Corona und Gewalt

Gewalt im Lockdown: Was Experten bei Stress und Frust raten

Ein Lockdown kann frustrierend sein. Doch das ist noch lange kein Grund, zuzuschlagen. Experten geben Tipps, wie sich Stress abbauen lässt. Damit es nicht zu Gewalt gegen Frauen kommt.

Ein Lockdown kann frustrierend sein. Doch das ist noch lange kein Grund, zuzuschlagen. Experten geben Tipps, wie sich Stress abbauen lässt. Damit es nicht zu Gewalt gegen Frauen kommt.

Bild: Maurizio Gambarini/dpa (Symbolbild)

Ein Lockdown kann frustrierend sein. Doch das ist noch lange kein Grund, zuzuschlagen. Experten geben Tipps, wie sich Stress abbauen lässt. Damit es nicht zu Gewalt gegen Frauen kommt.

Bild: Maurizio Gambarini/dpa (Symbolbild)

Sich ohnmächtig zu fühlen, ist normal, sagen Experten über den Lockdown. Sie zeigen Wege, wie auch in der Krise Frust friedlich abgebaut werden kann.
30.12.2020 | Stand: 18:30 Uhr

Die Coronakrise verlangt den Menschen einiges ab – auch in Kempten und im Oberallgäu. Besonders herausfordernd sind die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen während des Lockdowns. Die Polizei Kempten und der „Runde Tisch gegen Gewalt an Frauen“ weist deshalb auf die Krisen-Tipps des Bundesforums Männer hin. Diese sollen Menschen jeden Geschlechts und Alters dabei unterstützen, Stressmomente in der Coronakrise zu bewältigen.

Auch im Lockdown: Jeder ist selbst verantwortlich, nicht gewalttätig zu werden

Zunächst sei es völlig normal, sich in solchen Situationen ohnmächtig oder verunsichert zu fühlen, Angst zu haben oder sich zu sorgen. Der Stress, der dadurch entstehe, mache es Jedem zunehmend schwer, sich selbst zu kontrollieren und sich in andere einzufühlen. „Er verleitet dazu, Schuldige zu suchen.“ Dennoch gebe es keine Entschuldigung, seine Not an anderen auszulassen. Denn jeder sei selbst verantwortlich dafür, wie er mit diesem Stress umgehe. „Gewalt ist keine Lösung.“

Häusliche Gewalt: Tipps für Täter, damit es nicht so weit kommt

Stattdessen könne es helfen, sich selbst Gutes zu tun. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Musik hören, Foto-Alben gestalten, in die Natur gehen, sich beim Sport auspowern, sich mit Freunden, Kollegen oder dem Partner austauschen. Ein gutes Mittel gegen Stress sei zudem Ordnung: dem Tag Struktur geben, einen Wochenplan erstellen oder sich selbst Aufgaben geben.

Damit die Situation nicht eskaliert: Einfach mal das Treppenhaus rauf- und runterrennen

„Finde heraus, wie du dich selbst beruhigen kannst“, lautet der nächste Tipp. Gleichmäßig ein paar Sekunden aus- und einzuatmen, könne helfen, ebenso das Treppenhaus rauf- und runterzurennen oder nach draußen zu gehen. Es sei aber auch wichtig, auf seine Grenzen zu achten und Stopp zu sagen, wenn man sich genervt oder bedrängt fühlt. „Es ist in Ordnung, sich mal rauszunehmen“, heißt es in den Tipps des Bundesforums.