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Gesperrte Waldwege haben einen Grund: „Hier herrscht Lebensgefahr“

Das Absperrbanner soll Menschen davon abhalten in lebensbedrohende Waldabschnitte zu gehen. Manche halten sich trotzdem nicht daran.

Das Absperrbanner soll Menschen davon abhalten in lebensbedrohende Waldabschnitte zu gehen. Manche halten sich trotzdem nicht daran.

Bild: Simon Lipp

Das Absperrbanner soll Menschen davon abhalten in lebensbedrohende Waldabschnitte zu gehen. Manche halten sich trotzdem nicht daran.

Bild: Simon Lipp

Ein Revierleiter der Bayerischen Staatsforsten warnt Spaziergänger, Radfahrer und Jogger davor, gesperrte Wege zu betreten. Was der Grund dafür ist.
19.12.2020 | Stand: 16:59 Uhr

Im Eschacher Wald bei Buchenberg stehen derzeit Waldarbeiten an. Der Forstbetrieb Sonthofen der Bayerischen Staatsforsten nutzt die winterlichen Bedingungen zum Holzeinschlag. Die Wege sind währendessen gesperrt. Manche Waldbesucher missachten diese Sperrungen laut Pressemitteilung jedoch. Das kann gefährlich sein.

Verantwortlich für die Holzfällung ist Revierleiter Simon Lipp. Er erzählt von diversen Zwischenfällen in den vergangenen Wochen mit uneinsichtigen Waldbesuchern. „Nahezu täglich berichten mir die Forstwirte von Mountainbikern und Joggern, die die Wegesperrungen nicht beachten. Hier herrscht Lebensgefahr.“ Oft durchqueren Passanten die gesperrten Bereiche und tragen dabei beispielsweise ihre Fahrräder über bereits gefällte Bäume.

Gesperrte Waldwege, beratungsresistente Besucher

Schon vor Beginn der Holzernte machen sich Waldarbeiter und Einsatzleiter Gedanken über die Wegsperrungen. Außerdem sperren mindestens zwei Waldarbeiter den Forstweg, wenn die Möglichkeit besteht, dass ein Baum darauf fällt. „Unsere Waldarbeiter am Forstbetrieb Sonthofen werden für die Holzernte und den damit verbundenen Gefahren regelmäßig geschult. Hierzu zählen neben dem richtigen Absperren von Forstwegen auch der Umgang mit beratungsresistenten Waldbesuchern“, erzählt der Sonthofer Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

Aufgrund vielfältiger Sicherheitsvorkehrungen und umsichtig handelnden Waldarbeitern werden die Gefahren minimiert, trotzdem bleibt immer ein Restrisiko bestehen. Oetting appelliert deshalb an die Waldbesucher: „Bitte beachten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit die Sperrbanner. Wir möchten, dass Sie unsere wunderbaren Wälder zur Erholung genießen können und sich dabei nicht unnötig in Gefahr begeben“.

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