Neugestaltung geplant

Gestaltung des Sparkassenquartiers in Kempten: Warum gibt es so wenig Informationen zur Planung?

Was ist zwischen Königstraße und Promenadestraße geplant? Mehr Informationen vom Investor Sparkasse wurden bei den Stiftsstadtfreunden gewünscht.

Was ist zwischen Königstraße und Promenadestraße geplant? Mehr Informationen vom Investor Sparkasse wurden bei den Stiftsstadtfreunden gewünscht.

Bild: Ralf Lienert

Was ist zwischen Königstraße und Promenadestraße geplant? Mehr Informationen vom Investor Sparkasse wurden bei den Stiftsstadtfreunden gewünscht.

Bild: Ralf Lienert

Die Stiftsstadtfreunde Kempten wollen bei ihrer Versammlung wissen, was im Sparkassenquartier geplant ist. Sparkassen-Vorstand Manfred Hegedüs klärt auf.
13.10.2021 | Stand: 17:34 Uhr

Die künftige Gestaltung des Sparkassenquartiers zwischen Königstraße und Promenadestraße in Kempten treibt die Stiftsstädter um. Während der jüngsten Versammlung des Vereins Stiftsstadtfreunde brachte Dieter Schade vor, was offenbar viele beschäftigt: Das „Nicht-Informiert-Sein“ seitens der Sparkasse Allgäu, die Besorgnis, ob zu starke wirtschaftliche Überlegungen bei der Nutzung der Häuser im Vordergrund stünden, die Befürchtung, ein fertiges Projekt, ohne Mitspracherecht vorgelegt zu bekommen. Manfred Hegedüs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Allgäu, räumte solcherart Bedenken aus: „Es gibt nichts, was hinter verschlossenen Türen spruchreif ist.“

Seit langem schon beobachten vor allem die Stiftsstadtfreunde genau, was in dem Bereich gegenüber der Sparkasse geschieht – oder besser nicht geschieht. Dort hat die Bank vor einigen Jahren bereits Gebäude gekauft und teils räumen lassen. Was jedoch konkret dort geplant ist, ist bisher unklar. (Lesen Sie auch: Am Pfeilergraben läuft Suche nach der „besseren Lösung“)

Nutzung der Gebäude im Sparkassenquartier noch nicht klar

Das sorgt nicht nur bei Schade für Unbehagen. Wie soll eine Neugestaltung aussehen?, will er wissen. Sei womöglich eine Luxussanierung für einen Quadratmeterpreis von bis zu 8.000 Euro vorgesehen? Wie werde mit der historischen Substanz umgegangen? Stiftsstadtfreunde und Heimatverein drängen bekanntlich auf eine kleinteilige Bebauung, wollen Stadtmauerreste sichtbar machen. Konkrete Angaben wären wünschenswert, hieß es.

Doch die könne man noch nicht machen, sagen Oberbürgermeister Thomas Kiechle und Sparkassen-Chef Hegedüs. Noch sei die Nutzung der Gebäude nicht klar. Dass die Sparkasse („und nicht irgendjemand, zu dem wir keine Beziehung haben“) als Investor tätig sei, hält der Rathauschef für positiv. Dass das Geldinstitut bisher noch nicht planen konnte, habe vor allem daran gelegen, dass die Entscheidung für den Standort Stadtbibliothek so lange gedauert habe. Bekanntlich hätte die neue Bibliothek auch im Sparkassenquartier Platz gefunden.

Planungen zum Sparkassenquartier: Bisher nur spärliche Informationen an die Öffentlichkeit

Diese zeitliche Verzögerung für die Planungen brachte auch Hegedüs als Argument ins Spiel, warum es bisher nur spärliche Informationen für die Öffentlichkeit gegeben habe. Dass nach dem Neubau der Sparkasse der gegenüberliegende Gebäudekomplex angegangen werde, sei jedoch stets klar gewesen. Auch, dass es nicht ausreiche, diese „Hinterhof-Atmosphäre“ dort durch Sanierungen aufzupeppen. Aber nicht mit der Absicht, betonte Hegedüs, „eine maximale Rendite zu erzielen“. Der Denkmalschutz werde zudem ebenso berücksichtigt wie die Gutachter-Empfehlung für die Nutzung. Erst dann werde der Architektenwettbewerb angekurbelt. Jedoch, gab Hegedüs zu: „Wir hätten es kommunikativ besser machen können.“

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