Corona-Pandemie

Britische Mutation in Kempten und dem Oberallgäu auf dem Vormarsch

Die Tests zeigen: Die britische Corona-Mutation ist im Raum Kempten/Oberallgäu auf dem Vormarsch.

Die Tests zeigen: Die britische Corona-Mutation ist im Raum Kempten/Oberallgäu auf dem Vormarsch.

Bild: Ralf Lienert (Symbol)

Die Tests zeigen: Die britische Corona-Mutation ist im Raum Kempten/Oberallgäu auf dem Vormarsch.

Bild: Ralf Lienert (Symbol)

Bisher gibt es 61 Fälle in der Region. Auch eine Kita in Kempten ist betroffen. Warum die vergleichsweise niedrige Inzidenz kein Grund zur Entwarnung ist.
23.02.2021 | Stand: 11:00 Uhr

Die ansteckendere britische Corona-Variante ist auch in Kempten und dem Oberallgäu auf dem Vormarsch. Bisher wurden laut Gesundheitsamt in Kempten und dem Landkreis 61 Fälle mit der britischen Mutation festgestellt. Seit wenigen Tagen gibt es in Kempten zwei Kitas mit neuen Covid 19-Fällen. Mehrere Mitarbeiter sind dort infiziert. Aktuell sind 25 Erzieher/innen und Kinder in Quarantäne. Zumindest in einem Haus trat dabei die britische Corona-Mutation auf.

Der Kindergarten Bavaria hält nun laut Internetseite des Bistums Augsburg beide Krippengruppen bis voraussichtlich 4. März geschlossen. In Christi Himmelfahrt bleibt die Mausgruppe bis einschließlich 1. März zu. Wie genau die britische Corona-Mutation die eine Kita erreicht hat? Das Gesundheitsamt im Landratsamt Oberallgäu spricht nur vom „Zusammenhang mit privaten Kontakten“. Ob die mutierte Virusvariante besondere Vorkehrungen erfordert? Klöpf verneint: Es erfolgten die üblichen Maßnahmen wie Quarantäne der Kontaktpersonen und eine Schließung der betroffenen Gruppen für zwei Wochen.

Laut Behördensprecherin Brigitte Klöpf wird inzwischen bei den Tests verstärkt auch nach Mutationen gesucht. Bisher sei dabei im Landkreis Oberallgäu und der Stadt Kempten ausschließlich die britische Variante festgestellt worden. Auch mit Blick auf die Corona-Mutationen rät die Behörde, sich weiter an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten und die Masken richtig zu tragen.

Schwankende Inzidenzwerte

Die aktuell vergleichsweise niedrigen Inzidenzwerte (hier die Allgäuer Inzidenz-Werte) seien kein Grund zur Entwarnung, sagt Klöpf – weil sich die britische Variante eben deutlich leichter verbreiten könne. Zudem habe die Sieben-Tages-Inzidenz (also die auf 100 000 Einwohner umgerechneten Neuinfektionen binnen einer Woche) auch eine gewisse Schwankungsbreite. So hatte beispielsweise Kempten noch am Freitag eine Inzidenz von 18,8. Am Montag lag der Wert bereits wieder bei 30,4.

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