Eishockey

Warum diese Verpflichtung des ESC Kempten ein Kracher ist

EVF Stefan Rott

Verteidiger Stefan Rott (hier noch im Trikot des EV Füssen) läuft künftig für den Eishockey-Bayernligisten ESC Kempten auf.

Bild: EV Füssen

Verteidiger Stefan Rott (hier noch im Trikot des EV Füssen) läuft künftig für den Eishockey-Bayernligisten ESC Kempten auf.

Bild: EV Füssen

Verteidiger Stefan Rott wechselt zum ESC Kempten. Der 32-Jährige hat gute Gründe, künftig für den Eishockey-Bayernligisten aufzulaufen.
10.08.2021 | Stand: 17:52 Uhr

Schon bei Thomas Hasselbach, dem Pressesprecher des ESC Kempten, klingt die Vorfreude auf den neuen Spieler der Sharks in fast jedem Wort durch. „Das ist ein absoluter Kracher für uns“, sagt Hasselbach. Der „Kracher“ heißt Stefan Rott, ist 32 Jahre alt und spielte zuletzt für den Oberligisten EV Füssen.

In der kommenden Bayernliga-Saison läuft Rott nun für den ESC Kempten auf. „Ich bin ein bescheidener Typ, persönlich würde ich mich nicht als Kracher bezeichnen“, sagt Rott. „Aber wenn der Verein es so sieht, dann ist das in Ordnung.“ Von 2018 bis Frühjahr 2021 lief der Verteidiger für den EV Füssen auf, absolvierte für den EVF insgesamt 51 Oberliga-Spiele (zwei Tore, 7 Assists) und 24 Bayernliga-Spiele (zehn Assists). „Ich wäre auch gern noch in Füssen geblieben“, sagt Rott.

Stefan Rott wechselt zum ESC Kempten

Aber der Verein hatte andere Pläne. Danach ging es ziemlich schnell – Kontakt zu den Sharks habe es bereits in den letzten drei Jahren immer mal wieder gegeben. „Noch an dem Tag, an dem Füssen meinen Abschied bekannt gegeben hat, meldete sich Kemptens Sportlicher Leiter Mike Henkel bei mir“, erzählt Rott. Ihm selber sei nach dem Abschied aus Füssen klar gewesen, dass er weiter im Allgäu Eishockey spielen wolle. „Ich wohne in Kaufbeuren, arbeite in Marktoberdorf und meine Freundin kommt aus der Nähe von Memmingen“, sagt Rott. „Da bietet sich Kempten förmlich an.“

Ausgebildet wurde der Verteidiger beim ESV Kaufbeuren

Vor seiner Zeit in Füssen war der 32-Jährige, der im Nachwuchs des ESV Kaufbeuren ausgebildet wurde und bis 2010 dort spielte (fünf Zweitliga-Spiele, 22 Oberliga-Spiele), bis 2018 für den ECDC Memmingen (262 Bayernliga-Einsätze, 47 Oberliga-Spiele) aktiv. Dort feierte Rott mit dem Bayernliga-Aufstieg 2017 auch den größten Erfolg seiner Eishockey-Karriere. Eingesetzt wurde Rott damals noch als Verteidiger und als Stürmer. „Eigentlich bin ich gelernter Stürmer“, sagt Rott. „Aber ich habe es gleich zwei Mal Jogi Koch (Rotts Trainer im ESVK-Nachwuchs und später in Memmingen, Anm. d. Red) zu verdanken, dass ich öfters als Verteidiger eingesetzt wurde.“

Stefan Rott: Vom Stürmer zum Verteidiger

Inzwischen habe er sich daran gewöhnt. „Offensichtlich habe ich mich auch nicht zu blöd angestellt“, sagt Rott und lacht. Ein großer Vorteil sei auch gewesen, in Memmingen an der Seite von Routinier Jan Benda (48 DEL-Spiele, 163 Länderspiele für Deutschland) gespielt zu haben.

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Andreas Becherer, der Rott in Füssen trainierte, charakterisierte seinen ehemaligen Schützling so: „Stefan spielt vielleicht nicht so spektakulär, aber wenn man seine läuferischen Qualitäten, seine Zweikampfbilanz sowie die Anzahl geblockter Schüsse sieht, dann weiß man, wie wertvoll er für eine Mannschaft ist.“ Diesen Satz könne man so stehen lassen, meint Rott: „Ich mache meinen Job und muss dafür nicht im Mittelpunkt stehen.“

Seine letzte schwere Verletzung war ein Achillessehnenriss im Sommer 2019. „Aber ich stand schon nach zehn Wochen wieder auf dem Eis. Von der Verletzung merke ich nichts mehr“, sagt der 32-Jährige.

Einen Großteil der Mannschaft kennt Stefan Rott bereits

Rott kann es kaum erwarten, in Kempten loszulegen. Einen Großteil der Mannschaft hat er im Sommertraining bereits kennengelernt, einige wie Maximilian Schäffler oder Timo Schirrmacher kennt Rott aus gemeinsamen Zeiten in Kaufbeuren und Memmingen. „Am meisten freue ich mich, wieder vor Fans zu spielen“, sagt Rott.