Buchenberg

Kreuzthal: Jetzt frieren die Gläubigen wieder

Es bleibt weiterhin erst einmal kalt in der Kirche St. Martin.

Es bleibt weiterhin erst einmal kalt in der Kirche St. Martin.

Bild: Carmen Notz

Es bleibt weiterhin erst einmal kalt in der Kirche St. Martin.

Bild: Carmen Notz

Nach einer aufwendigen Renovierung sollte es in der Kirche St. Martin eigentlich warm sein. Doch wegen Corona muss die Heizungsanlage nun aus bleiben.
Es bleibt weiterhin erst einmal kalt in der Kirche St. Martin.
Von Carmen Notz
09.01.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Es ist schon „ein Kreuz“ im Kreuzthal mit dem Heizen in der Kirche St. Martin, die von bayrischen, wie von Baden-Württembergischen Gläubigen beider Ortsteile besucht wird. Nach einer langen „Eiszeit“ aufgrund der Renovierungsarbeiten freuten sich die Besucher im Winter 2019 über eine warme Kirche. Heuer musste sie aufgrund der Corona-Maßnahmen wieder kalt bleiben. Nur der Pfarrer am Altar hatte einen Heizstrahler.

Die Renovierungsarbeiten in der Kirche St. Martin begannen 2012. Es waren die aufwendigsten Arbeiten seit Bestehen der Kirche – mit mehr als einer Million Euro Kosten. Innen frisch gestrichen und restauriert, außen neu geschindelt und mit neuem Dach erstrahlt die Kirche hoch über dem Ort an der Eschach seit 2018 in neuem Glanz. Bis auf die Heizung und die elektrischen Anlagen war alles fertig.

Luft soll nicht aufgewirbelt werden

Die Kirchenbesucher bekamen stets Wolldecken, damit sie während der Gottesdienste nicht zu sehr frieren. Denn mit erträglichen Wintern ist das Tal nicht gerade gesegnet, gilt es doch als „Schneeloch“ beziehungsweise schneesicher bis ins Frühjahr hinein. An Weihnachten 2019 konnte dann die neue Heizungsanlage eingeweiht und in Betrieb genommen werden. Endlich gab es im Winter eine warme Kirche.

Doch damit war es im Advent 2020 vorbei: Die Corona-Maßnahmen machen das Heizen in der Kirche nicht möglich. Es soll keine Luft aufgewirbelt werden. Und wieder liegen die Wolldecken bereit, die Kirchenbesucher mummeln sich zum Gottesdienst ein. Heuer tragen sie allerdings zu Mantel und Mütze noch den obligatorischen Mundschutz.