Bundesweiter Warntag

Im Ernstfall: Was ist zu tun, wenn die Sirenen heulen?

Kein Grund zur Sorge: Am Donnerstag um 11 Uhr heulen eine Minute lang die Sirenen. Doch es ist nur ein Probealarm.

Kein Grund zur Sorge: Am Donnerstag um 11 Uhr heulen eine Minute lang die Sirenen. Doch es ist nur ein Probealarm.

Bild: Philipp von Ditfurth/dpa (Symbolbild)

Kein Grund zur Sorge: Am Donnerstag um 11 Uhr heulen eine Minute lang die Sirenen. Doch es ist nur ein Probealarm.

Bild: Philipp von Ditfurth/dpa (Symbolbild)

Der Warntag will die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, wie sie bei Katastrophen informiert wird. Doch nicht überall wird es am Vormittag laut.

10.09.2020 | Stand: 08:42 Uhr

Punkt elf Uhr heulen an diesem Donnerstagvormittag eine Minute lang in Kempten die Sirenen. Der Probealarm am ersten bundesweiten Warntag soll der Bevölkerung bewusst machen: Dieser Sirenenton wird bei einer Katastrophe ausgelöst. Und das bedeutet: sich schnellstmöglich über weiteres Vorgehen zu informieren. Das gilt auch für die Bürger im Landkreis. Dort ertönt keine Sirene. Der Landkreis alarmiert auf andere Art und Weise.

Hochwasser, schwere Stürme, Schadstoffaustritte, Versorgungsausfälle – wenn derartige Katastrophen eintreten, muss die Bevölkerung gewarnt und vor allem auf das richtige Verhalten hingewiesen werden. Was Bürger tun sollen, erfahren sie nach der Alarmierung über Radio und Fernsehen, soziale Medien oder Lautsprecherwagen.

Bei Stromausfall mit Nachbarn zusammenschließen

Bei Hochwasser beispielsweise gibt es unter anderem Informationen darüber, welche Bereiche besonders bedroht sind, wie sich die Bürger in Sicherheit bringen können, wo es Sandsäcke zu holen gibt, sagt Michael Fackler, Leiter des städtischen Amts für Brand- und Katastrophenschutz. Bei einem Stromausfall würden die Bürger aufgefordert, sich mit Nachbarn zusammenzuschließen oder Feuerwehrgerätehäuser aufzusuchen. So vielfältig wie die Gefahren seien aber auch die Sicherheitsmöglichkeiten. Diese würden von der Führungsgruppe Katastrophenschutz gesteuert. Dort werde auch der Einsatz von Hilfsorganisationen wie BRK, Technisches Hilfswerk, Johanniter, Wasserwacht und Bergwacht koordiniert. Wichtig sei aber, dass die Bürger via Sirene alarmiert würden.

Stilles Verfahren im Oberallgäu

Der Landkreis Oberallgäu, der heute beim Probealarm nicht dabei ist, hat dazu ein anderes Verfahren. Laut Kreisbehörde wird im Oberallgäu „hauptsächlich still alarmiert“. Die zuständigen Einsatzkräfte werden über Taschenalarmgeräte in Kenntnis gesetzt. Die Bevölkerung erfährt jedoch ebenfalls über Funk und andere Kanäle, wie sie sich zu verhalten hat. Der Landkreis will künftig die Warnapp „Nina“ einführen, eine App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, die Warnmeldungen aufs Smartphone sendet. 

Fragen und Antworten: Das sollte man wissen

Was man zum Warntag in Deutschland wissen sollte, lesen Sie hier. Am Warntag werden zudem die Smartphone-Warn-Apps "Nina", "Katwarn" und "Biwapp" einen zentral vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aktivierten Probealarm anzeigen. Bei Schadensereignissen können auf diese Weise schnell Informationen verbreitet werden.