Feuer in Ursulasried

Brand in Lackiererei in Kempten: Der Schaden könnte in die Millionen gehen

Eineinhalb Stunden lang kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen.

Eineinhalb Stunden lang kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen.

Bild: Martina Diemand

Eineinhalb Stunden lang kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen.

Bild: Martina Diemand

Sechs Personen werden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Aufgrund der Hitze spricht der Einsatzleiter von "enormer Belastung" für alle Beteiligten.
11.08.2020 | Stand: 07:58 Uhr

Eine mehrere Meter hohe schwarze Rauchwolke hat sich am Montagmittag über Kempten aufgetürmt. Grund war ein Vollbrand in der Lagerhalle einer Lackiererei in der Maybachstraße in Ursulasried. Das Feuer brach laut Marcus Hörmann, Leiter der Polizeiinspektion Kempten, während Lackierarbeiten aus. Warum – das blieb bis Montagabend unklar. Sechs Personen wurden bei dem Brand leicht verletzt und mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Die Rauchsäule in Kempten war von weit her zu sehen

Wie hoch der Schaden ist, konnte bislang niemand beziffern. Hörmann schätzt, dass sich dieser wohl auf eine siebenstellige Summe belaufen wird.

Die Rauchsäule war von weit her zu sehen – unter anderem aus Ermengerst und Hochgreut meldeten sich AZ-Leser. Bis nach Lenzfried lag Brandgeruch in der Luft. Vor Ort in Ursulasried sperrte die Polizei den Bereich um die Brandstelle großräumig ab. Sie rief Anwohner und Firmen im Umfeld auf, Fenster und Türen zu schließen. Nach und nach rückten immer noch mehr Feuerwehrleute und Rettungskräfte mit Blaulicht an. Sogar der Rettungshubschrauber Christoph 17 landete auf der Wiese gegenüber. Dieser konnte einige Zeit später aber ohne Verletzte wieder abheben.

Bilderstrecke

Brand in einer Lackiererei in Ursulasried

Nachbargebäude geschützt

Die Feuerwehrleute brachten das Feuer innerhalb von eineinhalb Stunden unter Kontrolle, sagte Einsatzleiter Michael Fackler am Abend. Zunächst versicherten sich die Einsatzkräfte, dass sich keine Person mehr in der brennenden Lagerhalle befand. Dann sorgten sie dafür, dass die Flammen nicht auf das Nachbargebäude übergreifen.

Aufgrund der Hitze: Enorme Belastung

Aufgrund der sommerlichen Hitze mit Temperaturen um die 30 Grad war der Einsatz für die Retter besonders kräftezehrend. „Die Belastung war für alle Beteiligten enorm“, sagte Fackler, Leiter des Kemptener Amts für Katastrophenschutz. „Wichtig ist, dass man viel trinkt – und eine gute körperliche Fitness.“

Feuerwehrler aus Börwang, Hegge und Lauben-Heising unterstützten bei dem Einsatz ihre Kemptener Kollegen. Das Technische Hilfswerk (THW) war ebenfalls eingebunden: Ein Statiker untersuchte, ob das Gebäude einsturzgefährdet ist. Nach dem er Entwarnung gab, konnten sich die Feuerwehrleute laut Fackler auf „die Kühlung der Struktur“ konzentrieren.