilling zum zweiten Mann hinter Vetter.

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