Workshops in Sulzbrunn

Kein Festival, sondern ein Familienwochenende: Das "Wundaplunda" in Sulzbrunn geht in die zweite Runde

Wundaplunda Gemeinschaft Sulzbrunn

Gemeinsam musizieren oder den Wald erleben: Bei den Workshops während des „Wundaplunda“-Wochenendes stehen Familien im Fokus.

Bild: Martin Kießling

Gemeinsam musizieren oder den Wald erleben: Bei den Workshops während des „Wundaplunda“-Wochenendes stehen Familien im Fokus.

Bild: Martin Kießling

Nach der Absage 2020 findet das „Wundaplunda“-Festival in Sulzbrunn heuer mit angepasstem Konzept statt. Kurse und Konzerte sollen Familien Lockerheit geben.
07.07.2021 | Stand: 15:00 Uhr

„Die Familien sollen nach der intensiven Corona-Zeit wieder Leichtigkeit finden“, sagt Carmen Mair. Die 34-Jährige veranstaltet zusammen mit ihrem Mann Moritz Mair und dem Förderverein der Gemeinschaft Sulzbrunn das „Wundaplunda“- Festival – diesmal als Familienwochenende.

Das "Wundaplunda" soll Familien im Allgäu gemeinsame Zeit bei Workshops und in der Natur geben

„Schon vor der Pandemie standen Familien bei uns im Fokus“, sagt Mair. „In den vergangenen Monaten waren sie besonders belastet.“ Mit Kursen, Spielen und viel gemeinsamer Zeit soll sich das beim „Wundaplunda“ wieder ändern. Anders als noch vor zwei Jahren ist wegen der Corona-Regelungen aber kein Festival im klassischen Sinne möglich. Stattdessen stehen an vier Tagen Workshops wie Trommeln mit der Familie oder Yoga in der Natur auf dem Programm. „Die ganze Familie kann mitmachen, zusammen lernen und die Zeit genießen“, sagt Mair.

100 Erwachsene mit Kindern können nach den aktuellen Richtlinien vom 6. bis zum 9. August, Freitag bis Montag, dabei sein. Für das Kursprogramm werden sie in zwei Gruppen mit je 50 Personen eingeteilt. Das diene der Kontaktverfolgung bei einem positiven Corona-Fall, sagt Mair. „Aber es stärkt auch die Bindung innerhalb der Gruppe.“ Auch sonst gelten während der Workshops laut Mair die gängigen Hygieneregeln wie Abstandsgebot oder Maskenpflicht. „Wir glauben nicht, dass diese Regeln der Stimmung schaden“, sagt Mair.

An drei Konzertabenden können auch Menschen aus der Region ohne Wochenend-Ticket in Sulzbrunn dabei sein

Das „Wundaplunda“ sei ihr Herzensprojekt. Für die Familien weiterzumachen, habe Mair und das Planungsteam in den vergangenen Monaten motiviert. 2019 fand das Festival erstmals statt – damals in Legau. Nun feiert das Familienwochenende auf dem Gelände der Gemeinschaft Sulzbrunn Premiere. Mair und ihre Familie leben hier mit etwa 40 anderen Bewohnern – der Jüngste ist Mairs acht Monate alter Sohn, die älteste Bewohnerin ist 81 Jahre alt. Zusammen bewirtschaftet sie 16 Hektar Land. „In unserem Zusammenleben spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle und dieser Gedanke zieht sich auch durch das Familienwochenende.“ Für die Besucher gibt es zum Beispiel vegetarisches oder veganes Essen.

Die Gemeinschaft Sulzbrunn versorgt sich auf 16 Hektar Land selbst mit Obst und Gemüse. Mit Festivals und Konzerten wollen die Bewohner einen Mehrwert für die Region liefern.
Die Gemeinschaft Sulzbrunn versorgt sich auf 16 Hektar Land selbst mit Obst und Gemüse. Mit Festivals und Konzerten wollen die Bewohner einen Mehrwert für die Region liefern.
Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Auch für die Kultur in der Region wollen die Veranstalter des „Wundaplunda“ etwas tun. Während des Familienwochenendes wird es drei Konzertabende geben, die offen für alle sind. Auf der Bühne stehen unter anderem die Kemptener Band „Rainer von Vielen“ und der Obergünzburger Singer-Songwriter Joachim Schindele. Mair sagt: „Kultur muss bleiben und die Region soll das gemeinsam feiern.“

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