Auszeichnung im Oberallgäu

Ehrenbürger: Durachs Altbürgermeister Herbert Seger und seine "heldenhafte Leistung"

Herbert Seger (links) erhält die Urkunde zum Ehrenbürger vom amtierenden Bürgermeister Gerhard Hock bei einer großen Feier in der Mehrzweckhalle in Durach.

Herbert Seger (links) erhält die Urkunde zum Ehrenbürger vom amtierenden Bürgermeister Gerhard Hock bei einer großen Feier in der Mehrzweckhalle in Durach.

Bild: Daniel Boscariol

Herbert Seger (links) erhält die Urkunde zum Ehrenbürger vom amtierenden Bürgermeister Gerhard Hock bei einer großen Feier in der Mehrzweckhalle in Durach.

Bild: Daniel Boscariol

Durach hat einen neuen Ehrenbürger: Herbert Seger. 30 Jahre war er Rathauschef. Noch heute engagiert er sich in mehreren Vereinen und Verbänden.

19.09.2021 | Stand: 19:03 Uhr

Es war der Duracher Bevölkerung nach langer Corona-Pause anzumerken, dass sie sich freut, wieder Feste zu feiern. „Was gibt es schöneres, als an einem Sonntag, begleitet von der Kapelle, hierher zu marschieren“, sagte Bürgermeister Gerhard Hock in der Mehrzweckhalle. Anlass für das Fest war die laut Hock „heldenhafte Leistung“ von Altbürgermeister Herbert Seger. Die Gemeinde Durach hat ihn zu ihrem 14. Ehrenbürger ernannt. Es ist die höchste Auszeichnung, die Gemeinden vergeben können.

Seger erhielt die Ehrung für seine 30 Jahre als Rathauschef und sein daneben vielfältiges Engagement. Als „Kommunalpolitiker par excellence“ bezeichnete Hock den Altbürgermeister, der sich über Durach hinaus für das Oberallgäu und weit entfernte Länder einsetzte – beispielsweise als Mitinitiator des Vereins „Hilfe für Afrika – Wasser für Senegal“. Von 1990 bis 2014 war Seger Mitglied des Oberallgäuer Kreistags, von 1996 bis 2008 zudem stellvertretender Landrat. In jungen Jahren wirkte Seger auch zwölf Jahre als Gemeinderat. „Du bist ein Mensch, der für viele Positionen geeignet ist“, sagte Hock.

Kirchenzug zum Festakt in der Mehrzweckhalle Durach Foto: Eddi Nothelfer
Kirchenzug zum Festakt in der Mehrzweckhalle Durach Foto: Eddi Nothelfer
Bild: Eddi Nothelfer

Als persönlichen Höhepunkt in seiner Arbeit in Durach bezeichnet Seger die Wahl zum Bürgermeister im Jahr 1984, die er mal „ein echtes Lebensziel“ genannt hatte. Das Rathaus leitete er von 1984 bis 2014. Laut Altlandrat Gebhard Kaiser formte sich Durach während Segers Amtszeit zu einer modernen und attraktiven Gemeinde. Beispielsweise mit Projekten wie dem neuen Rathaus im Ortszentrum und besonders dem Bau des Seniorenzentrums, durch das die Gemeinde neben Wiggensbach „zu einem Vorbild für betreutes Wohnen wurde“, sagte Kaiser.

Der erste "große Kampf" von Seger in Durach

Seger erinnerte an seinen ersten großen „Kampf“ bei der Gemeindereform 1972, wo es um die Zukunft Durachs ging. Engagiert zeigte sich der Altbürgermeister auch international: Er setzte sich für die Partnerschaften mit Gemeinden wie Saint Michel in Frankreich und Pivka in Slowenien ein und organisierte Schüleraustausche mit.

Herbert Seger brachte sich zudem auf anderem Weg ins Duracher Dorfleben ein: Er blieb nach Amtsabgabe an Gerhard Hock Geschäftsführer des Seniorenzentrums und dessen Stiftungsvorsitzender, außerdem Vorsitzender des Fernwasserzweckverbandes Oberes Allgäu und des Landschaftspflegeverbandes Oberallgäu. „Dabei hast du aber deine Familie und das Feiern mit deinen Freunden nie vergessen“, merkte Gebhard Kaiser an.

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Seger betonte neben allen Lobs für ihn: Wegbegleiter wie Gemeinderäte, Schulleiter und Seelsorger ergäben ein „Netzwerk, ohne dass man nicht Ehrenbürger wird. Ihnen gebührt diese Ehre ebenfalls.“

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