Kommentar

Die Basis hat schöne Worte im Programm. Aber sind sie ernst gemeint?

Die Basis will Bürger "aktiv an politischen Prozessen teilnehmen lassen". Nur vor Ort klappt das nicht immer.

Die Basis will Bürger "aktiv an politischen Prozessen teilnehmen lassen". Nur vor Ort klappt das nicht immer.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Die Basis will Bürger "aktiv an politischen Prozessen teilnehmen lassen". Nur vor Ort klappt das nicht immer.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Geheimniskrämerei wird "Die Basis" nicht weiterbringen, meint unser Autor. Das Ringen um die richtigen Kandidaten macht Politik vor Ort spannend.
15.11.2022 | Stand: 22:16 Uhr

Hehre Ziele sind es, die der Landesverband der Partei „Die Basis“ auf seiner Internetseite formuliert: „Das Ziel der Partei ist es, eine direkte Demokratie in Deutschland zu etablieren, um die Bürger nicht nur bei Wahlen einzubeziehen, sondern sie aktiv an politischen Prozessen teilnehmen zu lassen.“ (Lesen Sie hier den Hintergrund: Kreisverband der Partei "Die Basis" will Kandidaten nicht-öffentlich aufstellen)

Schöne Worte. Aber wie ernst sind sie gemeint, wenn etwa der Basis-Kreisverband Kempten-Oberallgäu Kandidaten in nicht-öffentlicher Versammlung aufstellen will? Nominierungsversammlungen und das Ringen, wer wirklich der richtige Kandidat oder die richtige Kandidatin ist, machen doch die Politik vor Ort spannend.

Die Aufstellung der Landesliste irgendwo in Bayern ist kein Trost

Da ist es kein Trost, wenn die Basis irgendwann irgendwo in Bayern die Aufstellung der gesamten Landes- oder Bezirksliste öffentlich abhält. Geheimniskrämerei wird die junge Partei, deren Wurzeln im Widerstand gegen Corona-Maßnahmen liegen, nicht weiterbringen. So werden die Engagierten nur leicht in die Ecke sogenannter Schwurbler gerückt.

„Unabhängige Medien haben umfassend und wahrheitsgemäß zu informieren“, heißt es bei der Basis. Gerne! Die Partei muss dafür nur die Tür auflassen.